Suchtprävention

Suchtprävention

Rauchen, Trinken, Spielen – das begleitet uns Menschen seit Jahrtausenden in unserem täglichen Leben beispielsweise als Flucht, als Ausweg oder – im Sinne des „bürgerlichen“ Trinkens – als kulturell akzeptierte Möglichkeit des Entspannens am Abend.

Neu hinzugekommen sind andere „Fluchtmöglichkeiten“: Computerspiele, Internet sowie Soziale Medien, die – richtig genutzt – neue Informations- und Kommunikationsquellen sein können, aber auch zu schwerem Suchtverhalten führen können und dies nicht nur bei Jugendlichen. Nicht selten führt die Flucht schließlich direkt in die Sucht; ein „Zuviel“ ist selten gesundheitsfördernd.

An den bayerischen Hochschulen bemüht man sich schon seit vielen Jahren, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darin zu unterstützen, zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Suchtmitteln und Suchtverhalten zu gelangen. Am liebsten würden wir Sie natürlich gerne dazu motivieren, dem Rauchen und Trinken gänzlich abzuschwören.

Initiativen der Universität Passau

Auch die Universität Passau beschäftigt sich mit dem Thema Suchtprävention seit vielen Jahren. Die „Rauchfreie Universität“, die Dienstvereinbarung Betriebliche Suchtprävention und der Leitfaden für Führungskräfte im Umgang mit suchterkrankten Beschäftigten sind wichtige Meilensteine, die bereits erreicht wurden. Diese Veränderungen wurden eng abgestimmt mit dem Arbeitskreis „Betriebliche Suchtprävention" des Landkreises Passau. Oberste Priorität genießt bei uns eine individuelle Beratung, welche sowohl intern als auch extern erfolgen kann, wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Konsumverhalten nicht mehr kontrollieren zu können.

Die Caritas-Beratungsstelle für Suchterkrankungen in Passau bietet beispielsweise sehr gute Konzepte der Therapie und Begleitung. Scheuen Sie sich nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen, schließlich sind Sie mit Ihren Problemen nicht alleine! Nach vorsichtigen Schätzungen sind in Deutschland alleine 1,3 Mio. Menschen alkoholerkrankt und ca. 9,5 Mio. konsumieren Alkohol in riskanter Form. Nur 10 Prozent suchen sich eine Therapie – eine Bitte: Gehören Sie nicht zu diesen 10 Prozent. Jedes Jahr sterben in Deutschland ca. 74.000 Menschen an den Folgen ihrer Alkoholerkrankung. (Quelle: Drogenbeauftragte der Bundesregierung Studie: „Riskanter Alkoholkonsum“ DEGS1, 2013)