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Akademische Feier anlässlich der Verabschiedung von Professor Dr. Winfried Becker



Mit einer Akademischen Feier verabschiedet die Philosophische Fakultät Professor Dr. Winfried Becker, bis 31. März Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte. Nach 24 Jahren Tätigkeit an der Universität Passau hält Prof. Becker am Donnerstag, 31. Mai, um 18.00 Uhr seine Abschiedsvorlesung (Hörsaal 9, Audimax, Innstraße 31).  

Zur Biographie: Der 1941 in Merzig/Saar geborene Winfried Becker studierte Geschichte und Germanistik an der Universität des Saarlandes, 1967 legte er das 1. Staatsexamen ab, an der Universität Bonn setzte er sein Studium fort. Dort wurde er 1971 Promotion in Mittlerer und Neuerer Geschichte mit dem Thema „Der Kurfürstenrat“ promoviert; 1979 folgte die Habilitation in Regensburg (Neuere und Neueste Geschichte) über „Georg von Hertling“, 1980 die Umhabilitation (Mittlere und Neuere Geschichte) ebenfalls in Bonn. Von 1967 bis 1972 war Becker wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte e. V. in Bonn, 1973 bis 1977 Assistent am Historischen Seminar der Universität München, 1977 bis 1979 an der Universität Regensburg, 1980 bis 1983 schließlich wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in St. Augustin. 1983/84 vertrat er eine Professur an der Universität Passau, 1984 wurde er schließlich auf den Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte in Passau berufen. Von Februar bis April 1999 hatte er eine Gastprofessor an der University of Notre Dame inne.  

Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Professor Becker hat mehrere Forschungsschwerpunkte in der Neueren und Neuesten Geschichte. Ihm erschlossen sich mehrfach neue Interessengebiete: Re­formation und Bauernkrieg und deren Historiographie, Verfassungsgeschichte und Quellenkunde des Alten Reiches mit Schwerpunkt im 17. Jahrhundert, Gestalten und Entwick­lungen des politischen und sozialen Katholizismus im 19. Jahrhundert, dessen Transformation zu den christlich-demokratischen Parteien. Weitere Studien gel­ten kulturellen und politischen Umbrüchen, geistesgeschichtlichen Entwicklungen sowie der Geschichte der Parteien, der Kirchen, internationaler Zusammenhänge im 19. und 20. Jahrhundert und des Widerstands gegen den Na­tionalsozialismus, auch methodischen Problemen der Geschichtsforschung. Er ist Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Kommissionen und Vereine: so der Vereinigung zur Erforschung der neueren Geschichte e. V., der Kommission für Zeitgeschichte bei der katholischen Akademie in Bayern und der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, der Görres-Gesellschaft und des Beirats des Förderkreises Bayerisches Wirtschaftsarchiv e. V.  

Forschungen über die Region Passau: Auch mit der Region Passau hat sich Professor Becker bereits mehrfach befasst. So hat er einen Sammelband über Passau in der Zeit des Nationalsozialismus (1999) herausgegeben sowie einen Sammelband über den Passauer Vertrag von 1552 (Sammelband von 2002). Für die inzwischen in 2. Auflage erschienene „Geschichte der Stadt Passau“ hat er ebenfalls einen längeren Beitrag beigesteuert. Auch mit dem Verhältnis von Religion und Wirtschaft im Bistum Passau während der Frühen Neuzeit hatte er sich in den letzten Jahren beschäftigt. Derzeit befasst er sich mit der Edition der Korrespondenz eines (vergessenen) Außenministers der Weimarer Republik (1922-23), Frederic von Rosenberg (1874-1937), der in Fürstenzell bei Passau gewohnt hat, dort starb und auch auf dem Friedhof in Fürstenzell begraben ist.  

Festschrift:  Bernhard Löffler, Karsten Ruppert (Hrsg.), Religiöse Prägung und politische Ordnung in der Neuzeit. Festschrift für Winfried Becker zum 65. Geburtstag, Köln 2006, 661 Seiten, 63 Euro, ISBN: 3412053066   

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Thoralf Dietz | 29.05.2007

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