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Bereit für den regionalen Arbeitsmarkt: "Study & Work" qualifiziert internationale Studierende

Seit einem Jahr läuft an der Universität Passau ein Projekt im Rahmen der Bundesinitiative Study & Work, das internationale Studierende und den regionalen Arbeitsmarkt näher zusammenbringt. Beim 3. Netzwerktreffen im IT Zentrum der Universität, tauschten sich die Projektpartner zu den Erfolgen und Herausforderungen unter dem Stichwort "Diversity Management" aus.

Das Foto zeigt Prof. Dr. Rodrigo Isidor (Lehrstuhl für Internationales Management, von links), Vizepräsidentin Prof. Dr. Ursula Reutner, Dr. Alexander Wisspeintner (Micro-Epsilon), Dr. Anne Krämer (msg systems ag), Projektleiterin Luise Haack und Dr. Fritz Audebert (ICU.net AG). Foto: Universität Passau
Das Foto zeigt Prof. Dr. Rodrigo Isidor (Lehrstuhl für Internationales Management, von links), Vizepräsidentin Prof. Dr. Ursula Reutner, Dr. Alexander Wisspeintner (Micro-Epsilon), Dr. Anne Krämer (msg systems ag), Projektleiterin Luise Haack und Dr. Fritz Audebert (ICU.net AG). Foto: Universität Passau

22 Netzwerkpartnerinnen und -partner aus Unternehmen und Institutionen der Stadt und des Landkreises folgten der Einladung von Prof. Dr. Ursula Reutner, Vizepräsidentin für Internationale Beziehungen, zum dritten Netzwerktreffen. Die Vertreterinnen und Vertreter der IHK Niederbayern und des Wirtschaftsforums der Region Passau, der Unternehmen ICU.net, Micro-Epsilon Messtechnik, msg systems sowie von Universität, kuwi netzwerk und der Hochschulgruppe AEGEE kamen zusammen, um sich über die Erfolge aus dem ersten Projektjahr zu informieren. Auch eine Vertreterin der bundesweiten Initiative Study & Work war zu Gast, um den Stand der Dinge zu evaluieren. 

"Die Zahl internationaler Studierende ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 17 Prozent auf nun 1148 Studierende aus 100 Ländern gewachsen. An der Fakultät für Informatik und Mathematik hat sich der Anteil im gleichen Zeitraum sogar verdoppelt", berichtet Vizepräsidentin Reutner. "Wir sind sehr zufrieden, dass wir mit dem Projekt Study & Work an der Universität diese Studierenden gezielt unterstützen und eine Brücke zwischen Universität und regionalem Arbeitsmarkt schaffen können." 

Das Betreuungsprogramm besteht aus einer zentralen Anlaufstelle namens "iStudi-Coach" für internationale Studierende, die in Passau einen Abschluss erzielen wollen. Darüber hinaus ist das projekteigene Netzwerk wichtige Voraussetzung dafür, die Studierenden auch in Fragen zu Aufenthaltsrecht, Alltagsleben und vor allem zu Praktika, Nebenjobs und praktischen Studienarbeiten gezielt beraten zu können.

Barbara Zacharias, Leiterin der Abteilung Internationales und Studierendenservice, und Projektleiterin Luise Haack stellten das studienbegleitende Berufsorientierungsprogramm für internationale Studierende, den "iStudi-Pass", vor. Sie konzipierten im Sommersemester mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus dem Career Service, Sprachenzentrum und Zentrum für Schlüsselkompetenzen ein Schulungsangebot in Bereichen wie Bewerbungskompetenz, Praxiskontakt, interkulturelle Kompetenz und Sprachkompetenz. Inzwischen bereiten sich so etwa 150 Studierende, die Hälfte von ihnen aus dem englischsprachigen Master Informatik, auf den regionalen Arbeitsmarkt vor. Wichtiger Bestandteil des Programms sind auch Veranstaltungen in enger Kooperation mit den Projektpartnern, wie lokalen Unternehmen, der Arbeitsagentur oder dem Studentenwerk.

Im Anschluss an den Impulsvortrag von Prof. Dr. Rodrigo Isidor, Vertreter des Lehrstuhls für Internationales Management an der Universität, zum Thema "Ist Diversity Management wirklich wichtig?" diskutierten die Anwesenden die Herausforderung, ausländische Studierende in regionale Unternehmen zu integrieren. Die Bedeutung internationaler Arbeitskräfte für die Region zeigt sich im Gespräch mit Dr. Alexander Wisspeintner, Geschäftsführer IT bei der Micro-Epsilon: "Wir können am Standort Ortenburg nur dann Sensoren auf höchstem Niveau entwickeln, wenn wir Spezialisten aus aller Welt beschäftigen. Für uns steht dabei die Kompetenz und nicht das Herkunftsland im Vordergrund." 

Über das Projekt 

Die Universität Passau hat ein strukturiertes Unterstützungs- und Beratungsprogramm für alle internationalen Studierenden konzipiert. Das Projekt läuft seit Oktober 2015 und wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Initiative "Study & Work" gefördert. Die Universität Passau ist eine von insgesamt zehn geförderten Hochschulen deutschlandweit und die einzige in Bayern. 

Die Zusammenarbeit mit den außeruniversitären lokalen und regionalen Netzwerkpartnern spielt im Projekt eine wesentliche Rolle. Firmenpartner der Universität Passau sind bisher die 4process AG, die crealytics GmbH, die ICUnet.AG, die Micro Epsilon GmbH & Co KG, die msg systems AG, die ONE LOGIC GmbH und die ZF Friedrichshafen AG. Daneben gehören die Arbeitsagentur Passau, die Stadt Passau, die IHK Niederbayern, der Neuburger Gesprächskreis e. V., das Regionalmanagement im Wirtschaftsforum Passau, der AlumniClub der Universität Passau, das kuwi netzwerk international e. V., die Hochschulgruppe AEGEE Passau, das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz und die Deutsch-Spanische Gesellschaft Passau e.V. zu den regionalen Partnern und Unterstützern des Projekts. Weitere Projektpartner sind willkommen. Interessierte Unternehmen können sich an Projektleiterin Luise Haack (luise.haackatuni-passau.de) wenden.

Katrina Jordan | 30.11.2016

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