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Botschafterin von Myanmar zu Gast an der Universität Passau

Vor rund einem Jahr unterzeichnete die Universität Passau ein Partnerschaftsabkommen mit der Yangon Universität. Nun besuchte die neue Botschafterin Myanmars Daw Yin Yin Myint auf Einladung des Lehrstuhls für Südostasienstudien erstmals Passau und informierte sich über die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit ihrem Heimatland.

Das Bild zeigt Prof. Dr. Rüdiger Korff, Vizepräsidentin Prof. Dr. Ursula Reutner, Botschafterin Daw Yin Yin Myint sowie Prof. Dr. Chaw Chaw Sein.
Das Bild zeigt Prof. Dr. Rüdiger Korff, Vizepräsidentin Prof. Dr. Ursula Reutner, Botschafterin Daw Yin Yin Myint sowie Prof. Dr. Chaw Chaw Sein.

Anlässlich des Besuchs von Botschafterin Daw Yin Yin Myint fand ein Workshop zur aktuellen Situation in Myanmar statt. Prof. Dr. Ursula Reutner, Vizepräsidentin für Internationale Beziehungen, ging zunächst auf die Kooperation der Universität Passau mit Myanmar ein. "Passau zählte damals zu den ersten Universitäten, die eine Kooperationsvereinbarung mit der ältesten und renommiertesten Universität Myanmars abgeschlossen haben. Ich freue mich sehr, dass das vor einem Jahr unterzeichnete Abkommen inzwischen zu einem aktiven wissenschaftlichen Austausch geführt hat", so Reutner.

Anschließend informierte die Botschafterin über die aktuelle Außenpolitik Myanmars. Prof. Dr. Chaw Chaw Sein, die derzeit im Rahmen eines Studienaufenthaltes in Passau ist, erläuterte die Hintergründe der anstehenden Wahl in Myanmar. Die anschließende Diskussion beleuchtete unter anderem das bestehende Defizit der Myanmar-Forschung in Deutschland, zum Beispiel gebe es an deutschen Universitäten kaum Angebote an Burmesisch-Sprachkursen. Daher bleibe Myanmar trotz der Öffnung während der letzten Jahre noch weitgehend unbekannt. Ein weiteres Thema war die Reform der Universitäten, insbesondere der Yangon Universität, die einstmals die führende Universität in Südostasien war, und die Frage, ob die Universität Passau einen Beitrag zur aktuellen Reform leisten könne. Seit dem Putsch von General Ne Win 1962 war die Universität weitgehend abgeschlossen und unter strenger Kontrolle des Militärs. Nun gehe es darum, wieder internationale Standards zu erreichen.

Die Universität Passau beteiligt sich an diesem Vorhaben durch den Austausch von Professorinnen und Professoren sowie Dozierenden und kurze Gastaufenthalte. Seit Dezember war Dr. Hellmann-Rajayanagam vom Lehrstuhl für Südostasienstudien an der Yangon Universität, um bei der Ausarbeitung des Curriculums für Geschichte mitzuarbeiten. Im kommenden Wintersemester wird Prof. Dr. Oliver Hahn, Professor für Journalistik, vor Ort den Aufbau der Abteilung für Medienstudien unterstützen. Prof. Dr. Rüdiger Korff, Inhaber des Lehrstuhls für Südostasienstudien, hält diesen August Gastvorlesungen im neuen Doktoranden-Programm der Yangon Universität.

Anja Schuster | 20.08.2015

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