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Bundeskanzler-Stipendium für ehemalige DSG-Absolventin



Veronika Dzhuzhoma

Veronika Dzhuzhoma, ehemalige Absolventin des von Passauer Professoren angebotenen Deutschsprachigen Jura-Studiengangs in Krasnojarsk, erhält das Bundeskanzler-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung für Studien- und Forschungszwecke in Deutschland. Die Stipendiatin kommt im September zu einem zwölfmonatigen Forschungsaufenthalt nach Passau. Dotiert ist das Stipendium mit monatlich 2.300 Euro.

Veronika Dzhuzhoma war im Rahmen ihres Studienaufenthaltes in Deutschland von März bis Juli 2004 an der Universität Passau. Damals war sie Studentin der Altajer Staatlichen Universität (Barnaul, Russland) und hatte eine Einladung von Professor Dr. Martin Fincke (damals Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht sowie Ostrecht) erhalten, am Programm für Austauschstudenten teilzunehmen.
Nach ihrer Rückkehr nach Russland hatte sie sich entschieden, sich in ihrer Diplomarbeit an ihrer Heimatuniversität mit dem deutschen Strafrecht zu befassen. Im Rahmen ihrer Recherchearbeit kam sie im März 2005 wieder nach Passau. 2005 legte sie in Russland ihr Diplom ab und seit September 2005 arbeitet sie bei der Rechtsakademie beim Bundesjustizministerium Russlands (Moskau) an ihrer Promotion, in der sie sich mit dem Thema „Der kurzfristige Freiheitsentzug im Strafrecht Russlands und Deutschlands beschäftigt.

Parallel dazu ist sie an der Abteilung für internationale Zusammenarbeit und Außenverbindungen der Akademie tätig. Seit 2006 leitet sie dort alle deutschsprachigen akademischen Austauschprogramme.
Ab September ist sie Stipendiatin des Bundeskanzler-Programms der Alexander von Humboldt-Stiftung für Führungskräftenachwuchs aus der Russischen Föderation. "Mein bevorstehender Aufenthalt in Deutschland ist mit meiner beruflichen sowie meiner wissenschaftlichen Arbeit verbunden. Die Universität Passau wurde von mir dafür nicht zufällig gewählt. Professor Fincke ist bestens bekannt im Kreis der russischen Rechtswissenschaftler, darum könnte ich mir einen besseren Betreuer nicht wünschen", so Veronika Dzhuzhoma. "Außerdem ich bin der Meinung, dass Passau eine der schönsten Städte ist, die ich gesehen habe."

Die Alexander von Humboldt-Stiftung vergibt aus Mitteln des Auswärtigen Amtes jährlich bis zu zehn Stipendien an Nachwuchsführungskräfte aus den USA (seit 1990), der Russischen Föderation (seit 2002) sowie der Volksrepublik China (seit 2006), die in ihrem bisherigen Werdegang in hohem Maße Führungspotential bewiesen haben. Das Programm richtet sich an Vertreter aller Berufe und Fachdisziplinen unter besonderer Berücksichtigung der Geistes-, Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, aber auch der Künste. Das Stipendium ermöglicht die Durchführung eines Projektvorhabens eigener Wahl in Deutschland. Während des einjährigen Aufenthaltes gewinnen die Stipendiaten darüber hinaus einen Einblick in das gesellschaftliche, kulturelle, wirtschaftliche und politische Leben in Deutschland.


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Thoralf Dietz | 06.08.2007

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