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Bundesministerium für Wissenschaft und Technologie fördert das Institut FORWISS der Universität Passau mit 170.000 Euro



FORWISS Passau, das Institut für Softwaresysteme in technischen Anwendungen der Informatik, erhält 170.000 Euro Fördermittel vom Bundesministerium für Wissenschaft und Technologie sowie aus der privaten Wirtschaft. Im Rahmen des geförderten Forschungsvorhabens soll ein Verfahren entwickelt werden, mit dem das Schweißen mittels eines über Spiegel gelenkten Laserstrahls verbessert werden kann.

Beim 8. Ideen-Wettbewerb zur Förderung von innovativen Netzwerken – InnoNet – des Bundesministeriums für Wissenschaft und Technologie (BMWi) hatte das Institut für Softwaresysteme in technischen Anwendungen der Informatik (FORWISS) an der Universität Passau zusammen mit sechs weiteren Partnern eine Projektskizze mit dem Thema „Der Sehende Scanner –  SeScan –  Produktionsnahe manuelle Programmierung von scannerbasierten Remote-Laserschweißanlagen mittels Bild gebender Sensorik und spezialisierter Steuerungsalgorithmen“ eingereicht.

Von 116 eingereichten Anträgen wurden von den Gutachtern 39 positiv beurteilt und zur Förderung vorgeschlagen, darunter auch der Antrag, der gemeinsam vom Laserzentrum Hannover und FORWISS erstellt worden war. Das BMWi bewilligte FORWISS für die Jahre 2007 und 2008 deshalb 150.000 Euro für das geplante Forschungsvorhaben. Weitere ca. 20.000 Euro müssen die beteiligten Unternehmen aufbringen.

Für das Passauer Forschungsinstitut mit einem Schwerpunkt auf digitale Bild- und Signalverarbeitung steht in dem Projekt die Erfassung der Geometrie des zu schweißenden Werkstücks beim „Remote-Laserschweißen“ im Vordergrund. Beim „Remote-Laserschweißen“ wird der Laserstrahl nicht direkt auf das zu schweißende Objekt gerichtet, sondern mittels Spiegeln und Linsen umgelenkt. Dadurch ist der Laserstrahl weit flexibler, weil die Laserquelle fest verankert bleiben kann, und der Laserstrahl über leicht bewegliche Spiegel auch schwer zugängliche Stellen erreichen kann. FORWISS will ein Verfahren entwickeln, mit dem das Werkstück in der Nähe der Schweißnaht aus den Daten einer zum Laserstrahl parallelen Kamera lokal rekonstruiert werden kann. Zwei Sensoren – eine Kamera und ein Abstandssensor – werden in den Scanner integriert, so dass der sehende Scanner die volle Funktionalität in nur einem Bauteil gekapselt zur Verfügung stellt. Dies erlaubt eine einfache Handhabung durch den Benutzer. Mit den Forschungsarbeiten soll eine Erhöhung des Automatisierungsgrads von Scannersystemen erreicht werden. Die Steuerung des Lasers soll automatisch an Positionstoleranzen angepasst werden können. Die lokale Anpassung der Lasersteuerung an die Positionsdaten des Werkstücks übernimmt der Scanner dabei selbst, weil er die Schweißnaht „sieht“.

Mit der Förderung von innovativen Netzwerken will das BMWi die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) erhöhen. Ergebnisse der Forschung und Entwicklung sollen schneller als bisher ihren Weg in den Markt finden. Das Programm ist als Ideenwettbewerb konzipiert. Ideenskizzen können von Netzwerken eingereicht werden, die aus mindestens vier KMU und zwei Forschungseinrichtungen bestehen. Die beteiligten Forschungseinrichtungen werden vom BMWi mit bis zu 85 Prozent der Ausgaben/Kosten gefördert. Mindestens 15 Prozent werden von den beteiligten Unternehmen in Form einer Barleistung gezahlt.

Am 9. Januar findet an der Universität Passau eine „Kick-off-Veranstaltung“ aller fünf beteiligten Firmen und der zwei Institute statt. Dabei sollen unter anderem erste Projektschritte festgelegt werden.

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Thoralf Dietz | 19.12.2006

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