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Digitale Transformation für die Wirtschaft – Bund fördert Projekt "Digivation" mit 1,5 Millionen Euro

Die digitale Transformation ist der zentrale Wachstums- und Innovationstreiber der Gegenwart. Dennoch schöpft insbesondere der deutsche Mittelstand das Potenzial der Digitalisierung bisher nur unvollständig aus. Aus diesem Grund fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Forschungsprojekt "Digivation" der Universitäten Passau und Paderborn sowie des Forschungsinstituts für Rationalisierung (FIR) der RWTH Aachen mit rund 1,5 Millionen Euro im Rahmen des Forschungsprogramms "Innovationen für die Arbeit von morgen – Forschung für Produktion und Dienstleistung der Zukunft". Das Projekt verknüpft digitale Prozessinnovationen mit neuartigen Konzepten zur Entwicklung digitaler Dienstleistungen und soll so die digitale Transformation der Wirtschaft beschleunigen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Passau und Paderborn arbeiten im Projekt Digivation zusammen. Das Passauer Team steht unter der Leitung von Prof. Dr. Jan H. Schumann (hinten, Mitte). Foto: Universität Paderborn
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Passau und Paderborn arbeiten im Projekt Digivation zusammen. Das Passauer Team steht unter der Leitung von Prof. Dr. Jan H. Schumann (hinten, Mitte). Foto: Universität Paderborn

Große und kleine Unternehmen müssen sich immer häufiger die Frage stellen, wie sie ihre bisherigen Wertschöpfungsketten digital gestalten können, um den wachsenden und sich verändernden Ansprüchen ihrer Kunden gerecht zu werden. Globaler Konkurrenzdruck und neue Geschäftsmodelle treiben die digitale Transformation weiter voran. "Digitale Dienstleistungen werden dann eine hohe Akzeptanz erfahren, wenn Unternehmen die Kunden bereits in den Innovationsprozess integrieren und die Dienstleistungen auf die identifizierten Bedürfnisse der Kunden anpassen. Digitale Dienstleistungen bieten ein besonders großes Potenzial für unterschiedliche Kundengruppen individualisierte Angebote zu erstellen", erläutert Prof. Dr. Jan H. Schumann vom Lehrstuhl für Marketing und Innovation der Universität Passau. "Ziel des Projekts Digivation ist die Entwicklung von generischen und anwendbaren Handlungsempfehlungen für die erfolgreiche Kundenintegration, die Innovation von digitalen Dienstleistungen und deren anschließende Individualisierung."

Das Projekt wird über einen Zeitraum von drei Jahren konkrete Erkenntnisse darüber liefern, inwiefern und unter welchen Umständen digitale Dienstleistungsinnovationen mit der digitalen Transformation von Unternehmen und Gesellschaft in Beziehung stehen. Als Ergebnisse werden konkrete Umsetzungsempfehlungen für die digitale Transformation erarbeitet sowie Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gegeben.

Das Passauer Team – bestehend aus Jan H. Schumann, Franziska M. Bongers und Corinna Winkler – befasst sich im Teilvorhaben der Universität Passau damit, einen "Baukasten" mit verschiedenen Kundenintegrationsmethoden für die Entwicklung digitaler Dienstleistungen und zudem ein Entscheidungshilfetool für die Individualisierung der digitalen Dienstleistungen zu entwickeln.

Digivation unterstützt und vernetzt insgesamt über 20 Verbundprojekte in der Förderlinie "Dienstleistungsinnovation durch Digitalisierung" des BMBF bei der Erarbeitung und dem Transfer ihrer Projektergebnisse. "Das Projekt vereint die Forschungsperspektiven des Marketings, der Wirtschaftsinformatik und der Ingenieurwissenschaften", fasst Schumann zusammen. Zudem werde das Projekt in Kooperation mit der IHK Niederbayern, Unity AG, CrowdConsultants 360 GmbH und MHP GmbH durchgeführt, um neben dem Forschungsaspekt auch die Anwendbarkeit der Ergebnisse für den Mittelstand sicherzustellen.

Rückfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte an das Referat für Medienarbeit der Universität Passau, Tel. 0851 509-1439, oder an Corinna Winkler vom Lehrstuhl für Marketing und Innovation, Tel. 0851 509-2429.

| 27.03.2017

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