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Dr. Sarah Heinz erhält die zweite Juniorprofessur an der Universität Passau

Ab 1. Mai Juniorprofessorin für Anglistik/Cultural and Media Studies

Dr. Sarah Heinz

Die zweite Juniorprofessur an der Universität Passau wird mit Dr. Sarah Heinz besetzt. Sie ist ab 1. Mai in der Philosophischen Fakultät Juniorprofessorin für Anglistik/Cultural and Media Studies. Am Dienstag (29. April) erhielt sie von Universitätspräsident Prof. Dr. Walter Schweitzer die Ernennungsurkunde.

Sarah Heinz wurde 1978 geboren; sie ist damit derzeit die jüngste Professorin an der Universität Passau - den Titel als jüngster Professor in Passau konnte ihr Juniorprofessor-Kollege Daniel Göler nur kurze Zeit halten. Sarah Heinz studierte von 1997 bis 2003 an der Universität Mannheim Anglistik, allgemeine Linguistik und Medien- und Kommunikationswissenschaft. Das Studium schloss sie mit einer Arbeit über A. S. Byatts Roman Possession ab, für die sie 2002 den Artes Liberales Preis für die beste geisteswissenschaftliche Arbeit erhielt.

Im Rahmen eines Stipendiums der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg schloss sie 2006 ihre Dissertation zum Thema "Die Einheit in der Differenz: Metapher, Romance und Identität in den Romanen A. S. Byatts" mit summa cum laude ab, die 2007 veröffentlicht wurde. Während ihrer Promotion leitete und organisierte sie die von der Stiftung Landesbank Baden-Württemberg geförderte interdisziplinäre Nachwuchstagung der Philosophischen Fakultät Mannheim, aus der auch ein 2006 erschienener Herausgeberband mit dem Titel Globales Denken: Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf Globalisierungsprozesse hervorging.

Andere Publikationen und Vorträge reichen von Beiträgen zum Reclam Filmlexikon, zahlreichen Rezensionen in Fachzeitschriften bis zu Beiträgen zum englischen Gegenwartsroman, zum englischen und amerikanischen Gegenwartsdrama, Kulturwissenschaft und Globalisierung, Fragen zur Philosophie der Lebenskunst in der Postmoderne und der Hochschuldidaktik.
  
Ab 2006 war Sarah Heinz am Lehrstuhl Anglistische Literatur- und Kulturwissenschaft zunächst als wissenschaftliche Angestellte und dann als Akademische Rätin beschäftigt. Hier zielte ihre Tätigkeit in Forschung und Lehre darauf ab, literaturwissenschaftliche Methoden und Theorien im Rahmen anderer Formate anzuwenden und zu erweitern. In ihrer Lehre finden sich dabei auch interkulturelle und postkoloniale Aspekte wieder. Wichtig ist für sie dabei immer, Verbindungen zwischen den Fächern herzustellen und auch Studierende anderer Fachrichtungen für die Literatur- und Kulturwissenschaft zu begeistern.

Die Ausrichtung der Juniorprofessur in Passau als Anglistik mit dem Schwerpunkt Cultural and Media Studies sieht Sarah Heinz daher als eine Chance, dieses Interesse an einer Verbindung von Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft innerhalb eines interdisziplinären universitären Kontextes weiter zu entwickeln.

Juniorprofessuren wurden 2002 im deutschen Hochschulrahmengesetz eingeführt und stellen eine gleichwertige Alternative zur Habilitation dar. Sie sollen jungen Wissenschaftlern mit herausragender Promotion ohne die bisher übliche Habilitation unmittelbar eigenständige Forschung und Lehre an Hochschulen ermöglichen und sie damit für die Berufung auf eine Lebenszeitprofessur qualifizieren. Juniorprofessuren sind befristet - in der Regel auf zweimal drei Jahre. Im Anschluss müssen sich die Kandidaten um eine Professur oder um einen Lehrstuhl bemühen. Juniorprofessuren können aber auch mit einer so genannten "tenure track"- Option ausgestattet sein: Nach einem verkürzten Berufungsverfahren, bei dem in der Regel auf eine Ausschreibung verzichtet wird, und einer positiven Evaluierung durch externe Gutachter wird der Juniorprofessor zum W 2-Professor auf Lebenszeit ernannt. Dieses Vorgehen ist auch für diese Juniorprofessur für Anglistik/Cultural and Media Studies an der Universität Passau vorgesehen.

An der Universität Passau ist die Juniorprofessur für Anglistik/Cultural and Media Studies bereits die zweite ihrer Art: Zum 1. April wurde Dr. Daniel Göler zum Juniorprofessor für European Studies ernannt. Eine weitere soll für den Bereich IT-Sicherheit (Fakultät für Informatik und Mathematik) folgen.

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Thoralf Dietz | 29.04.2008

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