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Einer der Gründungsväter der Juristischen Fakultät geht in Ruhestand: Prof. Bethge hält Abschiedsvorlesung über das Bundesverfassungsgericht



Auch er war ein Professor der ersten Stunden an der Universität Passau: Professor Dr. Herbert Bethge. In Ruhestand getreten ist er bereits zum Ende des vergangenen Sommersemesters, seine Abschiedsvorlesung hält er am Mittwoch, 28. Mai, um 17.00 Uhr im Hörsaal 9 (Audimax, Innstraße 31). In ihr beschäftigt sich Bethge mit einer ganz aktuellen Thematik: "Das Bundesverfassungsgericht - Hüter oder Herr der Verfassung?". Mit Professor Bethge verabschiedet sich einer der renommiertesten deutschen Medienrechtler aus dem aktiven Dienst. Er hat die Fakultät ganz wesentlich mit aufgebaut und zu dem gemacht, was sie heute ist: eine der besten Juristischen Fakultäten in Deutschland.

Prof. Herbert Bethge übernahm am 1. Mai 1978 den Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht sowie Wirtschaftsverwaltungsrecht und Medienrecht an der Universität Passau und baute gemeinsam mit den anderen neuen Kollegen die Juristische Fakultät auf – und verhalf ihr ganz wesentlich zu dem ausgezeichneten Ruf, den sie heute genießt: In Rankings landet sie regelmäßig auf Spitzenplätzen. So auch im aktuellen Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung, das im Zeit Studienführer veröffentlicht wurde: Besser als die Juristische Fakultät in Passau schneiden nur die Juristen der Europa-Universität in Frankfurt/Oder und die private Bucerius Law School in Hamburg ab.

Herbert Bethge wurde 1939 in Sachsen-Anhalt geboren. Er flüchtete 1958 nach dem Abitur aus politischen Gründen in die Bundesrepublik, wo er bis 1964 an der Freien Universität Berlin Rechtswissenschaft studierte. Den juristischen Vorbereitungsdienst absolvierte er beim Kammergericht mit Gaststationen in den OLG-Bezirken Köln und Düsseldorf. An der Universität zu Köln wurde er 1968 promoviert und 1976 habilitiert. 1977 wurde er auf Vorschlag der Kölner Fakultät zum Wissenschaftlichen Rat und Professor ernannt. Seit 1978 war er Inhaber des Lehrstuhls für Staats- und Verwaltungsrecht sowie Wirtschaftsverwaltungsrecht und Medienrecht an der Juristischen Fakultät der Universität Passau, wo er 1980-1981 und 1998-2000 das Amt des Dekans der Juristischen Fakultät bekleidete. Seit dem Wintersemester 1997/98 war er Gastprofessor für "Medienrecht und Recht der Neuen Medien" am Europa-Institut der Universität des Saarlandes. Seit dem 1. Oktober 2007 ist er emeritiert.
Das wissenschaftliche Hauptinteresse von Professor Bethge auf dem Felde der Forschung gilt einmal dem Staatsrecht, wo er sich vornehmlich mit den Problemen der Grundrechte und der Verfassungsgerichtsbarkeit beschäftigt. Ein gewichtiges Themenfeld stellt das Medienrecht dar. Ein weiterer Schwerpunkt betrifft das Gerichtsverfahrensrecht, besonders den Bereich der Verwaltungsgerichtsbarkeit, sowie das Staatshaftungsrecht.

Seine bisherige wissenschaftliche Bilanz ist beeindruckend. Die Zahl seiner wissenschaftlichen Schüler ist beachtlich: Bisher 45 junge Frauen und Männer legten beim ihm eine Dissertation vor; drei seiner Schüler haben mittlerweile selbst juristische Lehrstühle inne. In der Fachwelt finden seine zahlreichen Publikationen höchste Anerkennung. In der Öffentlichkeit stand er häufig im Rahmen von Prozessvertretungen: In vielen Verhandlungen vertrat er Sender (beispielsweise ARD, ZDF, SAT1, RTL oder Redakteure der Saarbrücker Zeitung) beispielsweise vor dem Bundesverfassungsgericht, aber auch für verschiedene Bundesländer wurde er vor den höchsten deutschen Gerichten tätig.

Weitere Informationen:
http://www.herbert-bethge.de

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Hinweis an die Redaktionen: Rückfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte an die Juristische Fakultät der Universität Passau, Tel. 0851/509-2201, oder  an die Pressestelle der Universität Passau, Tel. 0851/509-1430, E-Mail: pressestelleatuni-passau.de. Das genaue Programm der Abschiedsvorlesung entnehmen Sie bitte beigefügtem Programm.

 

Thoralf Dietz | 27.05.2008

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