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Gebührenkompass: Universität Passau bundesweit auf Platz 6

Universitätspräsident: "Hervorragendes Ergebnis gibt Ansporn zu weiterhin gewissenhaftem Umgang"

Die Universität Passau erreicht beim von der Universität Hohenheim erstellten Gebührenkompass einen hervorragenden sechsten Platz. Untersucht wird bei der Studie die Zufriedenheit der Studierenden mit der Verwendung der Studienbeiträge. Im Vorjahr lag Passau noch auf Platz 14.

Mit der Note 3,64 (Vorjahr 4,02) liegt die Gesamtzufriedenheit der Passauer Studierenden hinsichtlich der Studienbeiträge deutlich besser als im bundesweiten Durchschnitt (4,05). Auch die Zahl der Studienbeitragsgegner liegt mit 53,8 Prozent (Vorjahr 62,1 Prozent) deutlich niedriger als im bundesweiten Vergleich (62,7 Prozent). Am höchsten ist die Quote der Studienbeitragsgegner mit 85,1 Prozent an der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig, und am niedrigsten an der Universität Mannheim (38,8 Prozent).

48,9 Prozent (Platz 8) der befragten Passauer Studierenden sind der Ansicht, dass die Studienbeiträge Verbesserungen bei den Studienbedingungen bewirkt hätten, bundesweit meinen das nur 31,7 Prozent. Im Jahr 2009 waren nur 29,4 Prozent der Passauer Studierenden dieser Meinung (Platz 19). "Einerseits ein erfreuliches Ergebnis, allerdings muss man ehrlicherweise sagen, dass mittlerweile die meisten Studierenden nur die Situation mit Studienbeiträgen kennen und gar keinen Vergleich mit der Zeit vorher herstellen können", schränkt Universitätspräsident Prof. Dr. Walter Schweitzer ein. So seien beispielsweise am Sprachenzentrum zehn neue Lektoren eingestellt worden, was deutlich kleinere Kurse möglich mache. Auch das Angebot des Zentrums für Schlüsselqualifikationen mit 119 verschiedenen Kursangeboten sei erst durch die Einführung von Studienbeiträgen möglich geworden.

Die Transparenz über die Verwendung der Beiträge wird in Passau mit 3,92 bewertet, was bundesweit einen 9. Platz bedeutet. "Die Platzierung ist erfreulich, aber die absolute Note immer noch viel zu schlecht", stellt Schweitzer fest. "Wir dokumentieren die Verwendung fast auf den Euro genau im Internet, weisen alle unsere Studierenden über die Lernplattform stud.ip auf diese Dokumentation hin, im Audimax und teilweise in den Fakultäten gibt es Aushänge über die Verwendung – da ist dieses Urteil schon ernüchternd." Immerhin: 20,9 Prozent der Passauer Studierenden fühlen sich ausreichend über die Verwendung informiert, im Vorjahr waren dies in Passau erst 3,9 Prozent – was einen Sprung von Platz 45 auf Platz 8 bedeutet.

Studierende fühlen sich an der Universität Passau wohl
Die Zufriedenheit der Passauer Studierenden mit ihrer Universität ist ausgesprochen hoch: 42,4 Prozent (Platz 4) studieren "sehr gern" an der Universität Passau. Auf Platz 1 liegt die Universität Bayreuth (55 Prozent). Bundesweit sagen dies nur 26,5 Prozent von ihrer Universität. Das Gesamturteil der befragten Studierenden fällt mit 2,31 (Platz 5) ebenfalls sehr erfreulich aus (bundesweiter Durchschnitt: 2,69). Auch hier liegt mit 2,07 die Universität Bayreuth auf Platz 1.

Gebührenkompass
Jeweils im Sommersemester wird im Rahmen des Gebührenkompasses an den Universitäten, die zu diesem Zeitpunkt Studienbeiträge erheben, die Zufriedenheit der Beitragszahler mit der Verwendung der Studiengebühren erhoben. Im Sommersemester 2010 gehören dazu 48 Universitäten aus den fünf Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Laut den Studienverantwortlichen werden an jeder dieser Universitäten jeweils mindestens 100 Studierende hinsichtlich ihrer persönlichen Zufriedenheit mit der Verwendung der Studienbeiträge befragt. Diese Befragungen werden vor Ort durch Gebühren-Scouts der Universität Hohenheim durchgeführt.

Weitere Informationen zum Gebührenkompass: www.gebuehrenkompass.de
Über die Studienbeiträge an der Universität Passau: www.uni-passau.de/studienbeitraege.html

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Thoralf Dietz | 25.06.2010

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