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Geld sparen mit grüner Energie

Passauer Studenten fassen mit dem Start-Up-Unternehmen ConsumerPool Strom- und Gaskunden zusammen, prüfen die Ökoverträglichkeit von Tarifen und erzielen mit der Marktmacht einer großen Gruppe günstige Sonderpreise. Sie setzten sich damit gegen über 90 Konkurrenten beim Nachwuchs-Wettbewerb Generation-D durch und gewannen 5.000 Euro sowie ein Unternehmens-Coaching.

Das ConsumerPool-Team (v. l.): Jonas Haut (Marketing), Julius Kuhn-Regnier (Geschäftsführer) und Paul Müller (Strategische Entwicklung)
Das ConsumerPool-Team (v. l.): Jonas Haut (Marketing), Julius Kuhn-Regnier (Geschäftsführer) und Paul Müller (Strategische Entwicklung)

Das Team um den Passauer BWL-Studenten Julius Kuhn-Regnier bietet dem Einzelnen eine Möglichkeit, sich kostengünstig an der Energiewende zu beteiligen. Verbraucher, die gerne ihren Strom- oder Gasanbieter wechseln möchten, können sich auf einer zentralen Internetplattform zu sogenannten Pools, zusammenschließen. ConsumerPool identifiziert anhand von vorher festgelegten Präferenzen die für den Pool besten Tarife und handelt beim Anbieter bessere Konditionen für den Einzelnen aus. Auch die Seriosität, Preisgarantien und der Kundenservice der Anbieter werden bei der Entscheidung mit einbezogen. ConsumerPool prüft die Angebote im Detail und will so Licht ins Dickicht der vielen Siegel und Zertifikate bringen, die Öko-Strom verheißen. Der Verbraucher erhalte so, ohne sich mit der Thematik auseinandersetzen zu müssen, einen geprüften und kundenfreundlichen Tarif, der zusätzliche Einsparungen durch einen Mengenrabatt beinhalten kann, erklärt Kuhn-Regnier. „Während der Einzelne kaum Einfluss auf die Tätigkeiten eines Anbieters hat, können große Pools langfristig kundenfreundlichere und ökologisch sinnvolle Veränderungen durchsetzen.“ Mit diesem Ansatz hat der Student seit Start des Unternehmens im Mai 1.500 wechselwillige Kunden gewonnen. In Zukunft will er verstärkt auf ein komplettes Vertragsmanagement setzen. „Wir haben festgestellt, dass die Menschen sich möglichst wenig mit dem Papierkram auseinandersetzen wollen, den ein Anbieterwechsel bei Strom und Gas mit sich bringt. Je mehr Arbeit wir ihnen abnehmen, umso größer wird die Wechselbereitschaft sein“, erwartet Kuhn-Regnier.

Seine Geschäftsidee, die er als BWL-Student der Universität Passau entwickelt und umgesetzt hat, überzeugte die Jury des Wettbewerbs Generation-D. Sie ist dieser der erste Platz in der Kategorie Arbeit, Wirtschaft und Umwelt sowie ein Preisgeld von 5.000 Euro und ein Unternehmens-Coaching wert.

Die Projektpartner Allianz SE, Bayerische EliteAkademie, Süddeutsche Zeitung und Stiftung Marktwirtschaft suchen mit Generation-D Projekte, die eine gesellschaftlich relevante Fragestellung beispielhaft lösen. ConsumerPool setzte sich dabei gegen 90 Mitbewerber durch.

Die Lehreinheit für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Universität Passau hat die Bewerbung von ConsumerPool unterstützt. „Die Universität schafft mit vielen Ansätzen einen hohen Praxisbezug und fördert Studierende, die ihre ersten beruflichen Schritte bereits auf dem Campus machen. Beispiele wie Consumer Pool zeigen, dass man in unserer Struktur mit einer innovativen Idee gute Chancen auf Erfolg hat“, erklärt Dr. Achim Dilling, Akademischer Oberrat und Mentor für den Generation-D-Wettbewerb.

Auch die bisher fünf Semester in Passau haben Kuhn-Regnier bestärkt, seine Idee zur Marktreife zu bringen und nun weiterzuverfolgen. „Ich schätze an der Universität Passau die Freiheit, die Zeit für unsere universitären Verpflichtungen selbst einteilen zu können. So konnte ich flexibel der Gründung nachgehen. Fachlich helfen Seminare wie die Vorlesung zum Gründungsmanagement, viele weitere Studienangebote und engagierte Dozenten, die Feedback zur Idee und dem Businessplan geben, natürlich sehr. Man geht dann einfach professioneller an die Geschichte ran.“

 

Weitere Informationen: www.consumerpool.de und www.gemeinsam-anpacken.de


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Hinweis an die Redaktionen: Rückfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte an Julius Kuhn-Regnier, Tel. 01577 172 36 59, oder die Pressestelle der Universität Passau oder, Tel. 0851 509-1430.

Steffen Becker | 24.11.2011

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