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Innovative Energiespeicherung für Kommunen: INTERREG-Projekt treibt bayerisch-tschechischen Austausch voran

Mehr als 30 Interessierte aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft haben sich bei einem bayerisch-tschechischen Fachtreffen im Technologiezentrum Energie in Ruhstorf a. d. Rott über aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen im Bereich der Energiespeicherung informiert. Die Veranstaltung fand im Rahmen des INTERREG-Projekts "Aufbau des Wissens- und Technologietransfers im Grenzraum Südböhmen/Niederbayern" statt, das an der Universität Passau angesiedelt ist.

Gruppenfoto der Beteiligten des bayerisch-tschechischen Fachtreffens im Rahmen des INTERREG-Projektes
Franz Schönmoser (1. Bürgermeister der Gemeinde Rotthalmünster, von links), Rudolf Müller (1. Bürgermeister der Gemeinde Ruderting), Dr. Günther Hribek, Prof. Dr. Diana Hehenberger-Risse, Ing. Petr Mazúr, Prof. Dr. Raimund Brotsack, doc. Ing. Josef Maroušek, Ph.D. und Dr. Reinhart Schwaiberger. Foto: Universität Passau

Eröffnet wurde die Veranstaltung gemeinsam durch den Geschäftsführer des Technologiezentrums Energie Dr. Reinhart Schwaiberger und den Geschäftsführer des Transferzentrums der Universität Passau Dr. Günther Hribek. Den ersten Vortrag hielt Petr Mazúr, Forscher im Projektteam der Westböhmischen Universität Pilsen über die Redox-Flow-Technologie zur Speicherung von Energie sowie deren Vor- und Nachteile im Vergleich zu alternativen Speichertechnologien. Im Anschluss daran ging Dr. Josef Maroušek von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Budweis auf die Möglichkeiten, Potenziale und Herausforderungen der Biokohleproduktion aus biogenen Reststoffen ein.

Prof. Dr. Raimund Brotsack von der Technischen Hochschule Deggendorf gab einen Überblick über aktuelle Power-to-Gas-Technologien und erläuterte die mikrobiologische Methanisierung, die eine bessere Einbindung biogener Reststoffe in Verfahren der Speicherung von Energie in Form von Gas ermöglichen soll. Im abschließenden Vortrag stellte Prof. Dr. Diana Hehenberger-Risse vom Technologiezentrum Energie das Projekt "greenIKK" vor, dessen Ziel die Erforschung und Umsetzung neuer kosteneffizienter Möglichkeiten der Klärschlammverwertung in bayerischen und tschechischen Kläranlagen in der Region um Marktredwitz und Cheb ist. Sie betonte die Wichtigkeit der ökologischen Nachhaltigkeit des Projekts, um eine langfristige Tragbarkeit der zu erforschenden Technologie auch für zukünftige Generationen zu gewährleisten.

Das bayerisch-tschechische Fachtreffen fand im Rahmen des INTERREG-Projekts "Aufbau des Wissens- und Technologietransfers im Grenzraum Südböhmen/Niederbayern" statt, das durch die Europäische Union im Rahmen des Programms zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Bayern-Tschechische Republik, Ziel ETZ 2014-2020 (INTERREG V), finanziert wird.

Katrina Jordan | 11.03.2019

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