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Juniorprofessor Dr. Daniel Göler erhält Professur für European Studies



Prof. Dr. Daniel Göler
Prof. Dr. Daniel Göler

2008 wurde Dr. Daniel Göler zum ersten Juniorprofessor an der Universität Passau ernannt. Von der Universität des Saarlandes erhielt er einen Ruf auf eine W 3-Professur für Europäische Politik. Der Universität Passau gelang es, ihn nach Durchführung eines Berufungsverfahrens auf der neu geschaffenen Professur für European Studies zu halten. Am 23. Juli erhielt er von Universitätspräsident Professor Dr. Walter Schweitzer die Ernennungsurkunde. Ab 1. August ist er Inhaber der Professur für European Studies an der Philosophischen Fakultät.

 

Daniel Göler, 1976 in Saarbrücken geboren, studierte von 1996 bis 2001 Politikwissenschaft, Geschichte, Katholische Theologie und Sozialkunde an der Universität des Saarlandes und der University of Newcastle upon Tyne. Von 2002 bis 2005 arbeitete er an seiner politikwissenschaftlichen Promotion an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln. Seine Dissertationsschrift trägt den Titel "Deliberation – Ein Zukunftsmodell europäischer Entscheidungsfindung? Analyse der Beratungen des Verfassungskonvents 2002-2003".

In den Jahren 2001 bis 2008 war Göler als Mitarbeiter in verschiedenen Politikberatungs- und Forschungsinstituten in Berlin tätig, zuletzt als Leiter des Forschungsbereichs Multinationalität/Europäische Streitkräfteintegration am Sozialwissenschaftlichen Institut der Bundeswehr (SOWI). Daneben war er Lehrbeauftragter an verschiedenen Universitäten, u.a. an der Freien Universität Berlin, der Europa-Universität Viadriana in Frankfurt/Oder und der Universität zu Köln. Seine Forschungsschwerpunkte sind die deutsche Europapolitik, Reformfragen der Europäischen Union und die Europäische Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Zu diesen Themen hat er drei Monographien und über 70 weitere  Publikationen veröffentlicht.

2008 wurde er erster Juniorprofessor an der Universität Passau, wo er sich in den letzten zweieinhalb Jahren intensiv in die Forschung und Lehre der Philosophischen Fakultät eingebracht hat. Besonderen Wert legt er dabei auf alternative Lehrformen, wie Planspiele, Exkursionen oder die Beteiligung an internationalen Studienprogrammen. Daniel Göler verfügt über gute Auslandskontakte, was sich an seiner Teilnahme an internationalen Fachtagungen und seiner Mitgliedschaft in internationalen Wissenschaftsvereinigungen zeigt. Von August bis Oktober 2009 hatte er eine Gastprofessur an der Western Michigan University in den USA inne.

Zu seinen Hobbys zählen Joggen, Skifahren, Kochen (insbesondere Grillen) und Spielplatzbesuche mit seiner Tochter, die 2008 in Passau geboren wurde.

 

Juniorprofessuren und tenure-track

Juniorprofessuren wurden 2002 im deutschen Hochschulrahmengesetz eingeführt und stellen eine gleichwertige Alternative zur Habilitation dar. Sie sollen jungen Wissenschaftlern mit herausragender Promotion ohne die bisher übliche Habilitation unmittelbar eigenständige Forschung und Lehre an Hochschulen ermöglichen und sie damit für die Berufung auf eine Lebenszeitprofessur qualifizieren. Juniorprofessuren sind befristet – in der Regel auf zweimal drei Jahre, wobei gegen Ende der ersten Phase eine Evaluierung der Forschungs- und Lehrleistungen durchgeführt wird. Im Anschluss müssen sich die Kandidaten um eine Professur oder um einen Lehrstuhl bewerben. Juniorprofessuren können aber auch mit einer so genannten "Tenure-track-Option“ ausgestattet sein: Nach einem verkürzten Berufungsverfahren, bei dem in der Regel auf eine Ausschreibung verzichtet wird, kann der Juniorprofessor zum W 2-Professor auf Lebenszeit ernannt werden.

 

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Hinweis an die Redaktionen: Rückfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte an die Pressestelle der Universität Passau, Tel. 0851/509-1430. Ein Foto von Prof. Dr. Göler kann bei der Pressestelle angefordert werden.

Thoralf Dietz | 23.07.2010

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