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Markus Grottke erhält Erich-Gutenberg-Preis

Dr. Markus Grottke, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Taxation, hat den renommierten Erich-Gutenberg-Preis für Nachwuchswissenschaftler 2013 gewonnen. Der 35‑jährige ist der erste Gutenberg-Preisträger der Universität Passau.

Dr. Markus Grottke und Prof. Dr. Thomas Schildbach bei der Preisverleihung.
Dr. Markus Grottke und Prof. Dr. Thomas Schildbach bei der Preisverleihung.

„Ich habe mich über die Auszeichnung außerordentlich gefreut. Gerade weil Gutenberg wissenschaftlich ein großes Vorbild für mich war und ist, empfinde ich sie als eine große Ehre“, sagt Markus Grottke. „Der Erfolg selbst aber hat viele Mütter und Väter: Ohne die großartige Unterstützung meines Doktorvaters Prof. Dr. Thomas Schildbach und meines Zweitgutachters Prof. Dr. Jochen Wilhelm, meines Habilitationsvaters Markus Diller, von literaturwissenschaftlicher Seite Prof. Dr. Hans Krah, sowie von philosophischer Seite Prof. Dr. Wilhelm Lütterfelds sowie Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig wäre die den ausgezeichneten Arbeiten zugrunde liegende, häufig ungewöhnlich interdisziplinäre, Herangehensweise kaum möglich gewesen.“ Den Preis überreichte Prof. Dr. Ralf Gössinger, Vorsitzender der Erich‑Gutenberg‑Arbeitsgemeinschaft e.V..

Im fächerübergreifenden Ansatz der ausgezeichneten Arbeiten schlägt sich der interdisziplinäre Werdegang des 35‑Jährigen nieder: Dr. Markus Grottke hat von 2000 bis 2007 an der Universität Passau ein Doppelstudium (Diplom Betriebswirtschaftslehre sowie Magister Philosophie, Literaturwissenschaft und Politikwissenschaft) absolviert. Zuvor ließ er sich bei der Deutschen Bank AG Hamburg zum Bankkaufmann ausbilden. Von Dezember 2005 bis August 2006 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Betriebswirtschaftliche Steuerlehre an der Universität Passau, von September 2006 bis September 2010 wissenschaftliche Mitarbeiter am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Revision und Unternehmensrechnung. Seit Oktober 2010 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Taxation an der Universität Passau tätig.

„Zuletzt habe ich mich insbesondere mit der Frage beschäftigt, inwiefern es möglich ist, abstrakte Eigenschaften von Steuersystemen zu finden, die es erlauben, die Entscheidungen von Wirtschaftssubjekten für bestimmte Investitionsalternativen durch die Besteuerung unbeeinflusst zu lassen“, sagt Markus Grottke über seine aktuelle Forschungsarbeit. „Hier untersuche ich gemeinsam mit meinem Habilitationsvater Markus Diller und Josef Schosser, ob es überhaupt möglich ist, eine solche Investitionsneutralität unter bestimmten Vorstellungen von Risiko und Risikozusammenhängen herzustellen.“ Praktisch ist das bei der Ausgestaltung von Steuersystemen von Bedeutung, weil sonst gegebenenfalls unbeabsichtigte Verzerrungen bei dem Investitionsverhalten der Steuerpflichtigen auftreten. 


Über die Auszeichnung

Der Wissenschaftlerpreis der Erich‑Gutenberg‑Arbeitsgemeinschaft wird jährlich "für herausragende betriebswirtschaftliche Leistungen an Nachwuchswissenschaftler, die originelle Beiträge zur Theorie der Unternehmung geleistet haben" verliehen. Er zeichnet Personen aus, die aus der Sicht der Wissenschaftlichen Kommission schon vor der Habilitation für die Aufgaben als Hochschullehrer auf dem Gebiet der Betriebswirtschaftslehre besonders zu empfehlen sind.

Die Erich‑Gutenberg‑Arbeitsgemeinschaft Köln e.V. ist eine wissenschaftliche Gesellschaft, die sich die Weiterentwicklung der betriebswirtschaftlichen Theorie der Unternehmung zum Ziel gesetzt hat. Sie hat über 260 Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, etwa je zur Hälfte Professorinnen und Professoren der Betriebswirtschaftslehre und wissenschaftlich interessierte Praktikerinnen und Praktiker. 

Katrina Jordan | 17.12.2013

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