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Masterstudienprogramm ALMA ermöglicht Alternativen zum Lehrerberuf

Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst hat das Projekt „Alternativen zum Lehrerberuf: Masterstudienprogramm für Lehramtsstudierende an der Universität Passau (ALMA)“ unter Leitung von Prof. Dr. Jutta Mägdefrau und dem Zentrum für Lehrerbildung der Universität Passau bewilligt. ALMA zielt auf eine Weiterqualifizierung von Lehramtsabsolventinnen und -absolventen, um ihnen berufliche Alternativen zum Schuldienst zu ermöglichen. Die Maßnahmen richten sich vorrangig an die Lehrämter Realschule und Gymnasium mit den Fächern Deutsch, Englisch und Geschichte.

Nicht jeder ausgebildete Lehrer wird in seinem Wunschberuf arbeiten können. Das Projekt ALMA will Passauer Lehramtsstudierenden deshalb Alternativen zum Schuldienst ermöglichen.
Nicht jeder ausgebildete Lehrer wird in seinem Wunschberuf arbeiten können. Das Projekt ALMA will Passauer Lehramtsstudierenden deshalb Alternativen zum Schuldienst ermöglichen.

„Die Arbeitsmarktlage für Lehramtsabsolventen wird in den kommenden Jahren schwieriger, so mancher fertig ausgebildete Lehrer wird voraussichtlich nicht in seinem Wunschberuf arbeiten können“, erklärt Prof. Dr. Jutta Mägdefrau, Sprecherin des Zentrums für Lehrerbildung und Fachdidaktik. „Daher fördert der Freistaat Bayern ab dem Wintersemester 2015/2016 Projekte, die sich auf eine Weiterqualifizierung von Lehramtsabsolventen durch zusätzliche Studienangebote richten.“

Der bestehende Masterstudiengang „Bildungs- und Erziehungsprozesse“ soll in den nächsten zwei Jahren so umgebaut werden, dass die Studierenden durch die Belegung von thematisch zusammenpassenden Veranstaltungen Kompetenzen für unterschiedliche, nicht-schulische Arbeitsfelder erwerben können. Dieses Angebot soll zukünftig allen Studierenden zur Verfügung stehen, richtet sich jedoch besonders an Studierende der Fächer Deutsch, Englisch und Geschichte.

„Lehramtsabsolventen können in vielen nicht-schulischen Bereichen arbeiten“, so Jutta Mägdefrau. „Durch die Schwerpunktsetzungen im Masterstudiengang lernen sie diese Handlungsfelder kennen und erwerben Kompetenzen, die ihnen den Berufseinstieg erleichtern werden. Sie werden Fachleute für die Gestaltung von Bildungsprozessen im nichtschulischen Raum.“ Im Rahmen des Projekts sind beispielsweise Weiterqualifikationen im Bereich der kulturellen Bildung oder der Erwachsenenbildung geplant. Im Rahmen des Projekts werden in Zusammenarbeit mit allen Fakultäten der Universität Studienangebote zusammengestellt, die diese zusätzlichen Qualifikationen anbahnen. Parallel dazu sollen Übergänge in andere Hauptfachstudiengänge erleichtert werden, falls man sich während des Lehramtsstudiums umentscheidet und den Weg ins Lehramt verlassen will.

Die geplanten Maßnahmen sind in drei Stufen unterteilt:
Zunächst soll ein Zertifikatsprogramm eingerichtet werden, das bereits immatrikulierten Studierenden Weiterqualifizierungsmöglichkeiten bietet, die ihnen dabei helfen, sich möglichst bald alternative Arbeitsmärkte zu erschließen. Im zweiten Schritt sollen diese Zertifikate dann zu Studienschwerpunkten im geänderten Masterstudiengang werden. Begleitet wird dies von Änderungen im bestehenden Bachelorstudiengang Realschullehramt: Durch Einrichtung eines sogenannten „Y-Modells“ soll Studierenden eine Entscheidung zwischen zwei Perspektiven (Lehramtsstudium oder Hauptfachstudium) frühzeitig ermöglicht werden. Als dritte Maßnahme im Rahmen des Projekts wird die Universität die Möglichkeit zum Erwerb eines Bachelorabschlusses zusätzlich zur Staatsprüfung für alle Lehrämter einführen.

Katrina Jordan | 23.10.2015

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