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Neue Wege in der Pädagogik



Neue Wege für Lehramtsstudierende an der Universität Passau

Ein Modellstudiengang eröffnet Lehramtsstudierenden neue Perspektiven jenseits des Schulsystems und ermöglicht flexiblen Wechsel zwischen den Fächern. Erste Absolventen bestätigen den Erfolg des in Bayern in dieser Form einzigartigen Konzeptes der Universität Passau.

Die Reform des Lehramtsstudiums in Bayern hat sich im Probelauf an der Universität Passau als Erfolg erwiesen. Erstmalig haben in diesem Jahr 12 Studierende des Modellstudiengangs „Schulische Bildungs- und Erziehungsprozesse – Master of Education” an der Universität Passau erfolgreich abgeschlossen. „Damit haben wir gezeigt, dass ein Umstieg vom linearen Studienaufbau eines klassischen Lehramtsstudiums hin zum in den meisten anderen Fächern üblichen modularen Bachelor-/Mastersystem möglich ist“, erklärt Prof. Dr. Jutta Mägdefrau, Inhaberin der Professur für Realschulpädagogik und -didaktik. Der Modellstudiengang verbindet die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen mit einem „Master of Education“. Die Absolventen profitieren dabei vor allem von einer freieren Berufswahl. Sie können etwa Module in Psychologie und (Medien-) Pädagogik belegen und erwerben dabei Wissen, dass sie für Bildungsinstitutionen jenseits der deutschen Realschule attraktiv macht. Ein Absolvent geht etwa für eine internationale Organisation nach Kambodscha, um dort beim Aufbau von Schulen zu helfen. Durch die bildungswissenschaftliche Ausrichtung steht auch der Weg in die Forschung offen. Derzeit beenden die Studierenden noch ihre Masterarbeiten im Bereich der empirischen pädagogisch-psychologischen oder fachdidaktischen Unterrichtsforschung. Sie behandeln dabei unter anderem Fragen nach der Verteilung von Aufmerksamkeit, ob also etwa Jungen und Mädchen unterschiedlich häufig von ihren Lehrpersonen aufgerufen werden.

„Ziel des Modellstudiengangs ist auch eine höhere Durchlässigkeit. Die Studierenden sollen die Freiheit haben, während des Studiums andere Chancen wahrzunehmen, ohne wieder bei Null anzufangen“, erklärt Professorin Mägdefrau. Im Bachelor studieren sie ein Fach vertieft, um noch einen Wechsel in andere Berufe möglich zu machen – etwa durch einen Umstieg in ein Wirtschafts- oder Kulturwirt-Studium. Auch der Wechsel ins gymnasiale Lehramt ist im Modellstudiengang vereinfacht. „Der Master wiederum bietet ein intensives pädagogisch-psychologisches Studium, so dass die angehenden Junglehrer und Lehrerinnen optimal vorbereitet in den schulischen Alltag gehen“, so Mägdefrau. Der Master steht auch Absolventen anderer Universitäten offen sowie Lehrkräften, die nach einer Zeit im Beruf eine Weiterqualifizierung anstreben.

Die Einschreibefrist für den zulassungsfreien Bachelor of Education endet am 9. September. Das Studium beginnt mit einer Orientierungswoche vom 10. bis 14. Oktober. Für Fragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitsbereichs Realschulpädagogik unter service_realschulpaedagogikatuni-passau.de gerne zur Verfügung.

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Hinweis an die Redaktionen: Rückfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte an die Pressestelle der Universität Passau, Tel. 0851 509-1430 oder an Prof. Dr. Jutta Mägdefrau, Tel. 0851 509-2825.

Steffen Becker | 31.08.2011

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