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Neustart nach der Flut: Universität Passau erstellt städteplanerisches Entwicklungskonzept für Simbach/Inn

Nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe in Simbach/Inn vom Juni 2016 ist das oberste Ziel, wieder eine belebte Innenstadt mit zahlreichen geöffneten Geschäften zu schaffen. Ein Forschungsteam der Universität Passau erarbeitet unter Leitung von Prof. Dr. Werner Gamerith und Janine Maier derzeit ein städteplanerisches Entwicklungskonzept für die Simbacher Innenstadt. In Form von Handlungsempfehlungen werden die Ergebnisse im Herbst 2017 der Öffentlichkeit sowie der Stadt Simbach am Inn zugänglich gemacht.

Das Forschungsteam der Professur für Regionale Geographie wird mittels Begehungen, Kartierungen, Experteninterviews und Befragungen Gebäudestrukturen und aktuelle Nutzungen erfassen und die Resultate zu einem Rahmenkonzept zusammenführen. Der Projektauftrag an die Passauer Geographinnen und Geographen ist Teil eines umfangreichen Sanierungsplans der Stadt Simbach am Inn. In Reaktion auf das Hochwasserereignis erstellt unter Federführung des Architekturbüros Wenzl (Passau) eine Expertengruppe aus Verkehrsplanern der Firma Transver Gmbh, Landschaftsarchitekten der Firma Mahl Gebhard Konzepte und der Professur für Regionale Geographie der Universität Passau ein koordiniertes Gesamtkonzept für den östlichen Teil der Innenstadt Simbachs am Inn entlang der Innstraße und des Simbachs. Hauptaspekte der Planung sind eine passende Wieder- oder Neunutzung der beim Hochwasser zwar beschädigten, aber reparablen Gebäude sowie eine Flächenplanung für freie oder frei werdende Areale. Eine Veränderung der Verkehrsführung steht dabei ebenfalls zur Diskussion.

„Die Stadt Simbach betrachtet das Naturereignis unter anderem als Chance, ein auf sozialen Ausgleich ausgerichtetes und an die regionalen Potenziale angepasstes Stadtentwicklungskonzept zu schaffen – für uns in der Wissenschaft ist dies eine ganz besonders reizvolle Aufgabe, zu der wir gerne einen Beitrag leisten wollen“, betont Prof. Dr. Werner Gamerith. „Alle Bürgerinnen und Bürger sollen weitestgehend in die Planungsprozesse eingebunden werden. Diesbezüglich sind im Rahmen der Konzepterstellung öffentliche Workshops geplant.“

Katrina Jordan | 26.04.2017

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