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Problemlösung per Smartphone

Die Universität Passau und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Deggendorf entwickeln gemeinsam mobile multimediale Hilfesysteme für technische Anwendungen in klein- und mittelständischen Unternehmen. Das Projekt „MobileTechTeach“ wird vom Europäischen Sozialfonds gefördert und beinhaltet die Programmierung einer Applikation sowie einen umfassenden Wissenstransfer in regionale Unternehmen durch Beratungs- und Schulungsangebote.

Problemlösung per SmartphoneEuropäischer Sozialfond

Ziel des Projekts „MobileTechTeach“ ist es, mobile multimediale Hilfesysteme für technische Anwendungen in klein- und mittelständischen Unternehmen zu etablieren. Im Projekt entsteht zunächst eine Applikation für regionaltypische Szenarios in Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Heizungs- und Sanitärbereich sowie dem IT-Bereich. „Die im Projekt gewonnenen Erfahrungen sowie die implementierten Systeme können aber auch auf weitere Bereiche angewandt werden. Insbesondere eignen sich Umgebungen, in denen wiederkehrende komplexe Prozesse dokumentiert werden, beispielsweise Autowerkstätten, Elektriker oder Möbelhäuser“, sagt Prof. Dr.-Ing. Andreas Grzemba, der das Projekt zusammen mit Prof. Dr. Harald Kosch vom Lehrstuhl für Verteilte Informationssysteme der Universität Passau leitet.

„Anders als herkömmliche textbasierte Hilfesysteme erklärt die Applikation komplizierte Sachverhalte kurz und einfach mittels visueller Darstellungen und in Video-Beispielen“, erklärt Britta Meixner, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Verteilte Informationssysteme. Zurzeit werden Videos zum Thema Heizung und Sanitär in Zusammenarbeit mit der Firma KERMI/Plattling produziert, die in der Applikation eingesetzt werden sollen. Mit Hilfe der Applikation können  Mitarbeiter zukünftig mit ihren Smartphones und Tablets Probleme vor Ort aufnehmen und melden, Hinweise zu bereits gelösten Problemen abfragen und sich Lösungsvorschläge von Kollegen übermitteln lassen. „Tritt bei einer Installation ein Problem auf, das im ursprünglichen Material nicht dokumentiert ist und findet der Mitarbeiter vor Ort eine Lösung, so kann er diese mittels Bildern und beschreibenden Texten dokumentieren und die Applikation dadurch selbst erweitern“, so Meixner. Auch Schulungen können direkt am jeweiligen Gerät stattfinden.

Neben der Modellierung und Entwicklung von Hilfesystemen und deren Inhalten sieht das Projekt auch einen umfassenden Wissenstransfer in Form von Beratungs- und Schulungsangeboten vor. „Unternehmen sollen zum einen in der Erstellung eigener, für ihr Unternehmen relevanter Anleitungen mit Hilfesystem geschult werden. Erfahrungen und Anforderungen der Projektpartner sollen  in enger Zusammenarbeit in das Hilfesystem integriert werden“, sagt Prof. Dr. Harald Kosch. „Zum anderen werden technisch versierte Mitarbeiter durch strukturierte Kurse darin geschult, ihr Hilfesystem durch eigene Programm-Module zu erweitern“. Hierzu finden unter der Leitung von Prof. Ernst Jürgens und Laboringenieurin Ilona Kravagna von der Hochschule Deggendorf  Kurse zum Videodreh und zur Nachbearbeitung, sowie weitere Schulungen zu relevanten Themen im Filmbereich statt

Katrina Jordan | 28.03.2013

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