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Universität Passau: Deutscher Studienpreis für Dr. Daniela Wawra



„MYTHOS MARKT?“ Kulturwissenschaftlerin erhält für ihren Wettbewerbsbeitrag einen dritten Preis

Unter dem Titel „Mythos Markt? Die ökonomische, rechtliche und soziale Gestaltung der Arbeitswelt“ schrieb die Körber-Stiftung im Rahmen des Deutschen Studienpreises im Februar vergangenen Jahres einen „Wettbewerb für junge Forschung“ aus. Dr. Daniela Wawra, Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Englische Sprache und Kultur an der Universität Passau, erhielt für ihren Wettbewerbsbeitrag – „Männer und Frauen im Job Interview: Gleiche Chancen?“ – einen mit 500 Euro dotierten 3. Preis. Die Preisverleihung findet am 2. Mai in Berlin statt.

Der Beitrag von Dr. Daniela Wawra beschäftigt sich mit dem unterschiedlichen Verhalten von Frauen und Männern im Bewerbungsgespräch. Wawra kam zu einem klaren Ergebnis: Frauen verkaufen sich in Bewerbungsgesprächen tendenziell schlechter als Männer. Dies kann dazu führen, dass die Fähigkeiten und Qualifikationen von Bewerberinnen unterschätzt werden. Die Konsequenz ist, dass Bewerberinnen, die eigentlich für die zu besetzende Stelle bestens geeignet wären, nicht eingestellt werden. Um zu einer adäquateren Beurteilung zu kommen, müssen die Personalverantwortlichen daher wissen, wo es Unterschiede zwischen den Geschlechtern in der Art ihrer Selbstdarstellung gibt. Dieses Wissen können sie sich durch entsprechende Handreichungen, Schulungen im Rahmen von Vorträgen und durch Workshops mit praktischen Rollenspielkomponenten aneignen. Diese Maßnahmen können dabei helfen, im Bewerbungsgespräch ein korrekteres Bild von Bewerberinnen zu bekommen. So kann sichergestellt werden, dass Frauen entsprechend ihren Fähigkeiten eingesetzt werden. Dies trägt zu einer gerechteren Gestaltung der Arbeitswelt bei und kommt letztlich dem Unternehmenserfolg zu Gute, so Wawra.

Die Jury lobte an der Arbeit insbesondere die hohe Praxisrelevanz. Und: Dr. Daniela Wawra habe es geschafft, das Thema transparent darzustellen, so dass ein gesellschaftlicher Diskurs ermöglicht wird.

„Hauptsache Arbeit“ als Rahmenthema des Deutschen Studienpreises

„Das politische Schlagwort der Gegenwart heißt Arbeit“ stellt die Körberstiftung auf ihrer Homepage fest. Daher lautet das Rahmenthema des Deutschen Studienpreises der Körber-Stiftung von 2004 bis 2006 „Hauptsache Arbeit“.

Der Wettbewerb 2004 galt dem Bereich, um den fast alle dieser aktuellen Fragen und Debatten kreisen: dem Arbeitsmarkt. Wenn uns tatsächlich, wie viele meinen, die traditionelle Erwerbsarbeit ausgeht, dann steht die (Arbeits-)Gesellschaft und mit ihr das System der sozialen Sicherung vor einem grundlegenden Umbruch.

Der deutsche Studienpreis möchte in diesen Debatten denjenigen eine Stimme geben, deren zukünftige Arbeitswelt heute gestaltet wird. Daher rief die Körber-Stiftung im Februar 2004 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bis 30 Jahre dazu auf, Arbeiten, die sich mit dem Rahmenthema der Stiftung befassen, einzusenden. Zentrale Kriterien der Bewertung waren die Originalität der Idee sowie die wissenschaftliche Qualität, Praxisrelevanz und Verständlichkeit des Beitrags.

Die Körber-Stiftung ist privat und gemeinnützig. Sie verdankt ihre Existenz dem Unternehmer, Erfinder und Stifter Kurt A. Körber, der sich mutig und unkonventionell für das Gemeinwohl eingesetzt hat. Nach dem Vorbild stellt seine Stiftung unternehmerische Erträge in den Dienst der Gesellschaft. Die Körber-Stiftung versteht sich als operative Stiftung; sie initiiert und betreibt Aktivitäten in eigener Verantwortung. Sie ist unabhängig und damit frei von parteipolitischen und konfessionellen Bindungen, sie engagiert sich in der Gesellschaft, ohne damit wirtschaftliche Interessen zu verfolgen. Mit ihrer Arbeit will sie sich insbesondere zukünftigen Herausforderungen der Gesellschaft stellen: Aus bürgerlicher Verantwortung fühlt sich die Körber-Stiftung verpflichtet, aufkommende Probleme unserer Gesellschaft und der internationalen Gemeinschaft bewusst zu machen und Lösungsvorschläge anzuregen.

Weitere Informationen: www.stiftung.koerber.de/

 

Thoralf Dietz | 18.03.2005

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