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Universität Passau erforscht neues Verständnis von Modellierung in den Geisteswissenschaften

Gemeinsam mit Forscherinnen und Forschern aus Deutschland, Italien und dem Vereinigten Königreich erforscht Dr. Øyvind Eide, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Digital Humanities der Universität Passau, ein neues Verständnis von Modellierung in den Geisteswissenschaften. Das Forschungsprojekt mit dem Titel "Modelling between digital and humanities: thinking in practice" wird von der VolkswagenStiftung im Rahmen der renommierten Initiative "Originalitätsverdacht? – Neue Optionen für die Geistes- und Kulturwissenschaften" gefördert.

Worin bestehen die Vorteile der digitalen Modellierung? Was können wir durch Modellierungen lernen? Und wie verändern Modellierungen unsere Wahrnehmungen und Konzeptualisierungen? Mit diesen und anderen Fragen setzt sich die Forschungsgruppe um Øyvind Eide in dem Projekt "Modelling between digital and humanities: thinking in practice auseinander. "Wir wollen durch unsere Forschung nachvollziehbar machen, wie Modellierungen in den digitalen Geisteswissenschaften eingesetzt werden", erklärt Øyvind Eide die Zielsetzung des Forschungsprojekts. 

Hinter dem Projekt stehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Cologne Center for eHumanities (CCeH) der Universität zu Köln, dem Department of Humanities der Roehampton University, London, dem National Research Council (CNR) des Istituto per il Lessico Intellettuale Europeo e Storia delle Idee (ILIESI), Rom sowie dem Lehrstuhl für Digital Humanities der Universität Passau.  

In Disziplinen wie den Biowissenschaften, der Ökonomie, der Psychologie oder den Digital Humanities ist Modellierung eine zentrale Technik, um aus durch Beobachtung gewonnenen Daten über soziale Phänomene verlässliche Erkenntnisse abzuleiten. In der Forschung ist jedoch umstritten, was genau mit Begriffen wie "Modell" und "Modellierung" gemeint ist. Vor diesem Hintergrund untersucht das multinationale Konsortium um Øyvind Eide die interdisziplinäre Literatur zum Thema "Modellierung. "Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzudecken und dadurch ein integriertes Verständnis von Modellen zu ermöglichen, das über die jeweiligen Disziplingrenzen hinausgeht", so Eide. Zudem veranstaltet das Forschungsteam international besetzte Workshops und Gastaufenthalte, um ihre Expertise in die theoretische Modellierungsdebatte einzubringen. Zum Abschluss des Projekts wird der Erkenntnisfortschritt in einer Open Access-Publikation zusammengefasst und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Das Projekt wird seit April 2016 für eine Laufzeit von 18 Monaten durch die VolkswagenStiftung im Rahmen der 2014 gestarteten Initiative "Originalitätsverdacht? – Neue Optionen für die Geistes- und Kulturwissenschaften" gefördert. Ziel der Förderinitiative ist die Exploration von Forschungsideen mit erkenntnisgewinnender Originalität aus den Geistes- und Kulturwissenschaften.

Schöne Grüße vom Campus!

Katrina Jordan | 29.06.2016

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