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Universität Passau führt Leitlinien zu den Beschäftigungs- und Qualifikationsbedingungen des wissenschaftlichen Nachwuchses ein

Die Universität Passau hat Leitlinien zu den Beschäftigungs- und Qualifikationsbedingungen des wissenschaftlichen Nachwuchses eingeführt. Ziel der Selbstverpflichtung: Mehr Fairness und Transparenz in den Rahmenbedingungen für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, insbesondere im Hinblick auf die Befristung von Verträgen und den Umfang der Arbeitszeit.

Freude über die neuen Leitlinien: Vizepräsident Prof. Dr. Harry Haupt (r.) und die Mittelbau-Vertreter Andreas Landes (v. l.), Dr. Marcus Antonio Giamattei und Andreas Stahlbauer. Foto: Universität Passau
Freude über die neuen Leitlinien: Vizepräsident Prof. Dr. Harry Haupt (r.) und die Mittelbau-Vertreter Andreas Landes (v. l.), Dr. Marcus Antonio Giamattei und Andreas Stahlbauer. Foto: Universität Passau

Präsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth: "Die Universität Passau misst der frühzeitigen und konsequenten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses bei seiner Qualifizierung eine zentrale strategische Bedeutung bei. Sie möchte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern faire und transparente Rahmenbedingungen bieten, damit an der Universität exzellent geforscht werden kann." Um dieses Ziel nachhaltig zu verfolgen, hat die Universitätsleitung im Sommersemester 2017 Leitlinien zu den Beschäftigungs- und Qualifikationsbedingungen des wissenschaftlichen Nachwuchses verabschiedet, die nun in letzter Instanz vom Senat der Universität bestätigt wurden. Die Präsidentin sprach allen Stellen und Gremien, die an der Ausarbeitung der Leitlinien mitgewirkt haben, ihren Dank aus.

"Durch die Leitlinien verpflichtet sich die Universität Passau dazu, die Dauer der Befristung von Arbeitsverträgen und den Umfang der Arbeitszeit des wissenschaftlichen Nachwuchses so zu gestalten, dass diese in einem angemessenen Verhältnis zu ihrem Qualifizierungsziel stehen", erklärt Prof. Dr. Harry Haupt, Vizepräsident für Forschung und Nachwuchsförderung. "Wir wollen universitätsweite, einheitliche Standards schaffen, damit alle beschäftigten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler ihr jeweiliges Qualifizierungsziel - die Promotion oder die Habilitation - unter verlässlichen Beschäftigungsbedingungen verfolgen können."

Dr. Marcus Antonio Giamattei, Sprecher des Mittelbau-Konvents, begrüßt die Leitlinien als wichtigen Schritt hin zu mehr Sichtbarkeit des wissenschaftlichen Nachwuchses der gesamten Universität: "'Mittelbau' ist für viele ein Begriff, mit dem sie nicht viel anfangen können. Dabei ist der Mittelbau das Grundgerüst für das Funktionieren einer Universität." Der akademische Mittelbau umfasst alle wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Akademischen Rätinnen und Räte und damit den Teil des Personals, mit dem Studierende tagtäglich interagieren. "In Passau pflegen wir einen kurzen Draht zur Universitätsleitung, wo unsere Mittelbauinteressen immer auf ein offenes Ohr treffen", so Marcus Giamattei weiter.

Nachwuchsförderung an der Universität Passau

Der Doktor ist der höchste akademische Grad und die erste Voraussetzung für eine professorale Laufbahn. Promotionsvorhaben können als individuell betreutes Projekt, im Rahmen einer Anstellung an einem Lehrstuhl oder als Teil eines Promotionsprogramms in einer der derzeit sechs Graduiertenschulen und -kollegs durchgeführt werden. An der Universität Passau bildet das Graduiertenzentrum über alle Fakultäten hinweg das institutionelle Dach für alle Promovierenden. Hier können sich junge Forscherinnen und Forscher unabhängig von ihrem Fachgebiet in den Bereichen wissenschaftliche Methodik, gute wissenschaftliche Praxis, Hochschuldidaktik und Wissenschaftsmanagement qualifizieren. Zugleich stellt das Graduiertenzentrum als zentrale Einrichtung den "Knotenpunkt" dar, an dem alle weiteren Leistungen und Services für die Promotions-, Post-Doc und Habilitationsphase zusammenlaufen, etwa aus den Bereichen Forschungsförderung, Gleichstellung, Frauenförderung, Karriere und Kompetenzen.

Katrina Jordan | 21.08.2017

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