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EU-Großprojekt EEXCESS

Den Schatz an kulturellen oder wissenschaftlichen Inhalten zum Nutzen aller User offen legen, ist das Ziel des Forschungsprojektes "Enhancing Europe's eXchange in Cultural Educational and Scientific Resources – EEXCESS".

Universität Passau übernimmt wissenschaftliche Leitung des EU-Großprojekts EEXCESS

Wissenschaftliche Forschungsergebnisse, historische Tondokumente, Bilder von Skulpturen, Filme oder Noten – das Potenzial dieser Forschungs- und Bildungsinhalte für Wissenschaft und Ausbildung ist momentan weitgehend ungenutzt. "Derzeit ist kulturelles Spezialwissen, wie es beispielweise Museen, Bibliotheken und wissenschaftliche Einrichtungen zur Verfügung stellen, nur schwer im World Wide Web zu finden. Es geht  in der Masse der meist kommerziell ausgerichteten Webseiten unter. Die Lösung liegt darin, dass Museen, Bibliotheken und wissenschaftliche Einrichtungen die vielfältigen Möglichkeiten des Web 2.0 nutzen, um digitale Kulturgüter und digital verfügbares Wissen möglichst zielgerichtet an den Mann oder an die Frau zu bringen. Wir müssen die Inhalte zu den Benutzern und Benutzerinnen bringen, nicht umgekehrt", sagt Prof. Dr. Michael Granitzer, Professor für Informatik mit Schwerpunkt Medieninformatik, bei dem das Projekt angesiedelt ist.

Zehn Partnerinstitutionen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Großbritannien arbeiten unter Granitzers wissenschaftlicher Leitung daran, im Web und in Social-Media-Kanälen verfügbare Inhalte wie Bilder, Videos, Infografiken, Statistiken und Texte mittels personen- und kontextbezogener Empfehlungstechnologien mit kulturellen und wissenschaftlichen Inhalten anzureichern. Im Mittelpunkt steht der sogenannte Long Tail Content, d.h. relevante und hochqualitative Spezialinhalte. „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Schülerinnen, Schüler und Studierende, sowie die breite Öffentlichkeit werden dann unmittelbar dort mit hochqualitativen Empfehlungen versorgt, wo sie gerade arbeiten – und das passend zu ihrem jeweiligen Kenntnisstand“, erklärt Granitzer.

Im Projekt EEXCESS befasst sich die Universität Passau vorrangig mit Nutzer- und Nutzungsanalysen unter Beibehaltung der Privatsphäre, sowie mit der Darstellung der Spezialinhalte und ihrer Integration in das World Wide Web. Es wird von der Europäischen Union im 7. Forschungsrahmenprogramm gefördert. Die wissenschaftliche Leitung des europäischen Forschungskonsortiums liegt bei der Universität Passau

Neben der Universität Passau sind folgende Partnerinstitutionen beteiligt: JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH (Österreich); Kanton Basel Landschaft (Schweiz); bit media e-Learning solution GmbH & Co KG (Österreich); Collections Trust LBG (Großbritannien); Institut National des Sciences Appliquées de Lyon (INSA) (Frankreich); Know-Center GmbH (Österreich); Mendeley Ltd. (Großbritannien); inmediaONE GmbH (Deutschland) sowie ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (Deutschland). Die Laufzeit des Projektes beträgt 42 Monate.

Katrina Jordan | 23.03.2013

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Weitere Informationen auf der Projekt-Webseite: www.eexcess.eu

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Tel.: +49 851 509-1439 kommunikationatuni-passau.de

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