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Universität Passau und INSA Lyon feiern zehn Jahre Zusammenarbeit

Eine fruchtbare Partnerschaft feiert Geburtstag: Seit einem Jahrzehnt betreiben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Passau und des Institut National des Sciences Appliquées (INSA) Lyon in internationalem Rahmen Forschung, Wissens- und Technologietransfer sowie ein gemeinsames Promotionsprogramm; seit acht Jahren mit Verstärkung durch die Università degli Studi di Milano. Bei einem Festakt am 11. Dezember an der Universität Passau feierten hochrangige Vertreterinnen und Vertreter sowie Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter aus ganz Europa die bisherigen Erfolge – und die tiefe Freundschaft, die in dieser Zeit gewachsen ist.

Freuen sich über ein Jahrzehnt fruchtbarer Zusammenarbeit: Präsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth und Dr. Marie-Pierre Favre, Vizepräsidentin für internationale Beziehungen der INSA Lyon, sowie (2. Reihe von links) Dr. Gabriele Gianini (Università degli Studi di Milano), Prof. Dr. Michael Granitzer, Prof. Dr. Harald Kosch (beide Universität Passau), Prof. Lionel Brunie (INSA Lyon), Paul Alibert (Französische Botschaft München), Ministerialrat Michael Köller (Bayerische Staatskanzlei), Roland Wossidlo (Atos International Germany GmbH) und Axel Honsdorf (BayFrance). Foto: Tarek Awwad
Freuen sich über ein Jahrzehnt fruchtbarer Zusammenarbeit: Präsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth und Dr. Marie-Pierre Favre, Vizepräsidentin für internationale Beziehungen der INSA Lyon, sowie (2. Reihe von links) Dr. Gabriele Gianini (Università degli Studi di Milano), Prof. Dr. Michael Granitzer, Prof. Dr. Harald Kosch (beide Universität Passau), Prof. Lionel Brunie (INSA Lyon), Paul Alibert (Französische Botschaft München), Ministerialrat Michael Köller (Bayerische Staatskanzlei), Roland Wossidlo (Atos International Germany GmbH) und Axel Honsdorf (BayFrance). Foto: Tarek Awwad

Am Ende des offiziellen Programms steht Prof. Dr. Harald Kosch die Rührung ins Gesicht geschrieben: Als deutscher Koordinator der Partnerschaft mit der INSA Lyon engagiert sich der Informatiker seit zehn Jahren intensiv für die gemeinsame Sache. Begonnen hat diese bereits in den 1990er-Jahren in kleinstem Rahmen als Zusammenarbeit der Studienfreunde Harald Kosch und Lionel Brunie, Professor für Informatik am INSA und französischer Koordnator, - inzwischen ist daraus ein vielfältiges und tragfähiges europäisches Netzwerk geworden, das junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Frankreich und Deutschland intensiv und praxisnah auf ihrem Weg zum doppelten Doktortitel begleitet und darüber hinaus regen Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft betreibt.

Zum Einstieg in den Abend fassten Kosch und Brunie gemeinsam mit ihrem italienischen Kollegen Dr. Gabriele Gianini sowie dem Dekan der Fakultät für Informatik und Mathematik Prof. Dr. Michael Granitzer die wichtigsten Meilensteine und Erfolge der Kooperation zusammen, die von Anfang an die Forschung in den Mittelpunkt stellte. Was mit der Etablierung eines binationalen Doktorandenprogramms zunächst organisch heranwuchs, fand 2016 in der Gründung des trinationalen International Research and Innovation Center in Intelligent Digital Systems (IRIXYS) sein institutionelles Dach. IRIXYS bildet seither als gemeinsame Plattform das virtuelle organisatorische Herzstück der bisherigen Zusammenarbeit im Bereich Digitalisierung und ist zugleich Ausgangspunkt für weitere Kooperationen mit relevanten Institutionen und Unternehmen in Bayern, Deutschland und weltweit.

Dr. Paul Alibert, Attaché für wissenschaftliche und akademische Zusammenarbeit bei der Französischen Botschaft in München, hielt eine humorvolle Lobrede auf die gelungene Partnerschaft und würdigte inbesondere den individuellen Einsatz der beteiligten Wissenschaftler und deren Engagement für die europäische Verständigung.

Ministerialrat Michael Köller, in der Bayerischen Staatskanzlei zuständig für EU-Politik und internationale Beziehungen, überbrachte die Grüße der Bayerischen Staatsregierung. Politik könne stets nur den Rahmen für grenzübergreifende wissenschaftliche Zusammenarbeit setzen. "Es ist außerordentlich spannend zu sehen, wie es Ihnen gelingt, diesen Rahmen mit Leben zu füllen", so Köller. Für die Wirtschaft und Gesellschaft der beteiligten Länder sei diese Form der wissenschaftlichen Vernetzung besonders wertvoll.

Dr. Marie-Pierre Favre, Vizepräsidentin für internationale Beziehungen der INSA Lyon, hob in ihrer Festrede die starke gemeinsame Basis der Hochschulen hervor, die sich durch innovative Lehre, exzellente Forschung, aber auch ein Bewusstsein für die gesellschaftliche Verpflichtung der Wissenschaft auszeichne. Die Kooperation sei bestens für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet. "Es wurde bereits eine Menge erreicht und ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam noch viel mehr erreichen können", so Favre.

Axel Honsdorf, Geschäftsführer des Bayerisch-Französischen Hochschulzentrums (BayFrance) führte den rund 80 Gästen die Anfänge und Verdienste des deutsch-französischen Doktorandenprogramms vor Augen. Welche Mehrwerte und welche Bedeutung die Zusammenarbeit mit dem Hochschul-Trio für die Wirtschaft hat, zeigte Roland Wossidlo, Finanzchef von Atos International Germany GmbH in München, in seinem Grußwort auf. Der französische IT-Dienstleister ist seit 2015 Partner und Unterstützer des Doktorandenprogramms. Erfahrungen aus erster Hand teilten die Promovenden Johannes Jurgovsky und Yvan Lucas.

"Präsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth schloss den Festakt mit großem Lob an die Beteiligten, die neben allem fachlichen Engagement auch die europäische Freundschaft in die wissenschaftliche Verbindung einbrächten. "Deshalb denken wir auch mit der INSA Lyon über die Idee des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron zur Gründung von Universitäten für Europa nach und wollen uns gemeinsam für eine entsprechende Förderung bewerben", so Jungwirth.

Harald Kosch blickt auf die Events in 2019, die 3. Deutsch-Französische Sommerschule in Transfer-Learning zusammen mit Atos SE und der Siemens AG Anfang Juni in Passau, drei geplante Abschlüsse binationaler Promotionsverfahren (Cotutelle-Verfahren) und zwei Forschungs-Workshops des DFH/UFA-Doktorandenkollegs zwischen der INSA de Lyon und der Universität Passau.

Katrina Jordan | 18.01.2019

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