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Zielvereinbarung zwischen Uni Passau und Freistaat Bayern unterzeichnet



Wissenschaftsminister Dr. Thomas Goppel
und Rektor Prof. Dr. Walter Schweitzer
unterzeichnen die Zielvereinbarungen für die
Universität Passau.

Am vergangenen Freitag (21. Juli) haben die Rektoren und Präsidenten der bayerischen Universitäten und Fachhochschulen gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Thomas Goppel, individuelle Zielvereinbarungen zwischen ihren jeweiligen Einrichtungen und dem Freistaat Bayern unterzeichnet, in denen die Entwicklungsziele der nächsten Jahre festgehalten werden.

Die Zielvereinbarungen sind Ausdruck des neuen partnerschaftlichen Verhältnisses von Staat und Universitäten und Fachhochschulen. Die Zielvereinbarungen haben eine Laufzeit bis zum Ende des Jahres 2008 und ersetzen die bisherigen Hochschulentwicklungspläne mit ihren zumeist unverbindlichen und abstrakt gehaltenen Strukturüberlegungen. In den Zielvereinbarungen werden konkrete und messbare Ziele vereinbart. Ihr Gegenstand sind insbesondere die mehrjährige strategische Entwicklung und Profilbildung der einzelnen Hochschule wie der Ausbau fachlicher Schwerpunkte.

Zu den hochschulübergreifenden Ziele gehören unter anderem die rasche Umstellung auf Bachelor-/ Masterstrukturen; der Aufbau eines leistungsfähigen Rechnungs- und Berichtswesens mit Kostenleistungsrechnung; der Aufbau eines Qualitätsmanagements für Forschung und Lehre und die Bewältigung der steigenden Studentenzahlen durch gesteigerte Anfänger- und Absolventenzahlen.

Zwischen den einzelnen Universitäten bzw. Fachhochschulen soll es künftig noch engere Kooperationen in Forschung, Lehre und bei der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses geben, das Fächerspektrum soll weiter optimiert werden und es sollen neue zukunftsorientierte Schwerpunkten entwickelt werden.

Zielvereinbarungen für die Universität Passau
Seit ihrer Gründung 1978 hat sich die Universität Passau zu einer anerkannten und renommierten wissenschaftlichen Hochschule entwickelt. Ihre fünf Fakultäten sind interkulturell ausgerichtet, leistungs- und praxisorientiert. Ihre besondere Stärke liegt in der interdisziplinären Vernetzung in der Lehre. Diese Stärke soll sich künftig auch in besonderen Forschungserfolgen niederschlagen. Internationalität hat an der Universität einen hohen Stellenwert.

In Lehre und Forschung sollen weiterhin die bisherigen Profilbereiche Kulturwirtschaft, Internationalisierung und Sprachenerwerb, Informatik und Informationstechnologie, Recht und Wirtschaft sowie Lehrerbildung die Entwicklung der Universität Passau bestimmen. In der Lehre wird die Universität mit der konsequenten Umstellung auf Bachelor- und Masterabschlüsse ihr Studienangebot auf die oben genannten Profilbereiche konzentrieren. Hierbei setzt sie besonders auf die weitere Stärkung der Schlüsselqualifikationen (insbesondere zum Thema Interkulturelle Kompetenz), weitere Profilschärfung im Bereich Kulturwirtschaft durch Stärkung der wirtschaftswissenschaftlichen Kompetenz sowie des Bereiches Interkulturelle Kommunikation, Erweiterung der Lehrerbildung durch die Bereiche Realschulpädagogik und Empirische Unterrichtsforschung, klare Schwerpunktbildung in der Juristenausbildung und erweiterte Schwerpunktbildung in den Wirtschaftswissenschaften (z. B. im Bereich Marketing). Kooperationen mit der Universität Regensburg und der Fachhochschule Deggendorf sollen den wissenschaftlichen Austausch und Lehrtransfer in einzelnen Fächern gewährleisten.

Die universitären Schwerpunkte in der Forschung orientieren sich ebenfalls an den definierten Profilbereichen. Dabei werden insbesondere auf den Gebieten mit verstärkter und erweiterter Schwerpunktbildung sowie Profilschärfung künftig besondere Forschungsaktivitäten erwartet.

Strukturelle Veränderungen im Bereich der Professuren ermöglichen in einer ersten Stufe unter anderem den Aufbau des interdisziplinären Schwerpunkts IT-Sicherheit, Sicherheitsrecht und Sicherheitsmanagement, des Lehrstuhls für Interkulturelle Kommunikation sowie des Forschungscampus Informatik.

Internationalisierung
Die Universität Passau weist einen hohen Grad an Internationalisierung auf. Im Kalenderjahr 2004 hat sie vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) eine Gesamtfördersumme von 1.345.614 Euro erhalten. Im nationalen Vergleich erhielt die Universität Passau im Jahr 2004, bezogen auf die Zahl der Studierenden im 3. Hochschuljahr, bayernweit die meisten Mittel vom DAAD für die Förderung von ausländischen und deutschen Studierenden. Über SOKRATES/ERASMUS gingen im akademischen Jahr 2004/2005 231 Passauer Studierende ins Ausland, 145 Gaststudierende wurden für einen Studienaufenthalt an der Universität Passau gefördert. Im Kalenderjahr 2004 gab es an der Universität Passau vier Humboldtstipendiaten. Doppel- bzw. Tripeldiplome konnten im Studienjahr 2005/2006 in den Diplomstudiengängen Betriebswirtschaftslehre und Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien erworben werden.

Angestrebt wird die Erhöhung der Anzahl von ausländischen Studierenden, die über SOKRATES/ERASMUS einen Studienaufenthalt an der Universität Passau verbringen. Gesteigert werden soll die Zahl der Humboldt-Stipendiaten. Hier sollen attraktive Promotionsprogramme und Graduiertenkollegs Anreiz auch für ausländische Nachwuchswissenschaftler bieten.

Dem Abschluss der individuellen Zielvereinbarungen sind mehrere Schritte vorausgegangen: Im Innovationsbündnis zwischen der bayerischen Staatsregierung und allen bayerischen staatlichen Hochschulen wurden gemeinsam die allgemeinen hochschulpolitischen Ziele definiert. Außerdem bekamen die Hochschulen finanzielle Planungssicherheit bis Ende 2008 und damit die notwendige gesicherte Grundlage für eine umfassende Umstrukturierung. Parallel dazu wurde auf der Grundlage der Empfehlungen einer internationalen Expertenkommission in enger Abstimmung mit den Hochschulen ein Optimierungskonzept für die bayerischen Hochschulen erarbeitet. Dieses sieht eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz und Leistungsfähigkeit der Hochschulen vor. Diese Ziele wurden nun in den Zielvereinbarungen konkretisiert. Das neue Hochschulgesetz führt die Zielvereinbarungen in das Hochschulrecht ein und gibt den Universitäten und Fachhochschulen die nötigen Instrumente für ein effizientes und eigenverantwortliches Umsetzen ihrer Ziele.

Weitere Informationen und die vollständigen Zielvereinbarungen aller Universitäten sind zu finden unter:
www.stmwfk.bayern.de/hs_zielvereinbarungen.html

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Thoralf Dietz | 27.07.2006

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