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1. Tag der Mathematik an der Universität Passau

Die Universität Passau hat am 10. Februar erstmals einen Tag der Mathematik für Schülerinnen und Schüler aus der Region veranstaltet. Rund 150 Schülerinnen und Schüler aus Passau, Waldkirchen, Zwiesel und Grafenau nahmen an dem Programm teil, das Einblicke in verschiedene Bereiche der Mathematik sowie in Studien- und Berufsmöglichkeiten bot.

Ein Fußball ist auch nur Geometrie: Prof. Dr. Brigitte Forster-Heinlein zeigt Christoph Pöhn (Gymnasium Zwiesel), wie man ihn aus Fünf- und Sechsecken konstruier (Bildquelle: Universität Passau)
Ein Fußball ist auch nur Geometrie: Prof. Dr. Brigitte Forster-Heinlein zeigt Christoph Pöhn (Gymnasium Zwiesel), wie man ihn aus Fünf- und Sechsecken konstruier (Bildquelle: Universität Passau)

„Aus unserer Sicht ist dieser Tag sehr erfolgreich verlaufen. Die ersten Rückmeldungen der Schüler und der Lehrkräfte waren ebenfalls sehr positiv“, sagt Prof. Dr. Matthias Brandl, Inhaber der Professur für Didaktik der Mathematik und Organisator der Veranstaltung.
Begrüßt wurden die jungen Besucher mit einem Vortrag zum Thema „Was ist Mathematik?“. Neben einer Zeitreise in die griechische Antike zu den Wurzeln der Mathematik und der Mathematiker stellte Matthias Brandl in seinem Vortrag Arbeitsweisen und Gegenstände der Disziplin vor, zeigte „Hitlisten“ mathematischer Sätze, und gab einen Ausblick auf Studien- und Berufsmöglichkeiten für Mathematiker. „Wir haben mit dieser Veranstaltung gezielt mathematikinteressierte Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse angesprochen“, erklärt er. „Bei der Programmgestaltung war uns wichtig, dass unser Angebot ihnen zum einen Anknüpfungspunkte an den Mathematikunterricht, den sie aus der Schule kennen, bietet. Zum anderen wollen wir ihnen auch zeigen, dass Mathematik noch viel mehr ist als das – und dass sich hinter vielen Sachverhalten aus ihrem Alltag ebenfalls Mathematik verbirgt.“

Wie es sich anfühlt, Mathematik an der Universität Passau zu studieren, konnten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss selbst ausprobieren: Prof. Dr. Tobias Kaiser, der selbst aus der Region stammt, hielt eine studiumsnahe Vorlesung zum Thema Mengenlehre. Um Zusammenhänge zwischen Wahrscheinlichkeitsrechnung und Glückspiel ging es danach im Fachvortrag von Tina Klaus. Was Mathematik und Musik miteinander zu tun haben, erklärte Prof. Dr. Tomas Sauer.

Das Programm hielt aber nicht nur Mathematik zum Anhören bereit: In den begleitenden Workshops standen Anfassen und Mitmachen im Mittelpunkt. Prof. Dr. Brigitte Forster-Heinlein untersuchte mit den Schülerinnen und Schülern unter dem Motto „Kann ich meinen Augen trauen?“, welche Rolle Mathematik in der digitalen Bildbearbeitung spielt, und wo uns im Alltag manipulierte Bilder begegnen können. Unter der Anleitung von Dr. Fritz Haselbeck konnten die Besucher zudem die Exponate des Mathematik-Museums selbst ausprobieren und an Lösungen tüfteln. Wie Mathematik in der Industrie zur Anwendung kommt, zeigte Dr. Erich Fuchs vom Institut für Softwaresysteme in technischen Anwendungen der Informatik (FORWISS) – beispielsweise in der Automobilherstellung oder im 3-D-Druck.
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Rückfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte an das Referat für Medienarbeit der Universität Passau, Tel. 0851 509-1439. 

| 11.02.2014