Meldung

Ausschreibung eines Schwerpunktprogramms zu „Computational Literary Studies“ (SPP 2207) durch die DFG

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im März 2018 die Einrichtung des Schwerpunktprogramms „Computational Literary Studies“ (SPP 2207) beschlossen. Als Laufzeit sind sechs Jahre vorgesehen. Die DFG lädt hiermit ein zur Antragstellung für die erste dreijährige Förderperiode.

Mit "Computational Literary Studies" bezeichnet man die quantitative und formale qualitative Analyse literarischer Texte. Das Schwerpunktprogramm zielt darauf, die weitere Entwicklung solcher datenzentrierten Forschungsansätze in den Literaturwissenschaften zu fördern.

Folgende Forschungsschwerpunkte stehen im Fokus:

  • Innovative Verfahren für die computationelle Analyse literarischer Texte entwickeln oder
  • bereits existierende Algorithmen in innovativen Workflows zusammenführen, um neue Erkenntnisse über Entwicklungsprozesse, Strukturen oder andere literarische oder kulturelle Phänomene zu generieren, 
  • die Forschung zu bereits bestehenden Algorithmen erweitern, Wege zur Anpassung von Parametern finden sowie das Verständnis ihrer Interaktion mit literarischen Texten verbessern,
  • literaturwissenschaftlich relevante Konzepte formal modellieren und literarische Texte entsprechend annotieren,
  • Theorie- und Begriffsbildung weiterentwickeln, zum Beispiel die Integration von Ergebnissen quantitativ-empirischer Forschung in den qualitativ-hermeneutischen Forschungsprozess erproben und reflektieren.

Dieses Programm lässt sich nur durch eine eng vernetzte interdisziplinäre Forschung bewältigen, an der Forscherinnen und Forscher aus den Literaturwissenschaften, den Digital Humanities, der Korpuslinguistik, der Computerlinguistik und der Informatik beteiligt sind. Möglich sind daher auch Tandems von Vertreterinnen und Vertretern der Literaturwissenschaft und einer der anderen genannten Disziplinen, um gemeinsam an einer Aufgabenstellung zu arbeiten.  
Nicht geeignet für das Schwerpunktprogramm sind Projekte, in denen die Digitalisierung von Texten im Mittelpunkt steht oder einen großen Teil des Projekts ausmacht. Projekte zur Kommunikation über Literatur sollten auch die Beziehung zu den literarischen Texten selbst untersuchen.

Antragsfrist und Antragsstellung

Reichen Sie Ihren Antrag in englischer Sprache bitte bis spätestens 7. November 2018 bei der DFG ein. 

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich über das elan-Portal zur Erfassung der antragsbezogenen Daten und zur sicheren Übermittlung von Dokumenten. Bitte wählen Sie unter "Antragstellung - Neues Projekt/Antragsskizze - Schwerpunktprogramm" im elektronischen Formular aus der angebotenen Liste "SPP 2207 - Computational Literary Studies" aus.
Ohne Registrierung möglichst bis zum 31. Oktober 2018 ist eine Antragstellung nicht möglich. Bitte wählen Sie im Registrierungsformular bei den abschließenden Angaben ebenso wie bei der Antragstellung Ihr Schwerpunktprogramm aus der angebotenen Liste der Ausschreibungen aus. Die Bestätigung der Registrierung erfolgt in der Regel bis zum darauffolgenden Arbeitstag.

Weiterführende Informationen

Den vollständigen Antragstext finden Sie hier. Das elan-Portal der DFG zur Einreichung der Anträge finden Sie hier.

Inhaltliche Fragen beantwortet Ihnen der Koordinator des Schwerpunktprogramms:

Prof. Dr. Fotis Jannidis, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Institut für Deutsche Philologie
Tel. +49 931 31-80078
fotis.jannidis(at)uni-wuerzburg.de

Auskünfte zur Antragstellung bei der DFG erteilen:

Fachlich: Dr. Thomas Wiemer
Tel. +49 228 885-2404
thomas.wiemer(at)dfg.de

Formal: Hiltrud Jacob
Tel. +49 228 885-2134
hiltrud.jacob(at)dfg.de

Bei Fragen zum Förderprogramm und zum Antragsverfahren können Sie sich gern an die Abteilung Forschungsförderung - Referat Nationale Forschungsprogramme wenden.

Quelle: DFG Informationen für Wissenschaft, Nr. 30 (8.6.2018)

 

 

B. Luger | 14.06.2018