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Wirtschaftsministerin Aigner besucht die Universität Passau

Bayerns Wirtschafts- und Technologieministerin Ilse Aigner hat sich zusammen mit ihrem Landtagskollegen Prof. Dr. Gerhard Waschler bei einem Treffen mit der Universitätspräsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth über aktuelle Entwicklungen und Projekte der Universität informiert.

Geometriezerlegung birgt großen Nutzen für die additive Fertigung - vor allem wenn es um sehr filigrane Bauteile in 3D geht. Dr. Erich Fuchs (l.) erläutert Staatsministerin Ilse Aigner, Universitätspräsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth und MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler die Vorteile am Beispiel eines Bauteils für ein künstliches Hüftgelenk. Foto: Universität Passau
Geometriezerlegung birgt großen Nutzen für die additive Fertigung - vor allem wenn es um sehr filigrane Bauteile in 3D geht. Dr. Erich Fuchs (l.) erläutert Staatsministerin Ilse Aigner, Universitätspräsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth und MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler die Vorteile am Beispiel eines Bauteils für ein künstliches Hüftgelenk. Foto: Universität Passau

Präsidentin Jungwirth gab zunächst einen Überblick über das Profil und aktuelle Entwicklungen der Universität. "Wir sind in der Forschung exzellent aufgestellt und haben darüber hinaus einen hervorragenden Ruf in der Lehre. Wir verwenden viel Kraft darauf, unsere Leistungsfähigkeit nun auch international sichtbar zu machen", erläuterte Jungwirth mit Verweis auf den erfolgreichen Einstieg der Universität in das THE Ranking Anfang September. Dazu trage insbesondere auch die Forschungsdynamik im Bereich Internet und Digitalisierung bei. "Unser Ziel ist es, bis 2028 eines der europaweit führenden Zentren für Grundlagenforschung zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft zu werden", so Jungwirth.

Die Präsidentin hob im anschließenden Gespräch die Fraunhofer-Forschungsgruppe "Big Picture" hervor, die derzeit ihre Arbeit im Bereich digitale Bildverarbeitung aufnimmt. Ein zentrales Thema für die Universität Passau sei auch die Planung des weiteren Ausbaus der Lehrkräfteaus- und -fortbildung zu einem Lehrerfortbildungszentrum Digitalisierung. Beide Vorhaben seien beispielhaft für die innovative Passauer Forschung im Kontext der digitalen Transformation an der Schnittstelle von Technik, Kultur und Wirtschaft. Dr. Erich Fuchs vom Institut für Softwaresysteme in technischen Anwendungen der Informatik (FORWISS) informierte zudem über das geplante Vorhaben "Geometriezerlegung von 3D-Bauteilen" im Rahmen des "Masterplan Bayern Digital II", das großen Nutzen für die Additive Fertigung verspreche. Zudem sei hohes Synergiepotential mit dem Fraunhofer-Vorhaben zu erwarten, in dem Segmentierung die von 3D-Daten ebenfalls eine wesentliche Rolle spielt.

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner lobte die Entwicklung in der Region: "Niederbayerns Wirtschaft hat in den vergangenen Jahren eine sehr positive Entwicklung genommen. Dazu leistet die Wissenschafts- und Hochschullandschaft in der Region einen ganz entscheidenden Beitrag. Gerade bei der Forschung zur Digitalisierung wurde erhebliches Knowhow aufgebaut. Jetzt müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass Bayern seine Technologieführerschaft in diesem Bereich weiter ausbaut. Dabei wird auch der Universität Passau, den Unternehmen vor Ort und den Forschungseinrichtungen in der Region eine wichtige Rolle zukommen."

Katrina Jordan | 26.09.2017