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Neu konzipierter Masterstudiengang eröffnet Perspektiven im außerschulischen Bildungsbereich

Der Masterstudiengang Bildungs- und Erziehungsprozesse an der Universität Passau kann ab dem Wintersemester 2019/20 in neuer Form studiert werden. Richtete sich der Studiengang bisher vorwiegend an Absolventinnen und Absolventen eines grundständigen Lehramtsstudiums, so ist er nun offen für Absolvierende verschiedener Fachrichtungen, die eine Weiterqualifikation im außerschulischen Bildungsbereich anstreben. Die Bewerbung ist bis 31. August 2019 online möglich.

Wer sich nach einem fachbezogenen Bachelor hin zu einer beruflichen Tätigkeit im Bildungssektor orientieren möchte, kann künftig das neu konzipierte Passauer Studienangebot "Bildungs- und Erziehungsprozesse" mit dem Abschluss Master of Education nutzen. Der Masterabschluss eröffnet Beschäftigungsperspektiven zum Beispiel in der Erwachsenenbildung, der politischen Bildung, der betrieblichen Fort- und Weiterbildung, der Museumspädagogik und der Kunstvermittlung. Weitere mögliche Schwerpunktbereiche sind das Bildungsmanagement, die Themen Integration, Interkulturalität und Diversität sowie die Medienbildung.

Das Masterprogramm vermittelt umfassende Kenntnisse und Kompetenzen in den Studienbereichen Pädagogik, Psychologie und Didaktik und vertieft diese in einem frei wählbaren berufsbezogenen Schwerpunkt. Ergänzt wird das Studium durch den Erwerb von Kenntnissen sowie die Anwendung bildungswissenschaftlicher Forschungsmethoden. Der Abschluss "Master of Education" ermöglicht an der Universität Passau zudem unmittelbar im Anschluss eine Promotion in den Bildungswissenschaften und den studierten Fachdidaktiken.

Das seit dem Wintersemester 2006/07 bestehende Masterprogramm war bisher als konsekutives Lehramtsprogramm Absolvierenden des "Lehramtsbezogenen Bachelorstudiengangs Realschule" sowie Absolvierenden anderer Lehramtsstudiengänge vorbehalten. Für Lehramtsstudierende bietet das Programm weiterhin die Möglichkeit, zusätzlich zum Staatsexamen einen international anerkannten Masterabschluss zu erwerben, der Berufsfelder außerhalb des Schuldienstes zugänglich macht. Durch die neue Konzeption eröffnet der Master nun aber auch Absolvierenden nicht-pädagogischer Studiengänge eine Weiterqualifikation im außerschulischen Bildungsbereich.

"Der Masterstudiengang Bildungs- und Erziehungsprozesse der Universität Passau trägt der Tatsache Rechnung, dass das lebenslange Lernen in die institutionellen Strukturen - ob Industrieunternehmen oder Museen - einzubetten ist", so Universitätspräsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth. "Für diese Aufgabe bilden wir an der Universität Passau Spezialistinnen und Spezialisten aus, die diese Aufgabe kompetent umsetzen und damit zentrale Akteure in dynamischen Arbeitsmärkten sein werden."

Voraussetzung für die Zulassung zum Studium ist der Abschluss eines ersten grundständigen Studiengangs mit einer Gesamtnote von 2,5 oder besser, z. B. ein Bachelor im Bereich Erziehungswissenschaft, Psychologie, Germanistik, Anglistik/Amerikanistik, Frankoromanistik, Geographie, Geschichte, Theologie, Sozialwissenschaften, Mathematik, Informatik, Sport, Kunst, Wirtschaft oder Medien und Kommunikation. Interessierte sollten 15 ECTS-Leistungspunkte im Bereich der Bildungswissenschaften (Pädagogik, Psychologie, Didaktik) nachweisen können. Sind jedoch keine Kenntnisse der Bildungswissenschaften vorhanden, besteht die Möglichkeit, die 15 ECTS-Leistungspunkte innerhalb des ersten Studienjahres im Masterstudium nachzuholen. Die Bewerbung ist online bis 31. August möglich.

Katrina Jordan | 14.08.2019