Was heißt Behinderung?

Was heißt Behinderung?

Laut § 2 Abs. 1 SGB IX gelten Menschen als behindert, "wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist."

Diese Definition schließt chronische Krankheiten im Sinne von länger andauernden oder episodisch auftretenden Krankheiten (z. B. Epilepsie, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, psychische Erkrankungen, Legasthenie, Dyskalkulie,…) mit ein, insbesondere wenn die gesellschaftliche Teilhabe beeinträchtigt wird. Auch psychische Erkrankungen gehören dazu.

Laut Artikel 24 Abs. 5 UN-BRK, dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist diesen ein gleichberechtigter und diskriminierungsfreier Zugang zur allgemeinen Hochschulbildung zu ermöglichen. Als Universität sind wir daher gesetzlich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten in ihrem Studium nicht benachteiligt werden und die Angebote der Hochschule möglichst ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen können.

Im Hochschulrahmengesetz ist festgelegt: Die Hochschulen "tragen dafür Sorge, dass behinderte Studierende in ihrem Studium nicht benachteiligt werden und die Angebote der Hochschule möglichst ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen können." (§ 2 Abs. 4 Satz 2 HRG)

Daher bieten wir Studierenden u. a. die Möglichkeit, Nachteilsausgleiche in Anspruch zu nehmen.