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6. Jahrgang von mentUP+ feierlich verabschiedet

13 Mentees aus allen vier Fakultäten haben den sechsten Jahrgang von mentUP+, dem Frauen-Mentoring-Programm der Universität Passau, erfolgreich durchlaufen und in festlichem Rahmen ihr Zertifikat überreicht bekommen. Ein Jahr lang nahmen sie an Seminaren, Vernetzungstreffen, Einzelcoachings und Treffen mit ihrer Mentorin oder ihrem Mentor teil.

Die Teilnehmerinnen des 6. Jahrgangs von mentUP+ mit Gleichstellungsreferentin Dr. Claudia Krell, der Universitätsfrauenbeauftragten Prof. Dr. Andrea Sieber, Prof. Heather Hofmeister, PhD, Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Fedtke sowie Projektkoordinator Dr. Benedikt Kuhnen und Doreen Müller-Murr.
Die Teilnehmerinnen des 6. Jahrgangs von mentUP+ mit Gleichstellungsreferentin Dr. Claudia Krell (l.), der Universitätsfrauenbeauftragten Prof. Dr. Andrea Sieber (r.), Prof. Heather Hofmeister, PhD, (2. v. r.), Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Fedtke (3. v. r.) sowie Projektkoordinator Dr. Benedikt Kuhnen (6. v. r.) und Doreen Müller-Murr (AlumniClub, 4. v. l.). Foto: Universität Passau

"Mit mentUP+ will die Universität Passau die Karrierechancen von Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft sowie in sozialen, kulturellen und öffentlichen Institutionen verbessern", sagte Prof. Dr. Jörg Fedtke, Vizepräsident für Qualitätsmanagement und Diversity, der die Gäste gemeinsam mit der Universitätsfrauenbeauftragten Prof. Dr. Andrea Sieber begrüßte. Er betrachte Mentoring ganz klar als universitäre Aufgabe. Er selbst habe als junger Wissenschaftler die Erfahrung machen dürfen, Menschen zu begegnen, die ihm als Mentorinnen und Mentoren zu wichtigen Einsichten verholfen hätten. "Das sind Momente, in denen man mehr sieht, in denen eine Tür geöffnet wird", so Fedtke.

Auch Andrea Sieber beschrieb ihre eigenen Erfahrungen als Mentee rückblickend als "außerordentlich positiv". Mentoring habe ihr "die richtige Unterstützung an entscheidenden Punkten des persönlichen und beruflichen Weges" ermöglicht - und sie später in ihrem jetzigen Amt als Frauenbeauftragte bestärkt. Sie würdigte mentUP+ als "herausragende Errungenschaft auf dem Weg zu mehr Karriere-Gleichstellung".

Projektkoordinator Dr. Benedikt Kuhnen stellte das Programm, das jungen Frauen aller Qualifikationsstufen - vom Master über die Promotion bis zur Post-Doc-Phase - offensteht, in seinen Grundzügen vor. Was ihnen das Jahr bedeutet und im Ergebnis gebracht hat, berichteten die Mentees im Anschluss in einer sehr kreativ und persönlich gestalteten Rückschau selbst: "Unglaublich wertvoll und gewinnbringend", beschrieb Historikerin Angelika Pleyer die angebotenen Seminare, aber auch die Möglichkeit, über ihre Mentorin die Berufspraxis kennenzulernen. "Es ist sehr hilfreich, die Perspektive einer Person kennen zu lernen, die den Weg bereits gegangen ist", so ihr Fazit. Kommunikationswissenschaftlerin Elfi Heinke schätzte vor allem die wissenschaftlichen Einblicke, die ihr sowohl geholfen hätten, ihr Promotionsvorhaben weiterzuentwickeln, als auch Fragen der Karriere- und Familienplanung anzugehen.

Ebenfalls sehr persönlich gestaltet war das Rahmenprogramm: Anna Volkova (Piano) und Rezeda Kalimullina (Gesang), beide ebenfalls Teilnehmerinnen des Programms, trugen teils selbst komponierte Lieder vor. Informatikerin Anna Volkova hob zudem die internationale Offenheit von mentUP+ hervor, von der sie selbst als gebürtige Russin sehr profitiert habe.

"Lebenswege innerhalb und außerhalb der Wissenschaft" stellte Festrednerin Heather Hofmeister, PhD, Professorin für Soziologie mit Schwerpunkt Arbeitssoziologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, in den Mittelpunkt ihres Beitrags, nicht ohne ihren eigenen Lebensweg als Amerikanerin in der deutschen Wissenschaftslandschaft mit Humor einzuflechten. Sie stellte unter anderem eigene Studien vor, in denen sie Faktoren untersucht hat, die dazu führen, dass junge, qualifizierte Menschen in der Wissenschaft bleiben - oder eben nicht. Im Hinblick auf den Frauenanteil in akademischen Laufbahnen bewege sich Deutschland nach wie vor unter dem europäischen Durchschnitt. Zugleich müsse man aber auch anerkennen, dass dieser Anteil in den vergangenen 20 Jahren stark gewachsen sein. "Das kommt nicht von allein", so Hofmeister. "Da steckt sehr viel Arbeit dahinter, so wie sie hier in diesem Programm geschieht." Sie machte den Mentees Mut, ihren weiteren akademischen Weg selbstbewusst anzugehen: "Wissenschaft hat in Deutschland einen besonderen Wert, das spürt man. Sie tragen diesen Wert weiter."

Über mentUP+

Mit dem Mentoring-Programm mentUP+ will die Universität Passau die Karrierechancen von Frauen in Hinblick auf Führungspositionen verbessern, einen Beitrag zur Entwicklung von High Potentials leisten und den Anteil an Frauen in Führungspositionen erhöhen. Bei den Mentees handelt es sich um Masterstudentinnen, Doktorandinnen und Habilitandinnen, die ein Jahr lang selbstgewählte Mentoren oder Mentorinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft beziehungsweise aus sozialen, kulturellen oder öffentlichen Institutionen zur Seite haben.

Die Veranstaltung fand mit freundlicher Unterstützung des AlumniClub - Ehemaligenvereins der Universität Passau statt.

Katrina Jordan | 24.06.2019

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