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Team der Universität Passau und Regiothek auf der Innovationsmesse Viva Technology in Frankreich

Die Viva Technology ist mit rund 100.000 Besuchern die führende Messe in Frankreich für Start-ups und Innovationen. Vom 16. bis 18. Mai 2019 präsentieren sich ein Team um Prof. Dr. Harald Kosch und Axelle Cheney vom Lehrstuhl für Informatik mit Schwerpunkt Verteilte Informationssysteme sowie das Startup "Regiothek", ein Spin-off der Universität, auf dem Pariser Messegelände Porte de Versailles. Sie sind Teil eines deutsch-französischen Gemeinschaftsstands zu Themen der Industrie 4.0.

Das IMT (Institut Mines-Télécom), die Technische Universität München (TUM), die technische Hochschule Arts et Métiers, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die französische Hochschule INSA Lyon, die Universität Passau, die Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer sowie die Deutsch-Französische Hochschule zeigen auf dem Gemeinschaftsstand länderübergreifende Kooperationsprojekte in den Bereichen Bildung und Innovation. Ziel ist, den neuesten Stand der Technik disruptiver industrieller Lösungen der deutsch-französischen akademischen Forschung sowie von 26 französischen, deutschen und europäischen Start-ups vorzustellen. Präsentiert werden Kooperationsprojekte zu Themen wie Künstliche Intelligenz im Bereich Industrie 4.0, Big Data, Industrial Blockchain, Advanced Manufacturing, Advanced Reality und Virtual Reality, sicheres Internet of Things, Mobilität und Energie, Predictive Maintenance und Cybersicherheit.

Die Universität Passau und INSA Lyon präsentieren ihre gemeinsame deutsch-französische Forschungseinrichtung IRIXYS (International Research and Innovation Center on Digital Intelligent Systems) für Big Data und Künstliche Intelligenz. IRIXYS vereint internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Frankreich und Deutschland sowie weiteren Ländern. Sie arbeiten gemeinsam an innovativen Lösungen insbesondere in den Bereichen Cognitive Computing und Prescriptive Big Data Analytics sowie Traceability, Trust und Vertraulichkeit von Daten. IRIXYS unterstützt außerdem gemeinsame Bildungswege und bietet deutsch-französische Doppelmasterprogramme und Doppelpromotionen und fördert die praxisorientierte Zusammenarbeit mit führenden Partnern der Industrie 4.0.

"Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Passau haben mit ihren Publikationen großen weltweiten Einfluss im Bereich der Forschung zur Künstlichen Intelligenz und nehmen damit eine wesentliche Position in diesem Feld ein. Darin zeigt sich der Erfolg der thematischen Schwerpunktsetzung, die wir an der Universität Passau vorgenommen haben. Die gesellschaftliche Relevanz unserer Forschung - auch international - sichtbar und neue wissenschaftliche Erkenntnisse zugänglich zu machen, ist eine weitere wichtige Aufgabe. Deshalb freue ich mich sehr, dass Kollege Kosch die Universität Passau gemeinsam mit unserer Ausgründung "Regiothek" auf der VIVA TECHNOLOGY repräsentieren wird", so Universitätspräsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth.

Die Gründer Anton Kohlbauer, Bastian Kühnel, Simon Nestmeier und Alexander Treml präsentieren sich mit der "Regiothek" als ausgewähltem Start-up auf der Innovationsmesse einem europäischen Fachpublikum. Die "Regiothek" ist ein Ausgründungsprojekt des Lehrstuhls für Data Science der Universität Passau und steht für "ehrliches Essen" aus der Region. Die enge Bindung an den Lehrstuhl von Prof. Dr. Michael Granitzer besteht seit dem Start des Unternehmensprojekts im Januar 2017, als die "Regiothek" das EXIST-Gründerstipendium erhielt. Das Start-up wurde seitdem mehrfach bundes- und europaweit ausgezeichnet, z. B. beim bundesweiten Gründerwettbewerb "Digitale Innovationen" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie sowie dem europaweit ausgeschriebenen "Innovation in Politics Award". Auf der Plattform www.regiothek.de können sich Anbieterinnen und Anbieter regionaler Produkte der Öffentlichkeit präsentieren. Der Ursprung von Lebensmitteln wird so bis ins Detail nachvollziehbar. Gleichzeitig erhalten die Verbraucherinnen und Verbraucher Informationen zum individuellen Angebot direkt von den Produzentinnen und Produzenten. Die Gründer wollen auf diese Weise die lokale Wertschöpfung aufzeigen und ein zentrales Informationsangebot schaffen. Das Onlineportal soll künftig auch bundes- und europaweit zur Anwendung kommen.

Anja Schuster | 16.05.2019