Mobbing

Mobbing

Was ist Mobbing?

Eine einheitliche, international anerkannte Definition von Mobbing existiert leider nicht. Mobbing vollzieht sich in den meisten Fällen in Verbindung mit einem Machtmissbrauch bei dem die Opfer Schwierigkeiten haben, sich zu wehren. Am Arbeitsplatz ausgeübt, kann Mobbing das Ziel verfolgen, betroffene Personen aus dem Unternehmen hinauszuekeln. Dabei kann die betroffene Person fortgesetzt geägert, schikaniert, in passiver Form als Kontaktverweigerung mehrheitlich gemieden oder in sonstiger Weise in ihrer Würde verletzt werden.

Häufigkeitsverteilung hinsichtlich der Urheberschaft:

  • 44 % Kolleginnen und Kollegen
  • 37 % Vorgesetzte
  • 10 % Kolleginnen und Kollegen zusammen mit Vorgesetzten
  • 9 % Untergebene

Mobbing hat nicht nur weitreichende negative gesundheitliche Folgen für das Opfer, sondern auch weitreichende Konsequenzen für dessen berufliche und private Situation.

Checkliste: Wann liegt ein Fall von Mobbing vor?

  1. Es handelt sich um einen Dauerzustand oder häufig wiederauftretende Probleme, und nicht um einen Einzelfall.
  2. Die Missetaten gegenüber dem Opfer lassen eine Systematik erkennen, sie werden erkennbar regelmäßig oder zu bestimmten Anlässen verübt, oder die Angriffe steigern sich, werden intensiviert oder häufen sich.
  3. Der Täter beeinträchtigt das Opfer durch typische Mobbinghandlungen wie:

    1. Sabotage von Arbeitsergebnissen
    2. Beleidigungen
    3. Gerüchte
    4. Willkürakte
    5. Demütigungen
    6. offene Feindseligkeiten mit sehr ungleicher Verteilung der Aggression
    7. völliges Ausschließen aus dem Kollegenkreis und Ignorierung des Opfers
    8. Kommunikationsgeräte verschwinden oder werden auffällig oft defekt
    9. Ausschluss vom Informationsfluss

  4. Es ist eine verwerfliche Absicht des Täters erkennbar: Das Opfer soll sabotiert, aus einer privilegierten Stellung verdrängt, aus dem Team oder dem Unternehmen hinausgedrängt werden.
  5. Die Angriffe zielen auf die Persönlichkeit oder die Ehre des Opfers, sie sollen es zermürben, demütigen, schwächen, das Opfer soll als unfähig, unsicher, nicht teamfähig hingestellt werden.

Ist einer dieser fünf Punkte nicht gegeben, liegt kein Mobbing vor.

Wie setzen Sie sich zur Wehr?

Notieren Sie alle Mobbingtaten in Form eines Tagebuches. Fordern Sie die mobbende Person schriftlich zur Unterlassung auf. Handelt es sich beim Mobbing um Benachteiligungen aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, einer Behinderung, des Alters oder sexuellen Identität dann verstößt das Mobbing gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (Antidiskriminierungsgesetz) und als Mobbingopfer haben Sie ein Beschwerderecht.

An wen können Sie sich wenden?

Beschäftigte der Universität Passau können sich jederzeit an folgende Ansprechpersonen bzw. Stellen an der Universität wenden:

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