Ziele und Positionspapiere

Ziele und Positionspapiere

Die Präsentation der letzten Vollversammlung (08.06.2016) ist verfügbar.

Verbesserungen im Einstellungsprozess

Im Rahmen der Umstrukturierung der Organisationsstruktur setzen wir uns derzeit für eine Verbesserung beim Einstellungs- und Verlängerungsprozess von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein. In diesem Sinne wollen wir zusammen mir der Universitätsleitung und der Personalabteilung eine Verfahrensbeschreibung erarbeiten. Die Verfahrensbeschreibung soll den Einstellungsprozess transparter gestalten und durch ein Bescheide-Wesen ergänzt werden.

Campus Card - Lösung für Uniangehörige in Doppelrollen

Die nachteilige Campus Card- bzw. Studierendenausweisregelung für Uniangehörige mit Doppelrollen (eingeschriebene Promovenden, wissenschaftliche Mitarbeiter, Studierende mit TV-L-Beschäftigung) konnte nun behoben werden. Nach der Diskussion und Prüfung verschiedener Lösungsvorschläge wurde sich nun auf folgende Umsetzung geeinigt:

Promovierende, die zum Zwecke der Promotion immatrikuliert sind und gleichzeitig als Beschäftigte der Universität tätig sind, erhalten künftig einen Beschäftigtenausweis (Campus Card, grau). Gegen Vorlage der Immatrikulationsbescheinigung kann die graue Karte im Mensabüro von Beschäftigtentarif auf Studententarif umgestellt werden. Die Umstellung ist jeweils für ein Semester gültig.

Somit muss diese Personengruppe nicht mehr zwischen dem Beschäftigtenausweis oder einem Studierendenausweis wählen. Es ist gewährleistet, dass sie zum Studierendentarif essen, zum Beschäftigtentarif die UB-Dienste und das Busticket nutzen können.

Weitere Informationen zur Campus Card.

Betreuungsvereinbarung und Code of Conduct

Icon Code of Conduct

2011 wurde die Situation von Wissenschaftlern im akademischen Mittelbau deutschlandweit einer Prüfung unterzogen. Dabei ergaben sich Mängel, insbesondere, was die Laufzeiten und den Stellenumfang in der Qualifikationsphase, aber auch im Dauerbetrieb der Universität angeht. Angestellte mit Daueraufgaben werden noch immer befristet, und Drittmittelprojekte erfordern technisch oft prekär kurze Laufzeiten von Verträgen in der Promotion. Das neue Wissenschaftszeitvertragsgesetz, das am 17. März in Kraft getreten ist, soll die Situation verbessern – dazu interessant:
die Handreichung der DFG zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG)

Aber auch auf inhaltlicher Ebene gibt es Verbesserungspotential, um den Weg in die Wissenschaft attraktiver zu gestalten. Eine AG unter der Leitung von Dr. Antje Stephan (Graduiertenzentrum), Klaus Hammer-Behringer (Personalabteilung) und Prof. Harry Haupt (Vizepräsident für Forschung) kümmert sich um die Erstellung einer Betreuungsvereinbarung, die zur Verbesserung der Betreuungssituation von Promovierenden beitragen soll. Von Seiten des Mittelbaus sind sowohl der Konvent mit drei Vertretern als auch das Graduiertenzentrum vertreten. Einen finalen Beschluss erwarten wir für Ende Sommer 2016. Danach soll das Dokument Voraussetzung für die Zulassung sein, und kann als Leitfaden für ein strukturiertes Beratungsgespräch dienen, das jeder Promotion vorangehen sollte. Arbeitsrechtliche Aspekte können anhand des Dokuments strukturiert besprochen werden, um Transparenz zu schaffen und unwissentlichem Fehlverhalten vorzubeugen.

Generelle, über die Vorgaben des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes hinausgehende Regelung bezüglich des Arbeitsrechtes müssen an anderer Stelle geregelt werden. Das oben genannte Gremium soll sich im Anschluss an die Erstellung der Betreuungsvereinbarung um die Erstellung eines Code of Conduct beteiligen. Diese Selbstverpflichtung soll unter anderem nach außen die ethischen Maßstäbe kommunizieren, an die sich die Universität beim Umgang mit Wissenschaft und Arbeitsverträgen halten will. So kann die Universität ihre eigene Reputation als Arbeitgeberin verbessern, ihren internationalen Ruf verbessern, und die Politik bei der Steigerung der Attraktivität der Wissenschaft als Beruf unterstützen. Dieses Dokument ist unter anderem im Universitätsentwicklungsplan vorgesehen, an dessen regelmäßiger Überarbeitung der Konvent ebenfalls beteiligt ist.

Affilierung externer Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler

Die Vernetzung mit international tätigen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen stellt eine wichtige Aufgabe der Universität Passau dar. Aus diesem Grund setzt sich der Konvent für die Möglichkeit ein, externe Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen durch eine Affilierung an die Universität Passau zu binden. Ziel ist es, die Mitgliedschaft der Universität international auszurichten und ein für Lehre und Forschung hilfreiches Netzwerk aufzubauen. Auch für ehemalige Mitarbeiter ist dieser Status attraktiv, etwa wenn im Anschluss an eine Promotion Ergebnisse veröffentlicht werden sollen, oder die Infrastruktur der Universität genutzt werden kann.

Die Richtlinien zur Affilierung externer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen werden aktuell bearbeitet.

DFG - Wahlrecht

Logo DFG

Lehrkräfte für besondere Aufgaben (LfbA) sollen in Zukunft nicht mehr pauschal aus dem Wählerverzeichnis zur Wahl der DFG-Fachkollegien ausgeschlossen werden, sondern die Beweislast umgekehrt und nur Personen, die eindeutig nicht forschen, von der Zuordnung ausgenommen werden. Die Erstellung des Wählerverzeichnisses soll dahingehend überarbeitet werden, dass die Frage, ob jemand wissenschaftlich forscht oder nicht, unabhängig vom Status als Lehrkraft oder der Befristung ihres Vertrages bewertet wird.

Weitere Mittelbau-Mitglieder in Gremien

Die Vertreterinnen und Vertreter des Mittelbaukonvents haben beantragt, im Senat und Universitätsrat zukünftig durch ein weiteres beratendes Mitglied vertreten zu werden. Weiterhin beantragten sie ein weiteres stimmberechtigtes Mittelbaumitglied in Berufungskommissionen. Beide Anträge wurden genehmigt und werden bei der nächsten Grundordnungsänderung der Universität eingeschrieben. Folgende Übergangsregelungen sind bis dahin möglich:

Übergangsregelung Senat/ Unirat: Der Senat und Unirat haben für die aktuelle Amtsperiode einem weiteren beratenden Mitglied auf Antrag zugestimmt.

Übergangsregelung Berufungskommission: Über ein weiteres beratendes Mitglied der Berufungskommission entscheidet der jeweilige Fakultätsrat auf Antrag für jede Kommission einzeln.

Änderung der Laufzeitregelung für Arbeitsverträge des Mittelbaus

Wirksam mit dem Schreiben vom 19.03.2014 wird die Universität Passau die im Wissenschaftszeitvertragsgesetz festgelegte Vertragsdauer von sechs Jahren statt bisher fünf ausnutzen. Dazu aus dem Schreiben der Universität:  

"das Wissenschaftszeitvertragsgesetz bietet die Möglichkeit, die Arbeitsverträge von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die nicht promoviert sind, bis zu einer Dauer von sechs Jahren zu befristen. Die Universität Passau hat diesen zeitlichen Rahmen, außer bei Drittmittel-Beschäftigten, bisher nicht ausgeschöpft. Es galt eine maximale Vertragslaufzeit von fünf Jahren (Rundschreiben vom 26. Juli 2002). Die Universität Passau wird ab sofort – soweit beantragt – die maximale Vertragslaufzeit von sechs Jahren ausschöpfen, unabhängig von der Finanzierungsart des Vertrages. Unberührt davon besteht die Möglichkeit, die insgesamt zulässige Befristungsdauer bei Betreuung eines oder mehrerer Kinder unter 18 Jahren um zwei Jahre je Kind zu verlängern."

Positionspapier zur Ausschöpfung der Vertragslaufzeiten

Rundschreiben zum WissZeitVG