Veranstaltungskalender

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Grenzenlos? Europa und die Migration der Muslime

Öffentliche Islamdebatte im Zeichen der Flüchtlinge

Die seit etlichen Jahren weltweit anhaltende öffentliche Migrationsdebatte hat im Zeichen der sogenannten 'Flüchtlingskrise' in Europa an aktueller Brisanz gewonnen und wird in den Medien meist eng mit einer Islamdebatte verknüpft. Typischerweise entzünden sie sich an konkreten Themen, die jeweils symbolisch aufgeladen werden und in den europäischen Ländern zu heftigen Auseinander-setzungen führen – Stichworte z.B.: Karikaturen in Dänemark, Kopftuchdebatte in Deutschland (BGH-Urteil), Burkadebatte in Frankreich und Belgien, islamische Homophobie in den Niederlan-den, katholische Islamophobie in Polen, Koranschulen in Italien, Dispens muslimischer Mädchen von Schwimmunterricht in der Schweiz, minderjährige Bräute, sexuelle Übergriffe (Kölner Silvesternacht), Antisemitismus (al-Quds-Demonstrationen in England), 'Leitkultur'-Debatte redivivus usw. Wie werden diese Kontroversen mittels Zeichen in den Medien ausgetragen? Beispiel Moschee-Minarett-Debatte: In Köln führte der bis heute nicht vollendete Bau einer Moschee zur Gründung rechtsextremer Bürgerbewegungen (Pro Köln, Pro NRW). In der Schweiz hat die Debatte ihr Pendant in der von rechten Parteien (SVP, EDU) initiierten Volksabstimmung "Gegen den Bau von Minaretten", deren Ergebnis zu Verfassungsänderungen führte und international für Empörung sorgte. Mein Beitrag sucht solche für den kontroversen Migrationsdiskurs exemplarischen Mediendebatten textsemiotisch und diskursanalytisch zu rekonstruieren und im Lichte der aktuellen politischen Ent-wicklung in Europa (Rechtspopulismus) neu zu interpretieren.

Referent: Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Ernest W.B. Hess-Lüttich

Termin

13.09.2017
09:00 - 10:30 Uhr
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Veranstaltungsort

Innstraße 27, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät (WiWi) (Raum HS 5 )

Weitere Informationen

Zutrittöffentlich
Anmeldungnicht erforderlich
VeranstalterProfessur für Neuere Deutsche Literatur und Mediensemiotik in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) Philosophische Fakultät
Veranstaltungs-Websitehttp://www.semiotik.eu/kongressprogramm
E-Mail (für Rückfragen)Stefan.Halft@uni-passau.de