Über das Projekt

Über das Projekt

„Unser Glauben ist (…) mehr ein Werden als ein Sein, mehr ein Suchen als ein Besitzen“

(Johannes Röser, Chefredakteur der Wochenzeitschrift CHRIST IN DER GEGENWART)

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

es gibt bezüglich Glaube und Religion viele Fragen, die sich für einen persönlich vielleicht nicht einfach aus dem Lehrbuch beantworten lassen: Warum gibt es Leid in der Welt? Was hat Kirche mit Glauben zu tun? Wozu braucht man einen Papst?

Da es diese Fragen gibt und sich wohl auch die meisten schon einmal darüber Gedanken gemacht haben, möchten wir uns kurz bei Dir vorstellen. Seit dem Wintersemester 2013/14 arbeiten wir, ein Projekt-Team an der Universität Passau, daran, eine eigene Internetseite zum Thema „Glauben und Glaubensweitergabe“ mit dazugehörigem Forum aufzubauen. Wenn Du also aus schulischen oder privaten Gründen mehr über Themen, wie beispielsweise „Das Jahr des Glaubens“, den Jugendkatechismus, oder Paulus erfahren willst, dann bietet Dir unsere Seite die Gelegenheit zur umfassenden Recherche. Nun ist es so weit, die Internetseite ist da.

Neben kurzen, informativen Beiträgen zu ausgewählten Themen steht vor allem das Forum im Mittelpunkt. Es bietet eine Möglichkeit, lebhaft und angeregt mit anderen über schwierige oder problematische Themen kontrovers zu diskutieren und seinen eigenen Standpunkt dabei zu finden. Außerhalb des Unterrichts soll also eine Gelegenheit geschaffen werden, sich jenseits des braven Religionsstunden-Ichs zu positionieren und Meinungen auszutauschen, ohne sich dabei „outen“ zu müssen. Eine anregende, respektvolle Diskussion eröffnet für alle Beteiligten neue Einsichten und Perspektiven und kann zu einer gegenseitigen Bereicherung führen. Oder, um es mit den Worten von Katy Perry zu sagen: „Meine Konversation mit Gott ist sehr unbefristet.“ Diese unbefristete, unbegrenzte Möglichkeit des Gedankenaustausches möchten wir nutzen und mit Dir ins Gespräch kommen.

Wir würden uns über rege Besuche und Deine Teilnahme sehr freuen.

Dein Projektteam

Die Areopagrede des Paulus Apg 17, 16-34

„Während Paulus in Athen auf sie wartete, erfasste ihn heftiger Zorn; denn er sah die Stadt voll von Götzenbildern. Er redete in der Synagoge mit den Juden und Gottesfürchtigen und auf dem Markt sprach er täglich mit denen, die er gerade antraf. Einige von den epikureischen und stoischen Philosophen diskutierten mit ihm und manche sagten: Was will denn dieser Schwätzer? Andere aber: Es scheint ein Verkünder fremder Gottheiten zu sein. Er verkündete nämlich das Evangelium von Jesus und von der Auferstehung.

Sie nahmen ihn mit, führten ihn zum Areopag und fragten: Können wir erfahren, was das für eine neue Lehre ist, die du vorträgst? Du bringst uns recht befremdliche Dinge zu Gehör. Wir wüssten gern, worum es sich handelt. Alle Athener und die Fremden dort taten nichts lieber, als die letzten Neuigkeiten zu erzählen oder zu hören. Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopags und sagte:

Athener, nach allem, was ich sehe, seid ihr besonders fromme Menschen. Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: EINEM UNBEKANNTEN GOTT. Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch. Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, er, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind. Er lässt sich auch nicht von Menschen bedienen, als brauche er etwas: er, der allen das Leben, den Atem und alles gibt. Er hat aus einem einzigen Menschen das ganze Menschengeschlecht erschaffen, damit es die ganze Erde bewohne. Er hat für sie bestimmte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnsitze festgesetzt. Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten; denn keinem von uns ist er fern. Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seiner Art. Da wir also von Gottes Art sind, dürfen wir nicht meinen, das Göttliche sei wie ein goldenes oder silbernes oder steinernes Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung. Gott, der über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen hat, lässt jetzt den Menschen verkünden, dass überall alle umkehren sollen. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird, durch einen Mann, den er dazu bestimmt und vor allen Menschen dadurch ausgewiesen hat, dass er ihn von den Toten auferweckte.

Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, andere aber sagten: Darüber wollen wir dich ein andermal hören. So ging Paulus aus ihrer Mitte weg. Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig, unter ihnen auch Dionysius, der Areopagit, außerdem eine Frau namens Damaris und noch andere mit ihnen.“