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21. Passauer Tetralog am 8. Juli: "1968 - Ereignis und Wirkung in Europa"

Am 8. Juli findet im Rahmen der Europäischen Wochen Passau und in Kooperation mit der Akademie für Politische Bildung in Tutzing und der Universität Passau der Passauer Tetralog zum Thema "1968 - Ereignis und Wirkung in Europa" um 12 Uhr im Hörsaal 9 des Audimax der Universität (Innstraße 31) statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich willkommen.

Mikrofone und Wasserflaschen stehen auf Tischen, die für die Diskussionsteilnehmer im Audimax bereitgestellt sind.

Im Zentrum des Gesprächs stehen grenzüberschreitende Radikalisierungen mit dem Ziel der "Systemüberwindung", die im Westen gescheitert ist. Aber die politische Kultur hat sie überall zugunsten aktiverer Teilhabe verändert. Heute herrscht im Osten die Meinung, dass 1989 mit dem Fall der Mauer vollendet wurde, was 1968 begonnen worden war: ein Sieg über den Totalitarismus. Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Oberreuter, Gastgeber und Moderator, diskutiert mit seinen vier prominenten Gästen:

Milan Horáček, in Mähren geboren und bereits in jungen Jahren regimekritisch aktiv, floh 1968 ins politische Exil in die Bundesrepublik Deutschland. Von dort organisierte er zahlreiche politische Aktionen. Er war außerdem Gründungsmitglied der Partei "Die Grünen". 2017 wurde er im Namen des tschechischen Verteidigungsministers Martin Stropnický für seinen "Kampf und Widerstand gegen den Kommunismus" ausgezeichnet.

Prof. Dr. Dr. h.c. Wilfried Loth, Historiker und Politikwissenschaftler, hat vor kurzem ein Buch über den Mai 1968 in Frankreich veröffentlicht. In Anerkennung seines Einsatzes für die deutsch-französische Verständigung hat ihm die französische Regierung im Jahr 2015 den Ordre des Palmes Académiques verliehen. Ferner verlieh die Babeș-Bolyai-Universität im rumänischen Cluj-Napoca Loth 2013 die Ehrendoktorwürde.

Als dritter Gast wird der Bayerische Kultusminister a.D. und Mitbegründer der Universität Passau Prof. Dr. Hans Maier auf dem Podium Platz nehmen, der als Hochschullehrer und Staatsminister unmittelbar in "1968" involviert war. Für seine herausragenden wissenschaftlichen sowie bildungs- und kulturpolitischen Verdienste wurde er mit mehreren Ehrendoktorwürden sowie höchsten nationalen und internationalen Auszeichnungen geehrt.

Die Runde wird vervollständigt durch den Schriftsteller Peter Schneider. Der gebürtige Lübecker studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie an den Universitäten Freiburg und München 1962 wechselte er an die Freie Universität Berlin. Vor der Bundestagswahl 1965 wirkte er gemeinsam mit anderen Schriftstellern im "Wahlkampfkontor" der SPD und als Redenschreiber im Wahlkampfteam von Willy Brandt mit. In den 60er-Jahren war Schneider einer der Wortführer und Organisatoren der Berliner Studentenbewegung.

Der Eintritt zum 21. Passauer Tetralog ist frei.

Katrina Jordan | 03.07.2018

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