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Konferenz "Dienstleistungsinnovation durch Digitalisierung" zeigt Herausforderungen und Potenziale der Digitalen Transformation auf

Im Rahmen der Tagung "Dienstleistungsinnovation durch Digitalisierung" wurden in Fachvorträgen die Zwischenergebnisse von 22 Forschungsprojekten aus dem gleichnamigen Förderschwerpunkt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vor ca. 90 interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Wissenschaft und Praxis präsentiert.

Gruppenbild der Abschlussdiskussionsrunde
Abschlussdiskussion der Divigation. Foto: Universität Passau

"Das Projekt Digivation und insbesondere diese Veranstaltung sind sehr gute Beispiele dafür, wie die Universität Passau in ihrem Leitthema "Digitalisierung, vernetzte Gesellschaft und (Internet)kulturen" durch intensive Transferaktivitäten nicht nur in Forschung und Lehre, sondern auch in die wirtschaftliche Praxis wirkt", so die Präsidentin der Universität Passau, Prof. Dr. Carola Jungwirth, in ihrem Grußwort.

"Die Beiträge der Projekte haben aufgezeigt, wie zentral das Thema für Firmen aus sehr unterschiedlichen Branchen ist. Viele befinden sich momentan noch in der Orientierungs- und Findungsphase und probieren unterschiedliche Ansätze aus. Die Wissenschaft kann hier einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie die Unternehmen in diesem Prozess mit Studien begleitet, welche die Entscheidungsfindung unterstützen und die Konzepte kritisch überprüfen und zu verbessern helfen", fasst Prof. Dr. Jan H. Schumann, Organisator und Gastgeber der Konferenz, zusammen. Schumann unterstützt und vernetzt im Rahmen des Projekts "Digivation" insgesamt über 20 Verbundprojekte in der Förderlinie "Dienstleistungsinnovation durch Digitalisierung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bei der Erarbeitung und dem Transfer ihrer Projektergebnisse.

Zwei Keynote-Vorträge von Vertretern namhafter Passauer Unternehmen zeigten aus unterschiedlichen Perspektiven auf, welche aktuellen Themen in der Praxis gerade diskutiert werden: Dr. Alexander Graf von der ZF Friedrichshafen AG sprach in seinem Vortrag "Car eWallet - Eine M2M Economy Plattform für den Automotivbereich auf Blockchain-Basis" über den Weg der ZF Friedrichshafen AG vom produzierenden Unternehmen von Getrieben und Achsen zum Anbieter einer Plattformlösung. Er betonte hierbei auch die Bedeutung der Kooperation mit anderen großen Playern, wie der UBS und IBM. Im zweiten Vortrag, den Dr. Stephan Melzer von der msg systems AG zum Thema "Güter- und serviceorientierte Wertschöpfung - Herausforderungen und Chancen aus Sicht eines Softwareberatungsunternehmens" hielt, standen die Herausforderungen der Digitalisierung im Mittelpunkt. Dr. Melzer stellte heraus, dass die Digitalisierung von den Unternehmen viel Flexibilität verlangt und dass diese in Zukunft beides beherrschen und flexibel dazwischen wechseln können müssen: das Verkaufen von Produkten und das Erbringen von Dienstleistungen, die auf diesen Produkten aufsetzen.

Zudem konnten die Besucherinnen und Besucher Projektpräsentationen sowie eine Poster-Ausstellung im Foyer mit den Ergebnissen aller 22 Forschungsprojekte im Bereich der digitalen Dienstleistungsinnovation, die im Verbundprojekt "Digivation" entstanden sind, besuchen.

Den Abschluss der Konferenz bildete eine Podiumsdiskussion zu aktuellen Themen wie Industrie 4.0, crowd- und cloudbasierte Geschäftsmodellen oder Internet of Things unter der Moderation von Prof. Dr. Robert Obermaier (Universität Passau). Zu Gast waren Prof. Dr. Kai von Lewinski (Universität Passau), Prof. Dr. Daniel Beverungen (Universität Paderborn), Dr. Alexander Graf (ZF Friedrichshafen AG) sowie Dr. Stephan Melzer (msg systems AG) und Erik Mertens vom Projektträger PTKA. Hier wurden u.a. juristischen Rahmenbedingungen oder auch die weitere Ausrichtung der Förderlinie angesprochen.

Katrina Jordan | 23.10.2017

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