Panel 6: Additive Fertigung

Panel 6: Additive Fertigung

Leitung des Panels: Dr. Erich Fuchs, Geschäftsführer am Institut für Softwaresysteme in technischen Anwendungen der Informatik an der Universität Passau (FORWISS)

Zeitpunkt: 20.09.2018, 10:30 Uhr, HS 7

Vorträge
1. Deformationskompensation in der additiven Fertigung
Dr. Alexander Zimmermann
Universität Passau
2. Optimierung der Eigenschaften von 3D-gedruckten metallischen Bauteilen
Pavel Šuchmann
COMTES FHT s.r.o., Dobřany
3. Herausforderungen bei FLM mit biobasierten Verbundwerkstoffen
Dr. Andreas Haider
Kompetenzzentrum Holz GmbH, Linz

Beschreibung

Die additive Fertigung stellt eine zentrale Komponente im Umfeld Industrie 4.0 dar und umfasst Verfahren zur schnellen und kostengünstigen Fertigung von Modellen, Mustern und Prototypen und ist damit das Verfahren der Wahl im Rapid Prototyping. Es zeichnet sich der Trend ab, dass Einzelstücke mit hoher Funktionalität sowie kleine bis mittelgroße Serien künftig überwiegend über additive Fertigungstechnologien hergestellt werden, d.h. additive Fertigungstechnologien haben das Potenzial konventionelle Produktionstechnologien wie Gießen, Fräsen oder Drehen abzulösen oder entscheidend zu beeinflussen. Bisherige Innovations- und Produktionsprozesse und Wertschöpfungssysteme werden mittelfristig massiv verändert: Der Einsatz additiver Fertigungsverfahren wird u.a. eine Verkürzung der Produktentwicklungszeiten, eine schnelle, nahezu werkzeuglose Produktion vor Ort, die Herstellung von komplexen Einzelteilen mit hoher Funktionalität, die Kombination verschiedener Werkstoffe oder die Individualisierung von Produktion durch Losgröße-1-Fertigung erreichen.

Die Vorträge konzentrieren sich auf verschiedene Aspekte der additiven Fertigung: Als Ergebnis aus dem Projekt TFP-HyMat wird das Potential hybrider Materialien aufgezeigt. Einen wichtigen Anteil an der gesamten Prozesskette bildet die Vorverarbeitung der Daten für die additive Fertigung. Hierzu werden Methoden für die Kompensation von prozessbedingten Deformationen durch mathematische Methoden vorgestellt. In einem weiteren Beitrag wird beschrieben, wie man mit Hilfe der Analyse lokaler Werkstoffeigenschaften die Prozesse der additiven Fertigung optimieren kann, wobei die Eigenspannungen minimiert und gewünschte Werkstoffeigenschaften erreicht werden.

Das Panel wird organisiert vom Institut für Systeme in technischen Anwendungen der Informatik FORWISS der Universität Passau, das seit mehr als 20 Jahren mit Industriepartnern in Projekten auf dem Gebiet der Datenvorverarbeitung für additive Fertigungsverfahren forscht.

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