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UID:11397-7153@www.uni-passau.de
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SUMMARY:DAAD-Sommerseminar 2026: "Aus TrÃ¤nen baut man keinen Turm!": Irredenta und UnabhÃ¤ngigkeitsbestrebungen im (post)sowjetischen SÃ¼dkaukasus
DESCRIPTION:Referentin: Tessa Hofmann, Prof. h.c. Dr. phil., Philologin (Sl
 awistik, Armenologie) und Soziologin (Migrations- und Genozidforschung); S
 achbuchautorin mit Schwerpunkt SÃ¼dkaukasus und Naher Osten; ehrenamtliche
  Menschenrechtlerin\n\n\n\nPerson: Prof. Dr. Tessa Hofmann ist eine weltwe
 it renommierte Genozidforscherin, Soziologin, Menschenrechtsaktivistin und
  Autorin. Nach ihrer Promotion an der Freien UniversitÃ¤t Berlin im Jahr 1
 982 arbeitete sie von 1983 bis 2015 am Osteuropa-Institut der FU Berlin - 
 weitere Infos: https://www.oei.fu-berlin.de/institut/ankuendigungen/2025_1
 0_27_Tessa-Hofmann.html\n\n\n\nInhalt: "Der Vortrag erlÃ¤utert zunÃ¤chst d
 ie sowjetische Administrativ- und NationalitÃ¤tenpolitik im SÃ¼dkaukasus a
 n den Beispielen Abchasiens, SÃ¼dossetien und Berg-Karabachs. Aus Sicht de
 s doppelt betroffenen Georgien wurde sie von dem imperialen Grundsatz â€žT
 eile und herrsche!â€œ bestimmt, aus Sicht der betroffenen Volksgruppen â€“
  Abchasen, (SÃ¼d)Osseten und Karabach-Armenier â€“ durch die Verletzung de
 s nationalen Selbstbestimmungsrechts. Letzteres sowie das Sezessionsrecht 
 und der Grundsatz der territorialen IntegritÃ¤t waren in allen sowjetische
 n Verfassungen (1918 bzw. 1924, 1936, 1977) verankert, bildeten jedoch in 
 der spÃ¤t- und postsowjetischen RealitÃ¤t unvereinbare vÃ¶lkerrechtliche G
 rundsÃ¤tze.\n\n\n\nDie UnabhÃ¤ngigkeits- und irredentistischen Bestrebunge
 n der an der Grenze zur RusslÃ¤ndischen FÃ¶deration gelegenen Gebiete Abch
 asien und SÃ¼dossetien fanden die wirtschaftliche und militÃ¤rische Unters
 tÃ¼tzung Russlands, so dass sie sich seit den 1990er Jahren der Kontrolle 
 Georgiens entziehen konnten. Im Konflikt zwischen Aserbaidschan und der ir
 redentistischen Bewegung Berg-Karabachs sowie der Republik Armenien verhie
 lt sich Russland jedoch passiv bzw. enttÃ¤uschte armenische Hoffnungen, ni
 cht zuletzt wohl aus energiewirtschaftlichen ErwÃ¤gungen und in Ablehnung 
 des prowestlichen Kurses der derzeitigen armenischen Regierung. Die aserba
 idschanische Hungerblockade und Deportation der armenischen BevÃ¶lkerung 2
 023 wurden von internationalen und nationalen Menschenrechtsorganisationen
  als Genozid eingestuft.\n\n\n\nIm dritten Teil des Vortrags geht es um di
 e Inkonsistenzen des VÃ¶lkerrechts im Hinblick auf Separatismus und Irrede
 ntismus. An den europÃ¤ischen Beispielen Kosovo, Katalonien und Schottland
  wird die uneinheitliche Zustimmung bzw. Ablehnung dieser Separatismen erl
 Ã¤utert und nach den jeweiligen Motiven gefragt. In der abschlieÃŸenden Di
 skussion gehen wir von der Behauptung des Politologen Stephen Krasner aus;
  er spricht von â€žorganisierter Heucheleiâ€œ: Staaten bekennen sich zu vÃ
 ¶lkerrechtlichen Normen, wenden sie aber hÃ¶chst selektiv an." \n\n\n\n* I
 nformationen und Inhalte wurden von der Referentin bereitgestellt.
DTSTAMP:20260413T072743Z
DTSTART:20260505T160000Z
DTEND:20260505T173000Z
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