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SUMMARY:Menschen­feindlichkeit als Leitmotiv. Das Weltbild der Incel-Bewegung
DESCRIPTION:Herr PD Dr. Thorsten Benkel, akademischer Oberrat für Soziolog
 ie, tätig am Lehrstuhl für Soziologie mit Schwerpunkt Techniksoziologie 
 und nachhaltige Entwicklung, wird sich mit der Incel-Bewegung auseinanders
 etzen.\n\nDer Vortrag, der auch Impulse zum gemeinsamen Austausch bietet, 
 dient einer soziologischen Verortung der spezifischen Menschen- und Demokr
 atiefeindlichkeit, welche aus der Ideologie der Incels folgt.\n\nAber was 
 versteht man unter Incel?\n\nAls Incel (für ›involuntary celibate‹, a
 lso: unfreiwillig enthaltsam) bezeichnen sich oft junge Männer, die sich 
 im Internet miteinander verbinden, um der Frustration über ihre Lebenssit
 uation gemeinsam freien Lauf zu lassen: Über Foren, Memes und andere Wort
 meldungen tauschen sie sich polemisch zum vermeintlichen Werteverfall in d
 er westlichen Kultur aus, der sie ihrer ›natürlichen‹ Rechte und Gest
 altungsmöglichkeiten beraubt habe. Ohne Aussicht auf Partnerschaft, ohne 
 Karriere und ohne Chance auf Verbesserung der Lebenssituation bleibe ihnen
  folglich wenig mehr als die oft menschenverachtende Hetze gegen die ›Sc
 huldigen‹, als die sie vor allem Frauen ausmachen. Sie degradieren dabei
  aber auch Ausländer, Liberale und generell erfolgreichere Menschen bzw. 
 auf geradezu masochistische Weise auch sich selbst. Gewaltfantasien bis hi
 n zu Destabilisierungsvisionen wider die freiheitlich-demokratische Grundo
 rdnung sind ein wesentliches Merkmal dieser Denkweise. Vereinzelt kommt es
  zu gewalttätigen Übergriffen, im Wesentlichen geht es aber um eine Geis
 teshaltung, die eher schleichend in die Gesellschaft eindringt.
DTSTAMP:20250917T070815Z
DTSTART:20251029T170000Z
DTEND:20251029T183000Z
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