Profil und Leitbild

Profil und Leitbild

Die Universität Passau steht für exzellente Forschung und innovative Lehre. Weltoffenheit und Vielfalt sind unbedingte Bestandteile dieser Exzellenz. In Passau verbinden sich Wissenschaft, Kultur und Gründergeist in einzigartiger Weise. Menschen aus der ganzen Welt begegnen sich in der barocken Altstadt regelmäßig und tauschen sich über ihre akademischen, kulturellen oder unternehmerischen Projekte aus. Diese enge Vernetzung ist eine unserer größten Stärken.

Blick über den Inn und die Eisenbahnbrücke

Universität für Europa. In Gegenwart und Zukunft

Unser Ziel ist es, eine zukunftsfähige, international sichtbare und attraktive bayerische Universität für Europa zu sein, die zur Lösung gegenwärtiger und zukünftiger Herausforderungen einen signifikanten Beitrag leistet. 

Die Förderung exzellenter Forschung sowie die Schaffung hervorragender Arbeitsbedingungen – insbesondere auch für die Studierenden und den wissenschaftlichen Nachwuchs – ist unsere Handlungsmaxime.

Bis zu ihrem 50. Geburtstag wollen wir zu einem der führenden Zentren in Europa für Grundlagenforschung zu den gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung werden.

Drei Themenschwerpunkte, eine Vision

Mit unserer Vision für 2028 schreiben wir das erfolgreiche Ausbauprogramm Technik Plus fort. Wir fokussieren unsere Forschung auf drei Themenschwerpunkte, die wir konsequent aus dem Gründungsgedanken unserer Universität ableiten:

Europa und Globaler Wandel

Die Universität Passau wurde 1978 als sogenannte Grenzlanduniversität in der Dreiflüssestadt Passau am Dreiländereck gegründet und hatte das Thema Europa mit der unmittelbaren Grenze zu Österreich und der Nähe zum Eisernen Vorhang buchstäblich vor Augen. Diese Historie wird durch den Themenschwerpunkt "Europa und Globaler Wandel" aufgegriffen und in Forschung und Lehre in ein modernes interkulturelles Profil mit europäischem Schwerpunkt überführt.

Migration, nachhaltige Entwicklung und gerechte Ordnung

Die europäische Verantwortung, auf die globalen Herausforderungen mit angemessenen Lösungsstrategien zu antworten, hat die Forscherinnen und Forscher der Universität Passau in den letzten Jahren zunehmen in die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Entwicklungsfragen geführt. Ein Ergebnis dieser interdisziplinären Beschäftigung ist nicht nur der fakultätsübergreifende Masterstudiengang Development Studies, sondern auch der Themenschwerpunkt "Migration, nachhaltige Entwicklung und gerechte Ordnung".

Digitalisierung, vernetzte Gesellschaft und (Internet)Kulturen

Seit 2011 hat sich die Universität Passau konsequent, fakultätsübergreifend und interdisziplinär mit einer weiteren globalen Entwicklung auseinandergesetzt: den gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung. Aus dem Ausbauprogramm Technik Plus und der zweiten Phase des erfolgreichen DFG-Graduiertenkollegs Privatheit entstanden nachhaltige Impulse für die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fakultäten. Auf dieser Grundlage entwickelten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Passau den Themenschwerpunkt "Digitalisierung, vernetzte Gesellschaft und (Internet)kulturen".  

Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Dauerhafte Spitzenleistungen in Forschung und Lehre können nur durch eine exzellente Nachwuchsförderung erreicht werden.

Aus diesem Grund fördert die Universität Passau ideell und auch finanziell den aktiven und erfolgreichen Beitrag ihrer Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zur globalen Wissenschaft – und zwar durch herausragende Forschungsbeiträge, den Aufbau internationaler Forschungsnetzwerke sowie die Sichtbarkeit der Forschungsleistungen im In- und Ausland.

Dabei legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf die Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses.

Diversität und Gleichstellung

Die Vielfalt unserer Studierenden, Lehrenden und Beschäftigten ist uns Stärke und Verantwortung zugleich. Unterschiede, etwa in Geschlecht, Sprache, ethnischer Zugehörigkeit, Herkunft, weltanschaulicher oder religiöser Ausrichtung, politischer Überzeugung, Alter, sexueller Orientierung, physischer und psychischer Leistungsfähigkeit oder außergewöhnlicher Biographien und Erfahrungshorizonte stellen gewohnte Perspektiven infrage und geben Impulse wissenschaftliche Kreativität und Innovation. 

Die Universität Passau strebt nicht nur nach Exzellenz in Forschung und Lehre, sondern verfolgt diese auch im Bereich Frauenförderung und Gleichstellung. Dabei legen wir den Schwerpunkt auf die Erhöhung der Anzahl an Frauen auf Lehrstühlen und Professuren. 

Diese Maßstäbe gelten auch für die wissenschaftsunterstützenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diversität ist Teil des universitären Selbstverständnisses und sollen das Bild der Universität Passau in der Stadt, in der Region, in Deutschland, in Europa und in der Welt prägen.

Diversität und Familienfreundlichkeit

Die Universität Passau hat sich zu hohen Standards für die Vereinbarkeit von Familienaufgaben mit Studium, Lehre, Forschung und wissenschaftsunterstützenden Tätigkeiten verpflichtet. Hierbei wird ein weiter Familienbegriff zu Grunde gelegt, der ausdrücklich auch die Verantwortung für pflegebedürftige Angehörige einschließt.

Die gesellschaftliche Relevanz von Forschung sichtbar und neue wissenschaftliche Erkenntnisse nutzbar zu machen, betrachten wir als eine wesentliche Aufgabe unserer Universität.

Das Fächerspektrum der Universität Passau umfasst die geistes-, rechts-, sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Bereiche sowie die Informatik und Mathematik. Das Wissen und die Technologien, die aus unserer Forschung entstehen, sollen für die Gesellschaft und Wirtschaft nutzbar werden. In diesem Sinne verstehen wir Wissens- und Technologietransfer. Dazu gehört auch der Transfer von Impulsen, die in Forschung und Lehre oder umgekehrt in die Gesellschaft einfließen. 

Wir stellen sozial, kulturell, rechtlich oder ökonomisch nutzbares Wissen bereit und legen dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Förderung von Gründungsaktivitäten und die Nutzbarmachung für die Gesellschaft.

Universität Passau: Wissenstransfer