ClimUP-Newsletter Mai 2026
|
Neugierig darauf, wie wir den Campus und unseren Alltag ein Stück grüner und zukunftsfreundlicher gestalten können?
Finden Sie hier Inspiration, die Lust auf mehr macht, und Wissen, das Handeln verwandelt. Gemeinsam auf dem Weg in eine nachhaltige, klimafreundliche Zukunft.
|
Nachhaltigkeitsstrategie veröffentlicht
Die Nachhaltigkeitsstrategie der Universität wurde bereits im Sommer von den entsprechenden Gremien verabschiedet und Ende November veröffentlicht. Die Strategie versteht Nachhaltigkeit als zentrale Transformationsaufgabe der Universität und orientiert sich am Whole Institution Approach. Dabei werden alle Bereiche – von der Forschung über die Lehre und den Transfer bis hin zur Governance und dem Campusbetrieb – einbezogen. Bei der Umsetzung folgt die Strategie dem Vorrangmodell: Die ökologische Nachhaltigkeit bildet den zentralen Bezugspunkt, während die sozialen und ökonomischen Dimensionen bewusst mitgedacht werden. Als infrastrukturelle und bauliche Maßnahmen sind unter anderem der weitere Ausbau erneuerbarer Energien auf dem Campus und die Einführung des Umweltmanagementsystems EMAS geplant. Ebenso sieht die Strategie vor, das zentrale Ziel der Nachhaltigkeit in Forschung, Lehre und Transfer zu verankern. Besonderer Dank gilt den beiden Hauptautoren, dem Vizepräsidenten Prof. Dr. Werner Gamerith und dem ehemaligen Geschäftsführer des Nachhaltigkeits-Hubs, Stefan Schröder.
Die Nachhaltigkeitsstrategie finden Sie hier: https://www.uni-passau.de/nachhaltigkeit/nachhaltiger-campus/governance/nachhaltigkeitsstrategie
|
Dr. Stefanie Wehner, Vizepräsident Prof. Dr. Werner Gamerith und Präsident Prof. Dr. Ulrich Bartosch stellen die Nachhaltigkeitsstrategie vor
|
Neue Zuständigkeiten im Bereich Nachhaltigkeit
Seit dem 1. April 2026 ist Vizepräsident Prof. Dr. Dr. h. c. Harald Kosch zusätzlich zum Ressort Akademische Infrastruktur/IT auch für das Ressort Nachhaltigkeit zuständig. Prof. Dr. Werner Gamerith wurde von der Universitätsleitung mit sofortiger Wirkung zum Nachhaltigkeitsbeauftragten bestellt. In dieser Funktion betreut er die Themenfelder „Nachhaltiger Campus“ sowie „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ und unterstützt die Universität weiterhin tatkräftig in ihren Bestrebungen für Nachhaltigkeit und Klimaschutz.
|
Gemeinsam im Team für mehr Nachhaltigkeit: Vizepräsident für Akademische Infrastruktur/IT und Nachhaltigkeit Prof. Dr. Dr. h. c. Harald Kosch und Nachhaltigkeitsbeauftragter der Universitätsleitung Prof. Dr. Werner Gamerith setzen sich gemeinsam für eine nachhaltige Universität Passau ein.
|
PV-Anlagen am Campus in Betrieb
Die Universität Passau hat nach etwa sechs Jahren Planung und Umsetzung eine nahezu flächendeckende Photovoltaikanlage auf ihrem Campus erfolgreich in Betrieb genommen. Das größte Energieprojekt der Universitätsgeschichte umfasst eine Gesamtleistung von 2.600 kWp und erstreckt sich über 14 Gebäude-Dachflächen sowie 13 Technikstandorte.
Die Anlage wurde durch eine Förderung des Freistaats Bayern ermöglicht und ist über das universitätseigene Mittelspannungsnetz an das Stromnetz der Stadtwerke Passau angebunden. Ein neu installierter Stromspeicher mit 700 kWh Kapazität erhöht den Eigenverbrauch und reduziert die Abhängigkeit von externem Strombezug.
Besondere Herausforderungen stellten die Einhaltung strenger technischer Normen, statische Neuberechnungen (u. a. aufgrund veränderter Schneelastanforderungen) sowie die denkmalgerechte optische Gestaltung dar. Die Installation gelang während des laufenden Universitätsbetriebs nahezu störungsfrei.
Die zusätzlichen Kapazitäten ermöglichen künftig eine ressourcenschonendere Kälteerzeugung, optimierte Kühlkonzepte für die Mensa sowie ergänzende Heizlösungen. Universitätspräsident Prof. Schumann und sein Vorgänger Prof. Bartosch betonen die Bedeutung des Projekts für eine autarke, resiliente und nachhaltige Energieversorgung der Universität.
|
Inbetriebnahme der PV-Anlage der Universität Passau; (v.l.) Altpräsident Prof. Dr. Ulrich Bartosch, Josef Köberl (Leitung Facility Management Universität Passau), Herr Steinhofer (Planungsbüro ELMA), Präsident Prof. Dr. Jan H. Schumann, Herr Englmaier (Solar Pur AG), Konrad Binder (Projektleitung), Herr Rimbeck (Wirth GmbH), Prof. Dr. Werner Gamerith; Foto: Universität Passau/Schwarz.
|
Bäume am Campus
Wir freuen uns über den neuen Baum, der am Eingang des Nikolaklosters, oberhalb des Torbogens, gepflanzt wurde. Er ersetzt die Platane, die im Jahr 2024 aufgrund eines Sturms entwurzelt wurde und daher gefällt werden musste.
Leider mussten wir uns auch von einer schönen alten Pappel zwischen ITZ und IM verabschieden. Aus diesem Baum sind bereits mehrfach große Äste abgebrochen. Die Verkehrssicherungspflicht konnte nicht gewährleistet werden. Daher hat man sich schweren Herzens für die Entnahme des Baumes entschieden. Zumindest wurde Platz geschaffen, sodass die umliegenden Bäume nun weiter gedeihen können.
|
Neuer Baum am Nikolakloster: Er ersetzt die 2024 durch einen Sturm verlorene Platane und setzt wieder ein grünes Zeichen am Eingang.
|
Naturnahe Blühwiesen
Seit April 2025 verwandelt die Universität Passau über 6.000 Quadratmeter ehemals wöchentlich gemähter Rasenflächen in artenreiche, naturnahe Wiesen. Statt monotonem Grün blühen dort nun Hahnenfuß, Schafgarbe, Nelke und viele weitere Wildpflanzen – ein wichtiger Lebensraum für Wildbienen, Käfer und andere Insekten. Durch eine reduzierte Mahd (nur noch zwei- bis dreimal jährlich) können die Pflanzen ausblühen und Samen bilden, was Boden, Wasserhaushalt und Klimaresilienz verbessert.
Eine Bestandsaufnahme mit dem Landschaftspflegeverband Passau ergab, dass der natürliche Pflanzenbestand bereits so artenreich ist, dass zunächst auf teures Fremdsaatgut verzichtet wird. Stattdessen fördert man die Selbstausbreitung, indem das Mähgut einige Tage liegen bleibt.
Ab dem Sommersemester 2026 wird das Projekt wissenschaftlich begleitet (Prof. Dr. Schmitt): Geplant sind regelmäßige Vegetationskartierungen, Bodenproben und Insektenzählungen. Studierende können so praxisnah Forschung betreiben – ein Gewinn für Lehre, Artenvielfalt und nachhaltige Campusentwicklung.
|
Karte mit den geplanten naturnahen Flächen zur Erhöhung der Artenvielfalt
|
|
Das machen wir für das Klima
|
Baumpflanzaktion in Nordghana: 1.000 Bäume fürs Klima
Insbesondere Forschungstätigkeiten im internationalen Kontext sind mit Treibhausgasemissionen verbunden. Zwar werden Flugreisen derzeit noch vom Freistaat Bayern kompensiert. Eine Forschergruppe Westafrika aus der Passauer Geographie ging einen Schritt weiter: Ein Ergebnis der Forschung im ländlichen Ghana war der Bedarf nach Aufforstung für die Verbesserung des Mikroklimas und die Versorgung mit Früchten und Nüssen, um die Ernährungslage der Bevölkerung zu verbessern. Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der fünf beforschten Dörfer, einem ehrenamtlich engagierten Agroforstexperten und privaten Spenden konnten mit Unterstützung des Passauer Teams fast 1.000 Bäume, darunter Mango und Cashew-Bäume, gepflanzt werden. Teilweise stehen die Bäume auf dem Schulgelände oder im öffentlichen Raum, so dass sie gemeinschaftlich gepflegt und genutzt werden können. Pro Jahr sequestrieren diese Bäume potenziell 15-20 Tonnen Kohlenstoffdioxid. Während der gesamten Projektlaufzeit von 3,5 Jahren sind für das Passauer Team mobilitätsbedingt Kohlenstoffdioxid-Emissionen von ca. 30 Tonnen angefallen. Zudem entstand hier eine gute und dauerhafte Basis für eine dauerhafte Kooperation mit dem globalen Süden.
|
Klimaschutz in Ghana: Dr. Christian Ungruhe und ghanaische Mitstreiter pflanzen einen jungen Baum auf kargem Boden.
|
Neue Urban-Gardening-Gruppe an der Uni Passau ab SS 2026
Im Sommersemester 2026 hat sich an der Universität Passau eine neue Urban-Gardening-Gruppe gegründet. Sie kümmert sich um die verschiedenen Urban-Gardening-Stationen auf dem Campus und lädt Studierende sowie Mitarbeitende herzlich zum Mitmachen ein.
Ziel der Gruppe ist es, die bestehenden grünen Oasen – darunter der Studierendengarten beim WiWi-Gebäude, die Hochbeete am Kulturtransport und der Campusacker der CampusAckerdemie – zu pflegen, weiterzuentwickeln und für alle zugänglich zu machen. Angeleitet wird die Gruppe vom Ackercoach der Campusackerdemie und der Stabsstelle Klimaschutz der Universität.
Interessierte Studierende und Mitarbeitende können sich jederzeit bei Dr. Stefanie Wehner von der Stabsstelle Klimaschutz melden. Sie gibt gern Auskunft über aktuelle Termine und Möglichkeiten zum Engagement.
Die Universität Passau ist bereits seit 2021 im Urban-Gardening-Bereich aktiv. Mit dem Studierendengarten, der CampusAckerdemie und den Beeten des Kulturtransport e.V. entsteht so Stück für Stück ein lebendiges, nachhaltiges Campusgrün, das Gemeinschaft fördert und zum praktischen Lernen einlädt.
Wer Lust auf eigenes Gärtnern, frische Kräuter und Gemüse oder einfach auf eine bunte Gemeinschaft hat, ist herzlich willkommen – ganz gleich, ob mit oder ohne Vorerfahrung.
|
Projektförderung
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
|
V.i.S.d.P.: Universität Passau, Innstraße 41, 94032 Passau Tel.: 0851/509-2022 Kontakt für Rückfragen: nachhaltigkeit@uni-passau.de
|
|