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30 Jahre Uni Passau: Tag der offenen Tür am Samstag, 8. November



Vor 30 Jahren wurde die Universität Passau eröffnet - anlässlich dieses Jubiläums lädt sie zu einem großen Tag der offenen Tür am Samstag, 8. November, ein. Zwischen 10 und 17 Uhr zeigt sich die Universität Passau in ihrer ganzen Breite: Rund 70 Info-Stände, über 50 Vorträge und Diskussionsrunden, 14 Veranstaltungen aus den Bereichen Theater und Musik, ein vielfältiges Sportprogramm, mehrere Führungen sowie Universitätsrallyes und eine Ausstellung über die Geschichte der Universität Passau sorgen für einen kurzweiligen Tag. Anhand eines umfangreichen Programmhefts können sich alle Interessenten bereits vorab ein individuelles Programm zusammenstellen. Das Programm im Internet: www.uni-passau.de/tag-der-offenen-tuer.html. Nachfolgend eine Auswahl aus dem Programm.

Das Angebot umfasst das gesamte Spektrum der Universität: Wissenschaftliche Vorträge sowie Informationsveranstaltungen über die Studienangebote der Universität, Ausstellungen zu Forschungsprojekten, kurze Aufführungen und Show-Einlagen der verschiedenen Theater- und Musikgruppen; aber auch die Hauswerkstatt oder die Krabbelstube öffnen ihre Pforten.

Neue Innsteg-Aula und Präsentation der Baugeschichte der Universität
Erstmals hat die Öffentlichkeit die Möglichkeit, die runderneuerte Innsteg-Aula (Innstraße 23) zu besichtigen. Dort zeigt das Staatliche Bauamt zudem die Ausstellung "30 Jahre Planen und Bauen für die Universität Passau" anhand von Fotos, Plänen, Modellen sowie mit einer Leinwandpräsentation wird die Baugeschichte der Universität Passau sichtbar.

Informationen insbesondere für Schülerinnen und Schüler
Insbesondere für Schüler interessant sind Vorträge zu den einzelnen Studiengängen der Universität. Vorgestellt werden alle Studiengänge der Universität, dazu gibt es umfangreiche Informationen über die Möglichkeiten eines Auslandsaufenthalts, über die Angebote des Zentrums für Schlüsselqualifikationen und darüber, wie die Studienbeiträge die Studienbedingungen verbessert haben.
Wer noch nicht weiß, was er einmal studieren möchte, ist bei NEWBIES, dem "Neuartig Echtem Wissenschaftlichen Beratungssystem für den intelligenten Einstieg ins Studium" genau richtig. Dipl.-Inf. Sven Radde und Dipl.-Inf. Andreas Kaiser zeigen unentschlossenen Schülern und Abiturienten, wie durch ein auf künstlicher Intelligenz basierendes System eine erste Beratung zum Studieneinstieg gegeben wird. Die Vorlieben der Schüler werden dabei erfragt und durch eine Kombination von Expertenwissen und Erfahrungen von Passauer Studierenden in Empfehlungen umgesetzt.

Internationalisierung wird an der Universität Passau groß geschrieben. Über die Möglichkeiten künftiger Auslandsaufenthalte informieren können sich Schülerinnen und Schüler beim Akademischen Auslandsamt: Studieren im Ausland. Barbara Lehrmann und ihr Team bieten umfassende Informationen über Partnerhochschulen, Studien- und Fördermöglichkeiten der Europäischen Union und über Programme des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD (insbesondere über das ERASMUS-Programm), Praktikumsangebote und über wichtige Anlaufstellen vor, während und nach dem Auslandsaufenthalt.

Studieren in Passau - Auslandssemester in Argentinien zwischen Maradona, asado & co: Martina Weis informiert über die Chance, auf Grund der guten partnerschaftlichen Beziehungen zu den lateinamerikanischen Universitäten ein Auslandssemester in Lateinamerika zu verbringen. Besonders gute Möglichkeiten gibt es dabei in Argentinien. Der Vortrag gibt einen Überblick über Argentinien und zeigt, dass das Land mehr zu bieten hat als Evita, Maradona und Gauchos. In Ergänzung zu diesem Vortrag stellt der Lehrstuhl für Romanische Literaturen im Foyer IT-Zentrum/International House Fotos von Studierenden zum Thema "Mi Argentia querida" aus.

Ein Infostand des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz bietet zudem Angebote rund ums Thema Studienfinanzierung, Wohnen, Essen und Trinken, Kulturförderung und Sozialberatung.

"Studieren mit Stipendium? Die an der Uni vertretenen Begabtenförderungswerke stellen sich vor":
Vertreter der Begabtenförderungswerke informieren über studienbegleitende Stipendien von: Cusanuswerk, Friedrich-Ebert-Stiftung, Hanns-Seidel-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung, Heinrich-Böll-Stiftung, Stiftung der Deutschen Wirtschaft, Max-Weber-Programm.

University goes online - nicht nur am Informationsstand des InteLeC-Zentrums. Das InteLeC-Zentrum bietet im Web einen Überblick über das Lehrangebot, ermöglicht die Anmeldung zu Veranstaltungen, den Zugriff auf Lehrmaterialien, die Kommunikation mit anderen Lernenden und die Präsentation eigener Studienleistungen im ePortfolio.

Ausstellung und Führungen
Das Universitätsarchiv hat eine Ausstellung "30 Jahre Universität Passau" vorbereitet, die auch am Tag der offenen Tür zu sehen sein wird: Die Stadt Passau kann auf mehr als 30 Jahre Hochschulgeschichte zurückblicken. Die Wurzeln der Universität Passau liegen im Jesuitenkolleg Passau des 17. Jahrhunderts. Die Etappen der Vorgeschichte, die Schritte bis zur Eröffnung im Jahr 1978 und die Entwicklung zur modernen Hochschule im Jahr 2008 werden in Wort, Bild und Exponaten durch das Universitätsarchiv gezeigt. Archivar Mario Puhane bietet dort auch eine Führung durch die Ausstellung an.

Eine Führung über den Campus mit dem Blick der Studierendenvertretung bietet der Sprecherinnenrat der Universität an, Angela Güntner bietet eine "Eine Reise in die Welt der Bücher - Führung durch die Zentralbibliothek" an.

Durch das Gebäude IT-Zentrum/International House führt Dipl.-Ing. (FH) Ludwig Zistler unter dem Motto "Trotz Glasfassade auf Passivhausniveau". Das IT-Zentrum erfüllt die wärmetechnische Vorgabe der EnEV (Energieeinsparverordnung) 2002. Durch technische Raffinessen konnte der vorgegebene Wert um 67 Prozent unterschritten und unter das Passivhausniveau von Bürogebäuden gedrückt werden. Dies wurde unter anderem durch Wärmerecycling ermöglicht. Hier wird von EDV-Geräten und Menschen abgegebene Wärme abgeschöpft. Die Wärme wird gespeichert und durch die Sommerkältemaschinen, die im Winter als Wärmepumpen laufen, auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und zur Beheizung der Büroräume verwendet.

Alles was Recht ist…
Im Juridicum erläutert Prof. Dr. Ralf Müller-Terpitz ab 10.00 Uhr mit seinem Vortrag "Das Bundesverfassungsgericht im Spiegel der Karikaturen" historisch und rechtlich bedeutende Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts der letzten 50 Jahre anhand von Karikaturen, die sich mit diesen Entscheidungen inhaltlich auseinandergesetzt haben. Prof. Dr. Robert Esser erklärt, was es mit dem Spruch "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Strafrecht im Alltag anhand von Fallbeispielen" auf sich hat. Der Vortrag will anhand einfach gelagerter Fallkonstellationen (Entfernen vom Unfallort; Behalten von Fundsachen; Einkaufsverhalten in SB-Läden) strafrechtliche Risiken des Alltags erläutern, zugleich aber auch deutlich machen, wie das Strafrecht mit der sogenannten Irrtumslehre auf etwaige Fehlvorstellung des Bürgers reagiert. Fragen und Anregungen aus dem Kreis der Zuhörer sind herzlich willkommen.

"Warum dürfen Kinder nicht ins Internet, obwohl es so kinderleicht ist?" lautet der Vortrag von Prof. Dr. Dirk Heckmann. Er erläutert in seiner Vorlesung speziell für 8-12-jährige Kinder das Internet; die Übertragung der Vorlesung erfolgt zeitgleich im Internet unter www.rehmo.uni-passau.de.


Engagierte Studierende: sozial, kulturell, fachbezogen, politisch
Die Studierenden und Absolventen der Universität Passau sind für ihr vielfältiges Engagement bekannt, sei es in kulturellen, künstlerischen oder fachbezogenen Gruppen oder eben im sozialen Bereich. Ein Grund hierfür ist sicherlich, dass die Universität keine typische "Heimfahrer-Universität" ist. Mit ihrem Engagement bereichern die Studierenden das Universitäts- und das Stadtleben. Nahezu alle Gruppen stellen sich am Tag der offenen Tür auch in Präsentationen oder mit Infoständen der Öffentlichkeit vor. Beispielsweise das Wirtschaftssymposium Passau, das sich zum Ziel setzt, den Transfer zwischen Praxis und Hochschule durch ein jährliches Symposium zu bereichern. Hierbei treffen Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft aufeinander, um mit motivierten Studenten aus allen Fachrichtungen zu diskutieren. Oder das PraxisForum Passau, das ebenfalls den Kontakt zwischen der Praxis und der Universität Passau ausbauen will und in jedem Jahr bedeutende Topmanager zu Vorträgen einlädt. GoverNET bietet Gonopoly an - ein interaktives Spiel zum Kennenlernen des Studiengangs Governance and Public Policy - Staatswissenschaften.

Soziales Engagement von Studierenden steht im Mittelpunkt der AktionAugenAuf! Der Verein AktionAugenAuf! informiert über das soziale Engagement von Studierenden an der Universität Passau. AktionAugenAuf! realisierte im letzten Jahr einen Hilfstransport nach Bulgarien, ein Wochenendseminar für Menschen mit Behinderung und weitere Projekte. Auch die Katholische Studentengemeinde organisiert soziales Engagement von Studierenden, beispielsweise Altenheimbesuche, Deutschunterricht für Ausländer, Unterstützung der Passauer Tafel und des Projekts Taquillo e. V. und informiert am 8. November über diese Projekte.

Außerdem stellen sich die verschiedenen politischen Hochschulgruppen wie GuStaF - Gruppe unabhängiger Studierender, der RCDS - Ring Christlich-Demokratischer Studenten oder die Grüne Hochschulgruppe vor.

Die Studentengruppe MUN-Society präsentiert die Simulation "Show Debate Security Council". Die Model United Society Passau ist eine Hochschulgruppe, die sich mit den Räten, Kommissionen und Prozeduren innerhalb der Vereinten Nationen auseinandersetzt und deren Hauptziel es ist, Studenten auf internationale MUN-Konferenzen vorzubereiten. Dem Zuschauer wird das Tätigkeitsfeld der MUN-Society Passau gezeigt: eine Simulation des UN-Sicherheitsrates, bei der die Teilnehmer jeweils einen Mitgliedsstaat repräsentieren und über ein Thema von internationaler politischer Bedeutsamkeit diskutieren. Es wird - wie bei einer echten Sitzung des Sicherheitsrates - zum Großteil Englisch gesprochen.

AEGEE Passau ist Teil der größten interdisziplinären Studentenvereinigung Europas. Am Infostand werden sowohl die Arbeit der Studenteninitiative an der Universität Passau als auch Ziele und Projekte der Dachorganisation AEGEE Europe vorgestellt. Präsentiert wird u. a. das Projekt Education for Democracy, das Studierenden aus dem Südkaukasus die Chance bietet, einen Teil ihres Studiums an der Universität Passau zu verbringen.

"Praktikum und Leadership mit AIESEC" ist das Motto des Infostands der Studierendengruppe AIESEC. Auslandspraktika? Weltweites Studentennetzwerk? Konferenzen, Seminare und Workshops? Softskills und Leadership? Engagierte und nette Leute kennenlernen? Das klingt interessant? Informationen gibt es am Infostand von AIESEC.

Geographie in Passau und der Welt
Geographisch reicht der Tag der offenen Tür weit über die Grenzen der Universität hinaus. Prof. Dr. Dieter Anhuf  beleuchtet "Die Bedeutung des tropischen Regenwaldes für den Wasserhaushalt der Erde". Das gesamte Amazonasbecken erstreckt sich über 7 Millionen qkm, insgesamt 20 Prozent des globalen Süßwassers stammen aus diesem Becken, neun Länder haben Anteil.
"Arbeiten zur Geographie des Passauer Raums" präsentieren die Vertreter des Faches Geographie an der Universität Passau. Sie arbeiten in verschiedenen geographischen Teildisziplinen der Anthropogeographie (Lehrstuhl Prof. Dr. Ernst Struck), der Physischen Geographie (Lehrstuhl Prof. Dr. Dieter Anhuf) und der Regionalen Geographie (Prof. Dr. Werner Gamerith). In einer Posterausstellung werden Forschungs- und Studienprojekte gezeigt, die thematisch und inhaltlich eng mit der Region Niederbayern und dem Passauer Raum verknüpft sind. So werden beispielsweise Projekte über die Barrierefreiheit Passaus, die sozialen Einrichtungen und die Sozialverträglichkeit der Stadt sowie über die naturräumliche Ausstattung des Naturschutzgebietes der Halser Ilzschleifen präsentiert.

Dialektforschung
"Forschung in der Region: Dialekt- und Ortsnamenforschung sicht- und hörbar gemacht." Dr. Rosemarie Spannbauer-Pollmann informiert über Atlasbände mit informativen Karten zu den regionalen Dialekten, akustische Sprachatlanten aus der Region auf CD-ROM; die Herangehensweise bei der Erforschung der Ortsnamen im Grenzraum Bayern und Böhmen und neue Analysen mehrerer Ortsnamen erwartet die Besucher am Infostand Sprachatlas - Ortsnamenforschung.

Kunst
Über ein lange verborgenes Juwel der Passauer Kunstgeschichte, eine Stuckdecke im Passauer Scharfrichterhaus, referiert Dombaumeister Michael Hauck M. A., der von ArtUP, dem Förderverein des Lehrstuhls für Kunstgeschichte und Christliche Archäologie, eingeladen worden ist. Eine Stuckdecke aus dem frühen 18. Jahrhundert mit den allegorischen Darstellungen der drei Schwestern Architektur, Malerei und Bildhauerei im Scharfrichterhaus entpuppte sich nach der Freilegung im Jahr 2007 als ein echtes Juwel der Passauer Kunstgeschichte. In weitem Umkreis ist kein vergleichbares Beispiel für ein derartig hochstehendes Meisterwerk in der Privatwohnung eines Stadthauses zu finden.

Offene Ateliers mit Arbeitsprozessen, Bildern, Zeichnungen und diversen Objekten zeigt die Professur für Kunstpädagogik und Ästhetische Erziehung (Prof. Dr. Alexander Glas).

Kunst und Informatik vereint das Projekt "Kirchen, Schlösser und Burgen im Rechner: Das Digitale Monumentalbau-Archiv". Dipl.-Inf. Alfons Ruch und Dipl.-Inf. Alfons Stenzer zeigen am Beispiel des Passauer Stephansdoms, wie eine moderne Dokumentation wertvoller Bauwerke mit Hilfe des digitalen Monumentalbau-Archivs erfolgen kann. Alte und neue Pläne, Zeichnungen, Fotos, Handschriften und Beschreibungen von Reparatur- und Erhaltungsmaßnahmen werden in digitaler Form direkt den entsprechenden Gebäudeteilen zugeordnet und visualisiert.

Sportliches
"Topfit durch das Studium" heißt es zwischen 11 und 13 Uhr im Sportzentrum (Innstraße 45). Als zentrale Einrichtung der Universität hat das Sportzentrum zwei Aufgabenbereiche: die praktische und theoretische Ausbildung im Didaktikfach Sport für Studierende des Lehramts an Grund- und Hauptschulen sowie die Organisation und Durchführung des Allgemeinen Hochschulsports. Zwischen 11.00 und 13.00 Uhr finden in der Dreifachhalle Vorführungen aus dem vielseitigen Hochschulsportangebot unter Leitung der Übungsleiter statt. Darüber hinaus können die Anlagen des Sportzentrums besichtigt werden.

Kulturelles Angebot
Eine bunte kulturelle Vielfalt ist von 10.30 bis 16 Uhr auf der Kulturbühne der Mensa (Innstraße 29) geboten: Companhia Tearte führt Szenen aus Las Voces de Penélope (in spanischer Sprache) auf, die Impromenaden zeigen frei improvisierte Kurzszenen zum 30. Geburtstag der Universität. Die TheaterTruppe zeigt Szenen aus Debbie Tucker Greens Stoning Mary, der HardCHOR singt Filmmusik, Gospel, Rock und Pop, die Bauchtanzgruppe führt orientalische Tänze vor.

Rechenzentrum
Im Rechenzentrum kommen nicht nur IT-Freaks auf ihre Kosten: Dort laufen Vorträge und Präsentationen wie "Aus meiner Internet-Horrorkiste. Aktuelle Gefahren und Bedrohungen im Internet" und das "Rechnermuseum" führt in die Anfänge der elektronischen Datenverarbeitung ein: Dort werden ältere Rechengeräte, Tischrechner und PCs gezeigt.

10 Jahre Marktforschung für die Praxis und Antikorruptionsforschung
Dr. Günther Hribek zeigt, dass sich die Universität Passau sich nicht nur in Lehre, Forschung und Weiterbildung betätigt, sondern auch als Dienstleister für Unternehmen. So arbeiten etwa das Centrum für marktorientierte Tourismusforschung und das Centrum für Marktforschung sehr intensiv mit Unternehmen und kommunalen Gebietskörperschaften zusammen. Dr. Günther Hribek blickt bei seinem Vortrag auf (fast) 10 Jahre Marktforschung für die Praxis zurück und zeigt die Entstehungsgeschichte der Institute von kleinen Pilotprojekten zu festen Einrichtungen der Universität Passau.

Einem ganz anderem Thema widmet sich Professor Dr. Johann Graf Lambsdorff: "Wie korrupt bin ich?" In einem spielerischen Vortrag mit echtem Geld testet der Korruptionsforscher Prof. Dr. Johann Graf Lambsdorff die Neigungen der Zuhörer. Die Veranstaltung bietet Unterhaltung auf hohem Niveau und vermittelt dabei die Gewissheit, dass Korruption die schlechteste aller Lösungen ist.

Schlüsselqualifikationen gefällig?
Das Zentrum für Schlüsselqualifikationen stellt sein kostenloses Seminar- und Kursangebot für die Studierenden der Universität Passau vor. Anhand einer Ausstellung werden die Bereiche Kommunikationskompetenz, Sozial- und Führungskompetenz, Medien- und Textkompetenz, Verhandeln und Konflikte vorgestellt.

Über die Zukunft des Arbeitsmarktes und die Zukunft (internationaler) Schlüsselkompetenzen informiert Prof. Dr. Christoph Barmeyer. Der Arbeitsmarkt hat sich durch eine zunehmende Entwicklung zur Wissensgesellschaft im letzten Jahrzehnt grundlegend verändert und stellt aufgrund seiner Unvorhersehbarkeit Unternehmen, Arbeitnehmer und Ausbildungsinstitutionen vor neue Herausforderungen. Demographischer Wandel, Globalisierung, Human Kapital, Talentekrieg, Wissensmanagement, Schlüsselkompetenzen sind hier zentrale Stichworte. Welche Kompetenzen sind wichtig, um im globalen Wettbewerb um Wissen und Wohlstand erfolgreich zu bleiben?

Wie man Konflikte harmonisch lösen kann, zeigt Dipl.-Soz.-Päd. Gerhard Stiglmair, selbständiger Management-Trainer und Coach. "Geht denn das?", werden sich viele fragen. Heißt denn Konflikt nicht immer auch Streit, Verletzung und Kampf? Nicht zwangsläufig, vor allem, wenn man einige der Techniken beherrscht bzw. berücksichtigt, die in dem Vortrag angeboten werden. Gute Voraussetzungen für einen harmonischen Umgang mit Konflikten bieten die Modelle der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg und die Verhandlungsstrategie der Harvard Universität (USA), die im Vortrag vorgestellt und durch kleine Übungen vertieft werden können.

"Der erste Eindruck zählt! - Die persönliche Vorstellung mit System", darauf will Dr. Stephan Peters, selbständiger Rhetoriktrainer, Wissenschaftsberater und Lehrbeauftragter für Soziologie, aufmerksam machen. Er möchte im Rahmen eines Workshops eine höchst effiziente Vorgehensweise für die Vorbereitung der persönlichen Vorstellung aufzeigen: "Sie kommen auf den Punkt, bleiben dabei jedoch völlig Sie selbst, inhaltlich flexibel und spontan."

Informative Informatik
Informativ zeigt sich auch die Fakultät für Informatik und Mathematik: Im Vortrag "Paradox aber wahr - seltsame Phänomene in der Stochastik" von Prof. Dr. Gunther Ritter geht es unter anderem um das Petersburg Paradox oder das Ziegenproblem. Prof. Dr. Klaus Donner wird die Frage "Was ist Intelligenz in technischen Systemen?" beantworten: In allen Lebens- und Produktionsbereichen gewinnen gute technische Lösungen ständig an Bedeutung. Gut ist eine technische Lösung dann, wenn sie reibungslos mit dem Benutzer zusammenarbeitet. Dazu muss das technische System über viel Wissen verfügen, das nur über das verborgene Computerprogramm bereitgestellt werden kann. In einem sehr allgemein verständlichen Vortrag "Alles logisch oder was? Wie man Logeleien mit Computeralgebra knackt" geht es um das automatische Lösen von sogenannten Logeleien mit Hilfe symbolischer Berechnungen (Prof. Dr. Martin Kreuzer). Wohin die Reise in der IT-Sicherheit geht, wird Prof. Dr. Joachim Posegga aufzeigen: IT-Sicherheit ist ein zentrales Gebiet der Informatik geworden, das beispielsweise hilft, Gefahren der Nutzung des Internets zu minimieren. Der Vortrag gibt einen Überblick über das Institut für IT-Sicherheit und Sicherheitsrecht, dessen Aufgaben und die Relevanz des Gebietes in der täglichen Praxis.

Was Mathematik mit der besseren Ausbeutung von Ölfeldern zu tun hat, zeigt die interaktive Ausstellung "Algebraisches Erdöl" von Prof. Dr. Martin Kreuzer. Das Algebraic Oil-Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Lehrstuhl für Symbolic Computation der Universität Passau mit der Firma Shell Int. Exploration & Production (Rijswijk, NL). Es beschäftigt sich mit Methoden zur Verbesserung der Erdölförderung mit Hilfe symbolischer Berechnungen der Computeralgebra. Besucher können am Stand mit Hilfe einer Computersimulation selbst ein Erdölfeld modellieren.

"Roboterhunde - Künstliche Intelligenz auf vier Beinen" zeigt Eva Lang vom Forschungsinstitut FORWISS. Der Roboterhund kann durch verschiedene Sensoren (Berührungen, Stimmen, Kamera oder Abstandsmesser) und Aktoren (Motoren, Lautsprecher) mit seiner Umgebung kommunizieren und Signale empfangen. Damit stellt er für Besucher und Entwickler eine einfach zu bedienende Plattform dar, um schnelle Ergebnisse zu generieren.

Über die "Verifikation technischer Dokumentationen oder: Das Wohl und Wehe von Bedienungsanleitungen" informieren Dipl.-Inf. Christian Schönberg, Dipl.-Inf. Mirjana Jaksic sowie Dr. Franz Weitl. Als Beispielanwendung für das Forschungsprojekt Verdikt wird nicht nur automatisch die Qualität von Bedienungsanleitungen überprüft, sondern werden auch gleich passende Verbesserungsvorschläge gemacht. Fragen wie "Sind alle Bedienelemente beschrieben?" oder "Tauchen technische Abkürzungen im Glossar auf?" lassen sich automatisiert beantworten.

Sprachenerwerb und Internationalisierung
Um Multimediaentwicklung in der Wirtschaftsinformatik geht es bei Prof. Dr. Franz Lehner: Multimedia ist eine der Hauptaktivitäten des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik von Prof. Lehner. In der Lehrstuhlgeschichte wurden bereits zahlreiche E-Learning-Projekte erfolgreich abgeschlossen. Aktuelle Projekte konzentrieren sich auf das Lernen und Lehren von Fremdsprachen mit Hilfe Neuer Medien und Interaktivität in Internetvideos. Ein Beispiel hierfür ist  "Russisch Online - Ein webbasierter Sprachkurs in Russisch für Fortgeschrittene", den Axel Polleti, der Geschäftsführer des Sprachenzentrums, erklärt. Russisch Online ist ein am Sprachenzentrum entwickeltes webbasiertes Sprachlernprogramm, mit dem man gezielt seine Lesefertigkeit am PC entwickeln kann. Es ist Teil eines Blended-learning-Kurses und wurde in Form einer Lesereise durch Russland konzipiert. Es kann als Vorbereitung auf einen studien- oder berufsbedingten Aufenthalt in Russland wie auch zur Prüfungsvorbereitung am Sprachenzentrum genutzt werden.

INTER aktiv & INTER kulturell: Die Auslandstutoren der Universität Passau bieten einen interaktiven Parcours und Infostand. Wo man auch hinschaut - überall treffen wir auf fremde Kulturen. Wie sollen wir damit umgehen? Strategien gibt es viele; einen interaktiven Vorgeschmack wollen die Auslandstutoren mit ihrem Parcours geben - interkulturelle Kompetenz, Spaß und Spannung sind garantiert.

Alumni-Netzwerke
"Denn fürs Leben lernen wir... Welche persönlichen Erfahrungen verbinden wir mit Passau?" Unter diesem Motto diskutieren ehemaligen Studierende, die von den beiden Alumni-Netzwerken der Universität, dem Ehemaligenverein der Universität Passau e. V. und dem kuwi netzwerk international e. V. eingeladen worden sind, ihre Erlebnisse und wie sich die Passauer Zeit auf ihr berufliches Tun auswirkt. Der Ehemaligenverein der Universität Passau präsentiert zudem sein Leistungsangebot für die Studierenden und die Alumni: Für die Studierenden bietet er ein spezielles Mentorenprogramm und mehrere Stipendienprogramme, für die Alumni ein umfangreiches Portfolio - angefangen bei der Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche über die Jobbörse bis hin zu Vergünstigungen bei den Weiterbildungsangeboten der Universität. Das kuwi netzwerk international e. V. informiert über die eigene Arbeit mit einem interkulturellen Persönlichkeitstest: "Welcher Kulturraum bin ich?" An einem Stand des kuwi netzwerk international e. V. können sich Interessierte über die Studiengänge und das Netzwerk informieren. Unterhaltung bietet ein interaktiver Persönlichkeitstest, bei dem jeder durch praktische sowie theoretische Aufgaben herausfinden kann, welcher Kulturraum-Typ er ist.

Theologie und Ethik
Im Audimax stellt Prof. Dr. Hermann Stinglhammer die Frage "Der Mensch - nichts als Natur?" Das christliche Menschenbild betont den Status der menschlichen Person als freiheitliches Wesen. Diese Position der europäischen Tradition wird durch die gegenwärtigen Life Sciences bestritten. Im Vortrag werden die verschiedenen Positionen dargestellt und kritisch diskutiert.

"Mein Tod gehört mir. Überlegungen zu den Möglichkeiten und Grenzen einer Patientenverfügung" heißt der Vortrag von Prof. Dr. Dr. Peter Fonk. Lebenserhaltende oder lebensverlängernde Maßnahmen dürfen unterlassen oder gar nicht erst begonnen werden, wenn dies dem Willen des Patienten entspricht. Wie aber verhält es sich, wenn der Patient selbst nicht mehr in der Lage ist, seinen aktuellen Willen zu artikulieren? Der Vortrag will aus christlich-ethischer Sicht Möglichkeiten und Grenzen der Patientenverfügung aufzeigen.

Warum Caritaswissenschaft studieren? Diese Frage wird Prof. Dr. Isidor Baumgartner beantworten. Caritaswissenschaft stellt ein viersemestriges, berufsbegleitendes, universitäres Masterstudium dar. Es richtet sich an Personen aus verschiedenen Fachrichtungen, die ihre soziale Praxis humanwissenschaftlich reflektieren wollen.

Essen und Trinken
Erfrischung gefällig? Für das leibliche Wohl sorgt das Studentenwerk in der Cafeteria und in der  Mensa selbst: Beim Showkochen zaubert die Küche von 11 bis 15 Uhr Wärmendes an einem vielleicht kühlen Tag: Lammcurry auf Couscous oder niederbayerische Krautschupfnudeln. Dazu gibt es heiße Getränke und gute Laune.

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Rückfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte an die Pressestelle der Universität Passau, Tel. 0851/509-1430, E-Mail: pressestelleatuni-passau.de.

Thoralf Dietz | 30.10.2008

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