Meldung

5. Passauer LateinAmerikagespräche vom 20.bis 22. Mai 2005 an der Universität Passau



Zum fünften Mal in Folge haben sich engagierte Studenten der Universität Passau zusammengeschlossen, um die Passauer LateinAmerikagespräche (PLA) zu organisieren. Unter dem Titel „¿Fuera de servicio? – Probleme und Perspektiven der Demokratie in Lateinamerika“ werden vom 20. bis zum 22. Mai renommierte Experten aus Lateinamerika, Österreich und Deutschland referieren. Ein kulturelles Rahmenprogramm, landestypisches Essen sowie die legendäre Fiesta Latina mit Live-Band runden das Wochenende ab.

In fünf Jahren ist es den Organisatoren gelungen, die Passauer LateinAmerikagespräche zum größten Kongress seiner Art zu machen: Heute ist die von Studenten organisierte Veranstaltung fest unter den Lateinamerika-Tagungen in Deutschland etabliert. Grund genug, um 2005 mit einem Thema aufzuwarten, das Brennstoff birgt: Demokratie in Lateinamerika. Qualifizierte Wissenschaftler aus aller Welt, zum Beispiel Elisa P. Reis von der Universität Rio de Janeiro, Dr. Gernot Stimmer von der Universität Wien oder Dr. Günther Maihold von der Stiftung Wissenschaft und Politik werden nach Passau kommen und über ein Thema referieren, das Lateinamerika schon lange beschäftigt: Die Demokratie auf dem südamerikanischen Kontinent. Doch ist es heute für uns nicht selbstverständlich, dass Lateinamerika demokratisch ist? Seit dem Beginn der Demokratisierungswelle 1978/79 in Ecuador werden inzwischen alle Regierungen Lateinamerikas mit Ausnahme Kubas und Haitis demokratisch gewählt – die Grundlage für soziale und wirtschaftliche Verbesserungen schien damit gegeben. Doch über zwanzig Jahre später haben sich viele Hoffnungen und Erwartungen im Zusammenhang mit der Demokratisierung nicht erfüllt: Probleme, die zunächst als Schwierigkeiten des Transformationsprozesses interpretiert werden konnten, scheinen sich als dauerhafte Merkmale der Demokratie in Lateinamerika auszuprägen.

Als Hinführung zum Thema beschäftigt sich der Eröffnungsvortrag mit den lateinamerikanischen Demokratien im Vergleich mit Formen der Demokratie in anderen Regionen der Welt. Eingegangen wird auch auf das Problem der sinkenden Zustimmung zur Demokratie in den lateinamerikanischen Ländern. Es folgt ein Vortrag, der den staatlichen Aufbau der Demokratien in Lateinamerika näher beleuchtet.

Auf diese grundlegende Einführung folgen vier parallele Vorträge, die jeweils ein spezifisches Problem der Demokratie in Lateinamerika behandeln: Korruption, Partizipation und politische Bildung, Rechtsstaatlichkeit und die soziale Schieflage. Das Wissen aus diesen Vorträgen soll von den Teilnehmern in die sechs parallelen Workshops eingebracht werden, die darauf folgen. In ihnen werden sechs lateinamerikanische Länder auf die vorgestellten Probleme hin untersucht.

Den Abschluss der Tagung bildet ein interaktives Resümee, in dem die Teilnehmer gemeinsam mit den Referenten über die Zukunft der Demokratie in Lateinamerika diskutieren. Hierbei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Herausstellung möglicher Lösungsansätze für aktuelle Probleme der Demokratien des Subkontinents.

Das PLA-Team hat auch für unterhaltsame Abwechslung gesorgt: Neben dem Mittagessen am Samstag und dem Brunch am Sonntag, die im Tagungspreis enthalten sind, findet während des Kongresses ein Lateinamerika-Bazar statt, außerdem gibt es vor, während und nach den PLA ein kulturelles Rahmenprogramm. Am Samstag Abend des Tagungswochenendes steigt die legendäre Fiesta Latina mit der Live-Band „azucar cubana“ und einem DJ, der lateinamerikanische Rhythmen auflegt.

Weitere Informationen zum Kongress und zum kulturellen Rahmenprogramm sowie die Möglichkeit zur Online-Anmeldung gibt es unter www.pla-online.de.

 

Thoralf Dietz | 26.04.2005

Kontakt

Pressestelle

Tel.: +49 851 509-1439 kommunikationatuni-passau.de

Rückfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte an das Referat für Medienarbeit der Universität Passau.