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58. Deutscher Geographentag

"VerANTWORTen - Herausforderungen der Geographie" ist das Thema des Deutschen Geographentags vom 2. bis 8. Oktober an der Universität Passau. Zum größten Geographie-Fachkongress im deutschsprachigen Raum werden mehr als 1.500 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Schule und Praxis erwartet. Sie setzen sich in über 100 wissenschaftlichen Fachforen und zahlreichen Vorträgen mit den Anforderungen im Zeichen von Globalisierung und Klimawandel auseinander, Zugleich wird die Vielfalt der Geographie in öffentlichen Veranstaltungen auf dem Campus und in der Stadt erlebbar sein.

Karsten Schwanke, Foto: excentric/Peter Christian Blum
Karsten Schwanke

„Der Geographentag als Kongress für Wissenschaft, Schule und Praxis findet an der Universität Passau ein günstiges Umfeld vor: Die Relevanz von Forschung sichtbar zu machen und Lösungen für globale Probleme durch wissenschaftliche Ansätze aufzuzeigen, sehen wir als eine wesentliche Aufgabe, getreu unserem Motto ‚Wissenschaft für die vernetzte Gesellschaft’“, sagt Universitätspräsident Prof. Dr. Burkhard Freitag.

„Wir widmen uns mit diesem Kongress der wichtigen Frage nach der gesellschaftspolitischen Verantwortung der Wissenschaftsdisziplin, des Berufsfelds und des Schulfachs Geographie“, erklärt Prof. Dr. Ernst Struck, Inhaber des Lehrstuhls für Anthropogeographie an der Universität Passau. Gemeinsam mit Prof. Dr. Dieter Anhuf (Lehrstuhl für Physische Geographie) und Prof. Dr. Werner Gamerith (Lehrstuhl für Regionale Geographie) organisiert er das umfangreiche Programm der Tagung. „Verantwortung zu erfüllen heißt Antworten zu geben auf die großen Fragen der Gegenwart und Zukunft, die stets auch ein räumliches ‚Skript’ besitzen – und es ist Aufgabe der Geographie, diese Antworten nicht nur zu finden, sondern sie einem interessierten nichtwissenschaftlichen Publikum zu vermitteln“, ergänzt Werner Gamerith.

Die Brücke zwischen Wissenschaft und interessierter Allgemeinheit wird durch eine Reihe öffentlicher Veranstaltungen untermauert:

Ausstellung mit Elektrofahrzeugen im Klostergarten

Das Projekt E-WALD, beauftragt zur Umsetzung von Elektromobilität im Bayerischen Wald, stellt vom 3. bis 6. Oktober im Klostergarten seine Aktivitäten und die umfangreiche Flotte an Elektrofahrzeugen vor. Tagungsteilnehmer können die E-Mobile gegen eine geringe Gebühr ausleihen, um damit die Stadt Passau und ihr attraktives Umland zu erkunden.

Das spannende Thema Elektromobilität wird außerdem am 4. Oktober von 15 bis 17 Uhr in zwei öffentlichen Vorträgen im Hörsaal 7 (Gebäude Wirtschaftswissenschaften, Innstr. 27) aufgegriffen. Prof. Dr. Andreas Knie, Technische Universität Berlin, macht die „Zukunft der Mobilität“ zum Thema seines Beitrags. Prof. Dr. Peter Sperber, Präsident der Technischen Hochschule Deggendorf, und Klaus Mairhöfer, Geschäftsführer und Projektleiter von E-WALD, sprechen über die Umsetzung und zukünftige Rolle der Elektromobilität anhand des regionalen Elektromobilitätskonzeptes E-WALD.

Geographie zur Mittagszeit

Vier prominente Gäste beleuchten das Titelthema „VerANTWORTen“ in öffentlichen Keynote-Vorträgen jeweils um 12 Uhr mittags im Auditorium Maximum (Gebäude Innstr. 31) aus unterschiedlichen Perspektiven: Prof. Dr. Mojib Latif, Leiter des Forschungsbereichs Ozeanzirkulation spricht am 3. Oktober über das El Niño/Southern Oscillation-Phänomen und seine Bedeutung für die Erforschung des Klimawandels. Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Professor für Methoden der Vermittlung von Philosophie und Ethik an der Universität Wien sowie Leiter des Forschungsbereichs Philosophie und Öffentlichkeit, spricht am 4. Oktober „Über Macht, Moral und das Prinzip Verantwortung“. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D. und Präsidentin des deutschen Hochschulkonsortiums der Türkisch-Deutschen Universität in Istanbul, stellt am 5. Oktober das Verhältnis von Wissenschaft und Politik in wechselseitiger Verantwortung ins Zentrum ihres Beitrags. ARD-Moderator Karsten Schwanke, Meteorologe und Wissenschaftsjournalist, stellt am 6. Oktober abschließend die Frage: „Brauchen Journalisten die Geographie?"

Podiumsdiskussion

Der Dialog zwischen Geographie, Medien und Öffentlichkeit steht im Mittelpunkt der öffentlichen Podiumsdiskussion am 5. Oktober von 10 bis 12 Uhr im Auditorium Maximum (Gebäude Innstr. 31). „Hier wollen wir kritisch hinterfragen, inwieweit die Antworten aus der Geographie öffentlichkeitswirksam sind und die Menschen wirklich erreichen“, erläutert Dieter Anhuf. Am Beispiel „Der globale Süden im 21. Jahrhundert“ diskutieren Dr. Erwin Brunner (Chefredakteur von National Geographic Deutschland.), Christiane Grefe (Die Zeit), Suhel al-Janabi (GeoMedia), Silvia Liebrich (Süddeutsche Zeitung), Jens Schröder (GEO), Ellen Schuster (Deutsche Welle Akademie) und Prof. Dr. Ernst Struck (Universität Passau). Es moderiert Dr. Michael Sachweh vom Bayerischen Rundfunk.

Der Besuch der öffentlichen Veranstaltungen ist kostenfrei. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen: www.geographentag.uni-passau.de

Katrina Jordan | 24.09.2013

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