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Bachelor of Science in Business Administration and Economics



Ab dem Wintersemester 2005/06 bietet die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Passau den neuen Bachelorstudiengang Business Administration and Economics an. Dieser Studiengang wird in Verbindung mit mehreren Masterstudiengängen die beiden bestehenden Diplomstudiengänge in Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre ablösen. Beibehalten wird die „Fachspezifische Fremdsprachenausbildung“ – ein Passauer Alleinstellungsmerkmal. Damit stellt die Fakultät – mit Ausnahme des Lehramts – ihr Studienangebot vollständig auf die Bachelor- und Masterstruktur um. Seit einem Jahr bietet die Fakultät bereits den B. Sc.-Studiengang „Business Computing“ an. Die Universität Passau macht damit im Bologna-Prozess, also bei der Umstellung auf das Bachelor- und Mastersystem, einen großen Schritt nach vorn.

Der neue sechssemestrige Bachelorstudiengang „Business Administration and Economics” wird zum Wintersemester 2005/06 eingeführt; er vermittelt auf nationaler und internationaler Ebene Fach- und Methodenkenntnisse, die die Absolventen befähigen, ökonomische Entscheidungen in Industrie, Handel, bei Banken und Versicherungen, anderen Dienstleistungsunternehmen sowie in nationalen und internationalen Organisationen vorzube­reiten, zu fällen, durchzuführen, zu koordinieren und zu kontrollieren. Der betriebswirtschaftlich und international ausgerichtete Studiengang ist theoriefundiert und zugleich praxisorientiert. Er vermittelt unter anderem Kenntnisse in Grundlagen und Methoden der Wirtschaftswissenschaften, Unternehmensrechnung, Betriebliche Funktionen, Internationales Management, Internationale Ökono­mik, sowie zwei Wirtschaftsfremdsprachen und juristisches Grundlagenwissen.

In den folgenden Semestern sollen dann auch konsekutive Masterstudiengänge angeboten werden. Geplant sind derzeit: Master of Science in „Accounting, Finance and Taxation“, „International Management and Marketing“, „Business Technologies and Management” sowie “Institutional Economics”.

Das Alleinstellungsmerkmal der Fachspezifischen Fremdsprachenausbildung wird im neuen B.Sc.-Studiengang beibehalten: Parallel zum wirtschaftswissenschaftlichen Teil des B.Sc.-Studiums werden zwei Wirtschaftsfremdsprachen erlernt oder vertieft. In sechs Semestern erwerben die Studierenden nicht nur allgemeine Sprachkenntnisse in der gewähl­ten Fremdsprache, sondern lernen auch die Wirtschaftssprache sowie das Wirtschaftssystem des entsprechenden Sprachraums kennen. Zusätzlich zur Pflichtsprache Englisch stehen Chinesisch, Franzö­sisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch und Tschechisch zur Auswahl. Darüber hin­aus können Studierende das international anerkannte Fremdsprachenzertifikat UNIcert® erwerben.

Den Studierenden wird empfohlen, ein mindestens dreimonatiges berufsfeldorientiertes Praktikum abzuleisten. Ein Auslandssemester kann ebenfalls in das Studium integriert werden. Die stark international ausgerichtete Universität Passau unterhält Partnerschaften zu weltweit rund 130 Universitäten.

Absolventen des Bachelorstudiengangs „Business Administration and Economics“ bearbeiten kauf­männische und betriebswirtschaftliche Aufgabenstellungen in Bereichen wie Rechnungswesen, Investi­tion und Finanzierung, Controlling, Revision, Organisation, Personalwesen, Beschaffung, Materialwirt­schaft, Logistik, Marketing oder Vertrieb. Dabei nehmen sie sowohl spezialisierte Aufgaben als auch Ma­nagement- und Leitungsfunktionen auf unterschiedlichen betrieblichen Ebenen wahr.

Aufgrund des großen Interesses am bisherigen Diplomstudiengang und der Erfahrung der Universität bei den anderen neu eingeführten Bachleor-Studiengängen ist davon auszugehen, dass auch beim Bachelor Business Administration and Economics die Anzahl der Bewerber die Zahl der verfügbaren Studienplätze deutlich übersteigen wird. Daher wurde eine örtliche Zulassungsbeschränkung eingeführt, zum Wintersemester 05/06 erfolgt die Auswahl nach Note, ab 2006 ist dann eine Eignungsfeststellung geplant. Das Studium kann nur zum Wintersemester aufgenommen werden, die Bewerbungsfrist für das jeweils kommende Winterse­mester endet am 15. Juli. Die Universität Passau ist traditionell überregional außerordentlich beliebt – so kommen von den über 8.000 Studierenden über 40 Prozent aus anderen Bundesländern (außerhalb Bayerns) bzw. aus dem Ausland, in den wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen sogar über die Hälfte.

Mit der Einführung des neuen Studienganges setzt die Fakultät konsequent den Bologna-Prozess um. Eine Einschreibung in die Diplomstudiengänge Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre war damit im vergangenen Wintersemester das letzte Mal möglich. „Diejenigen, die noch in den Diplomstudiengängen immatrikuliert sind, können ihr Studium selbstverständlich ohne Einschränkungen zu Ende führen“, so Professor Dr. Hans Ziegler, Dekan der Fakultät.

Mit der Einführung der neuen Studiengänge und der konsequenten internationalen Ausrichtung schärft die Universität Passau damit weiter ihr Profil. Knapp 40 Prozent  der Passauer Studierenden – und damit so viele wie an keiner anderen deutschen Hochschule – absolvieren ein Auslandssemester, in den Wirtschaftswissenschaften liegt dieser Anteil sogar noch höher. Bei der Mittelverteilung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) bezogen auf die Studierendenzahlen liegt die Universität Passau bayernweit an erster Stelle. Bezogen auf die Zahl der Studierenden im dritten Hochschuljahr erhält die Universität Passau jährlich 1.021 Euro pro Studierenden. Es folgt auf Platz 2 die Technische Universität München mit 907 Euro. Dazu tragen auch die Deutschsprachigen Studiengänge bei, die beispielsweise von Passauer Wirtschaftswissenschaftlern in Budapest und Moskau angeboten werden. Mit diesen Angeboten soll junger Führungskräftenachwuchs insbesondere im Hinblick auf die deutsch-russische Zusammenarbeit ausgebildet werden (vgl. hierzu den Artikel in „Campus Passau – das magazin der universität“, Ausgabe 3/2004, Seite 10). Professor Dr. Walter Schweitzer, Rektor der Universität Passau, sieht die Strukturüberlegungen der Universität durch die DAAD-Statistik bestätigt: „Unsere Internationalität und unsere Interkulturalität mit unserem umfangreichen Sprach- und Studienaustauschangebot ist so ausgeprägt wie an kaum einer anderen deutschen Universität – dies macht uns zu einer der Top-Adressen für alle, die eine internationale Berufskarriere anstreben!“

Thoralf Dietz | 27.06.2005

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