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Bewegte Schüler

Das EU-Forschungsprojekt Bewegter Ganztag untersucht, wie Lehrkräfte ihre Schützlinge zu mehr Sport animieren können. Bei einer internationalen Tagung an der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen zog Studienleiter Prof. Gerhard Waschler eine Zwischenbilanz.

Arbeitskreisleiterin Evelyne Wannack (Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen) mit den Arbeitskreisreferenten Dr. Christopher Heim (Uni Frankfurt) und Prof. Dr. Gerhard Waschler (Passau)
Arbeitskreisleiterin Evelyne Wannack (Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen) mit den Arbeitskreisreferenten Dr. Christopher Heim (Uni Frankfurt) und Prof. Dr. Gerhard Waschler (Passau)

Das Sportzentrum der Universität Passau war mit dem EU-Forschungsprojekt „Bewegter Ganztag“ erstmals bei der internationalen Fachtagung der Sektion Sportpädagogik der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft vertreten. Projektleiter Prof. Gerhard Waschler hinterfragte an der Eidgenössischen Hochschule für Sport in Magglingen u. a. die Faktoren, die zum Gelingen oder Misslingen bei der Umsetzung von Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten im ganztägigen Unterricht führen. Das Projekt Bewegter Ganztag vergleicht die Bedingungen an Schulen in Niederbayern und Oberösterreich und will zum Abschluss auf die jeweilige Schulart abgestimmte Handlungsempfehlungen formulieren, wie es Lehrern schaffen, Spiel und Sport in den Schulalltag zu integrieren. „Das bringt eine Schule insgesamt voran: Zahlreiche wissenschaftliche Studien weisen nach, dass Bewegungsangebote im ganztägigen Schulbetrieb die Gesundheit, die persönliche Zufriedenheit und die Konzentrationsfähigkeit im Alltag von Schülerinnen und Schülern verbessern", so Gerhard Waschler.

 

Im Mittelpunkt des Forschungsdesigns der Universität Passau stehen Schulleiter und Elternbeiratsvorsitzende an mehreren Schularten (Grundschule, Hauptschule, Realschule, Gymnasium) in Niederbayern und Oberösterreich. Mittels zweier flächendeckender quantitativer Befragungen am Beginn und Ende des Projektzeitraums von Juni 2010 bis Mai 2013 sind sie gefordert, aus ihrer Sicht die Situation von Bewegung, Spiel und Sport an ihren Schulen zu beurteilen.

 

An ausgewählten Schulen erstellen die Mitarbeiter zudem detaillierte Porträts mit Hilfe von zusätzlichen Lehrerinterviews, Schülerfragebogen zum Schulklima und dem Einsatz des Deutschen Motoriktests der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft.


Nach den bisherigen Ergebnissen spielen in Niederbayern und Oberösterreich eine gute Ausstattung der Schulen mit geeigneter Infrastruktur und besonders die positive Einstellung der Schulleiter und Eltern zu vielfältigen Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten eine bedeutende Rolle.

Eine gute (Bewegungs-)Infrastruktur ist laut Prof. Waschler dann vorhanden, wenn zusätzlich zu den üblichen Sportstätten wie Halle und Sportplatz weitere Flächen wie Pausenhof oder Schulaula genutzt werden können – etwa durch Tischtennisplatten, einen Geschicklichkeitsparcours im Freien oder Soccercourts in oder außerhalb des Schulgebäudes.

 

Die positive Einstellung von Lehrern zeige sich z. B. an der Sportmittelschule Hauzenberg, einer der niederbayerischen Fallbeispiele: Das Kollegium werbe aktiv bei den Schülerinnen und Schülern für die Nutzung der Angebote im Stützpunkttraining in Fußball und Tischtennis und organisiere Arbeitsgemeinschaften zu Leichtathletik, Tanz, Gerätturnen, Karate, Klettern und Mountainbiken über den üblichen Sportunterricht hinaus. Dabei werde die Kooperation mit örtlichen Vereinen bestens gepflegt.


Das EU-Forschungsprojekt „Bewegter Ganztag“ wird im Rahmen des INTERREG-Programms Bayern-Österreich 2007-2013 aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.


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Hinweis an die Redaktionen: Rückfragen zu dieser Pressemitteilung richten Sie bitte an die Pressestelle der Universität Passau, Tel. 0851 509-1430.

Steffen Becker | 27.06.2012

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