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Dr. Daniel Göler wird Passaus erster Juniorprofessor



Passaus erster
Juniorprofessor:
Dr. Daniel Göler

Premiere an der Universität Passau: Dr. Daniel Göler wird der erste Juniorprofessor an der Universität Passau. Am 18. März erhielt er von Rektor Professor Dr. Walter Schweitzer die Ernennungsurkunde, ab 1. April ist er W1-Professor für European Studies (Philosophische Fakultät).

Dr. Daniel Göler ist aber  nicht nur der erste Juniorprofessor, er ist auch der jüngste Professor an  der Universität Passau. Geboren wurde er 1976 in Saarbrücken, seit 2001 lebt er in Berlin. Göler studierte 1996 bis 2001 Politikwissenschaft, Geschichte, Katholische Theologie und Sozialkunde an der Universität des Saarlandes und der University of Newcastle upon Tyne. Von 2002 bis 2005 arbeitete er an seiner Promotion in Politikwissenschaft an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln. Seine Dissertationsschrift trägt den Titel "Deliberation - Ein Zukunftsmodell europäischer Entscheidungsfindung? Analyse der Beratungen des Verfassungskonvents 2002-2003".

Seine Leistungen während Studium und Promotionszeit überzeugte auch die Studienstiftung des deutschen Volkes: Von 1997 bis 2001 erhielt er ein Stipendium von der Studienstiftung, die ihm von 2002 bis 2005 auch ein Promotionsstipendium bewilligte.

In den Jahren 2001 bis 2003 war Göler Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Europäische Politik (IEP) in Berlin, 2004 Gastwissenschaftler bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin und von 2005 bis 2007 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Europäische Politik (IEP) in Berlin und ist seit dem vergangenen Jahr Leiter des Forschungsbereichs Multinationalität/Europäische Streitkräfteintegration am Sozialwissenschaftlichen Institut der Bundeswehr (SOWI) in Strausberg.

Göler kann bereits auf eine umfangreiche Lehrtätigkeit - unter anderem im Ausland - verweisen: 2001 bis 2003 war er akademischer Tutor der European Summer-Academy der Texas A&M University, 2004 hatte er einen Lehrauftrag an der Universität des Saarlandes, seit 2006 ist er Lehrbeauftragter an der Freien Universität Berlin und seit 2007 an der Universität zu Köln, seit 2003 zudem Gastdozent in einem Postgraduiertenstudiengang des Institut Européen des Hautes Études Internationales in Nizza, außerdem war er von 2005 bis 2007 Lehrbeauftragter an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Er ist zudem Verfasser von drei Monographien und über 50 weiteren Publikationen zu Fragen der Europäischen Integration.
Zu seinen Hobbys zählen Schwimmen, Joggen, Skifahren und Kochen. Gesellschaftlich aktiv ist er  als Mitglied der Europa-Union und bei den Jungen Europäischen Föderalisten. Der gebürtige Saarländer ist seit 2007 stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Union in Berlin und seit 2006 Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung, dem Kommunalparlament des Berliner Bezirks Steglitz-Zehlendorf (ca. 290.000 Einwohner), der zur Zeit von einer schwarz-grünen Koalition regiert wird - "was die Arbeit dort spannend macht", wie Göler sagt. Beide Ämter wird er allerdings bei seinem Wechsel nach Passau niederlegen.

Juniorprofessuren wurden 2002 im deutschen Hochschulrahmengesetz eingeführt und stellen eine gleichwertige Alternative zur Habilitation dar. Sie sollen jungen Wissenschaftlern mit herausragender Promotion ohne die bisher übliche Habilitation unmittelbar eigenständige Forschung und Lehre an Hochschulen ermöglichen und sie damit für die Berufung auf eine Lebenszeitprofessur qualifizieren. Juniorprofessuren sind befristet - in der Regel auf zweimal drei Jahre. Im Anschluss müssen sich die Kandidaten um eine Professur oder um einen Lehrstuhl bemühen. Juniorprofessuren können aber auch mit einer so genannten "tenure track"- Option ausgestattet sein: Im Anschluss an die Juniorprofessur steht eine freie W2-Professur zur Verfügung. Nach einem verkürzten Berufungsverfahren, bei dem in der Regel auf eine Ausschreibung verzichtet wird, und einer positiven Evaluierung durch externe Gutachter wird der Juniorprofessor zum W2-Professor auf Lebenszeit ernannt. Dieses Vorgehen ist auch für diese Stelle an der Universität Passau vorgesehen.

An der Universität Passau ist die Juniorprofessur für European Studies die erste ihrer Art: Weitere wurden eingerichtet für den Bereich Anglistik/Cultural and Media Studies (Philosophische Fakultät) und für den Bereich der IT-Sicherheit (Fakultät für Informatik und Mathematik), in beiden Fällen erging bereits der Ruf.

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Thoralf Dietz | 18.03.2008

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