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Lehrstuhl für Südostasienkunde II erhält Drittmittelförderung durch BMBF



Für das Forschungsvorhaben "Institutioneller und sozi-kultureller Rahmen zum Landschaftserhalt und zur ländlichen Entwicklung in Yunnan, Süd-Westchina" konnte der Lehrstuhl Südostasienkunde II der Universität Passau unter der Leitung von Professor Dr. Rüdiger Korff Fördermittel in Höhe von ca. 162 000 Euro einwerben. Gemeinsam mit fünf weiteren deutschen Forschungseinrichtungen (Universitäten Hohenheim, Gießen, Kassel-Witzenhausen, HU Berlin und der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft) und verschiedenen chinesischen Partner wird das in der Südostasienkunde angesiedelte Projekt Teil eines interdisziplinären Forschungsvorhabens sein, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt ca. 2,5  Millionen Euro über drei Jahre hinweg gefördert wird.

Als Schwerpunktregion wurde eine jahrhundertealte Kulturlandschaft in der Autonomen Dai-Präfektur Xishuangbanna (Yunnan) ausgewählt, die bekannt ist für ihre ethnische und biologische Diversität sowie für die entsprechende Landnutzungsvielfalt. Bislang abgelegen und wenig erschlossen, ist die Region derzeit mit rapiden Wandlungsprozessen konfrontiert. Durch umfassende Infrastrukturmaßnahmen und Einbindung in regionale und internationale Märkte wird sie zunehmend Teil der globalen Ökonomie und steht damit stellvertretend für die Entwicklungen in der gesamten ,Greater Mekong Subregion' (GMS), insbesondere den Bergregionen Südostasiens.
Das Teilprojekt der Südostasienkunde II widmet sich insbesondere der Erforschung von Ursachen und Auswirkungen der Transformation sozio-ökonomischer und sozio-kultureller Strukturen auf lokaler Ebene. Zudem werden institutionelle und politische Rahmenbedingungen auf lokaler und trans-lokaler Ebene untersucht, die diesen Wandel beeinflussen.
Gemeinsam mit den Resultaten der anderen Teilprojekte werden die Forschungsergebnisse in ein interdisziplinäres GIS-Simulationsmodell integriert werden. Das Simulationsmodell soll politischen Entscheidungsträgern als Instrument dienen, um die Auswirkungen von Entscheidungen im Bezug auf ländliche Entwicklung zu simulieren und zudem Varianten für die Steuerung nachhaltiger ländlicher Entwicklung anbieten.
Das Verbundprojekt wird in enger Kooperation mit verschiedenen chinesischen Forschungseinrichtungen durchgeführt, unter anderem dem Naban He Nature Reserve, dem Xishuangbanna Botanical Tropical Garden, der Yunnan Academy of Social Science und dem Kunming Institute of Botany.

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Thoralf Dietz | 22.06.2007

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