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Öffentliche Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Dieter Anhuf



Am Freitag, 25. November, lädt die Philosophische Fakultät der Universität Passau zur öffentlichen Antrittsvorlesung von Professor Dr. Dieter Anhuf ein. Anhuf ist seit dem vergangenen Wintersemester Inhaber des Lehrstuhls für Physische Geographie an der Universität Passau.

Seine Antrittsvorlesung hält Anhuf zum Thema „Quo vadias Amazonia? Probleme im größten tropischen Regenwaldgebiet der Erde.“ Die öffentliche Veranstaltung findet am Freitag, 25. November, um 12 Uhr im Hörsaal 11, Innstraße 33 (Gebäude Informatik und Mathematik) statt.

Zur Person
Anhuf wurde am 1. Februar 1955 in Duisburg geboren. Nach dem Abitur hat er von 1976 bis 1982 Geographie an den Universitäten Gießen, München und Bonn studiert. Nach dem Diplom arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und wissenschaftlicher Assistent und wurde 1987 zum Dr. rer. nat. promoviert („Klima und Ernteertrag - eine statistische Analyse an ausgewählten Beispielen nord- und südsaharischer Trockenräume - Senegal, Sudan, Tunesien“). Bis 1991 war Prof. Anhuf weiterhin als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bonn tätig, bevor er anschließend an das Geographische Institut der Universität Mannheim wechselte, wo er sich 1994 mit der Arbeit „Satellitengestützte Vegetationsklassifikation zur Analyse von Vegetationsveränderungen im Bereich der Côte d’ Ivoire“ habilitierte. Von Oktober 1994 bis Oktober 2001 vertrat er den Lehrstuhl für Physische Geographie an der Universität Mannheim und von 1999-2001 war er auch geschäftsführender Direktor des Geographischen Institutes der Universität Mannheim. Von November 2001 bis Ende März 2004 hatte er den internationalen von Martius-Lehrstuhl für Ökologie an der Universidade de São Paulo (Brasilien) inne, ab dem Sommersemester 2004 vertrat Professor Anhuf den Lehrstuhl für Physische Geographie an der Universität Passau.

Seine inhaltlichen Schwerpunkte sind die Klima- und Vegetationsgeographie, die Fernerkundung sowie geographische Informationssysteme (GIS). Seine regionalen Schwerpunkte lagen stets in den Tropen oder Subtropen der Erde. Seit 25 Jahren arbeitet er in den Tropen, zumeist Afrikas, in den letzten 10 Jahren auch verstärkt in Lateinamerika. Zentrale Fragestellungen waren immer die Übernutzung des natürlichen Potenzials, daraus resultierende veränderte oder gestörte Ökosystemkreisläufe, auftretende oder zu prognostizierende Gefährdungspotentiale, Probleme des Ressourcenschutzes und die Verhinderung irreversibler Schädigungen des Naturraumes im Hinblick auf eine stets wachsende Weltbevölkerung. Innerhalb der physischen Geographie beschäftigt er sich mit unterschiedlichen Methoden des Umweltmonitoring innerhalb der Klimatologie (kurz- mittel- und langfristige Klimaänderungen (Paläoklima), die anthropogen und/oder natürlich induziert sind (Deutschland, Mediterrangebiete, Tropen) und im speziellen mit der Quantifizierung von Vegetations- und Wasserhaushaltsveränderungen (speziell in den tropischen Regenwäldern). Dabei wurde die „Nacheiszeitliche Klima- und Vegetationsgeschichte Afrikas“ von 1987 bis 1992 aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Arbeiten zum Energie- und Wasserhaushalt in tropischen Regenwäldern Lateinamerikas wurden dreimal von 1995 bis 2001 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) in Bonn finanziert das BMBF aktuell Forschungen zur Bestimmung biophysikalischer und hydrometeorologischer Einflussgrößen im Rahmen der terrestrischen Biodiversitätsforschung in Westafrika.

Die Lehre umfasst jedoch sämtliche Teilgebiete der physischen Geographie sowie die Vermittlung des dazugehörigen methodischen Instrumentariums. Konzentriert sich das Grundstudium auf die Vermittlung physisch geographischen Grundlagenstoffes, steht im Hauptstudium die Umsetzung dieses Wissens in angewandten Fragestellungen zu Teilaspekten der physischen Geographie im Rahmen der Lehramtsstudiengänge Geographie sowie des Bachelor- /Master-Studiengangs European Studies und des Diplomstudiengangs Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien an der Universität Passau im Vordergrund.

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Thoralf Dietz | 26.10.2005

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